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Absatzflaute Neuwagenkäufer verzweifelt gesucht

Die Absatzkrise am deutschen Automarkt spitzt sich zu. Die ausländischen Hersteller melden jetzt einen Einbruch der Neuwagenverkäufe von elf Prozent. Und in einigen Nachbarländer sieht es noch düsterer aus.
Update: 02.10.2012 - 16:30 Uhr 35 Kommentare

Rabattschlacht um die Autokäufer

Bad Homburg/FlensburgIm September wurden in Deutschland rund 250.000 Neuwagen zugelassen - das sind rund 11 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie der Verband der Importeure VDIK am Dienstag in Bad Homburg berichtete. Damit liege der Pkw-Markt hierzulande nach einem guten Jahresstart nach den ersten neun Monaten um 1,8 Prozent unter Vorjahresniveau. Von Januar bis September wurden nach den Angaben 2,36 Millionen neue Autos in Deutschland zugelassen.

Europaweit lähmt die Schuldenkrise den Verkauf von Autos. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen ging im August den elften Monat in Folge zurück, wie der europäische Branchenverband Acea am Dienstag mitteilte. Zu den großen Verlierern gehörten erneut Opel, Fiat, Ford oder Renault. Weltweit stieg der Autoabsatz jedoch, denn die USA, China, Russland, Japan und Brasilien verbuchten enorme Zuwächse.

In der EU sank die Zahl verkaufter Autos in den ersten acht Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,1 Prozent auf 8,27 Millionen, wie der europäische Branchenverband Acea am Dienstag mitteilte. Im August wurden 688 168 neue Fahrzeuge zugelassen, das waren 8,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Besonders herbe Einbrüche gab es in Frankreich (minus 11,4 Prozent) und Italien (minus 20,2 Prozent). In Spanien erholte sich der Markt (plus 3,4 Prozent), in Großbritannien blieb der Absatz nahezu unverändert (plus 0,1 Prozent). In Deutschland betrug das Minus 4,7 Prozent.

In den weltgrößten Märkten USA und China setzte sich die gute Autokonjunktur dagegen fort. Die USA verbuchten im August bei den Neuzulassungen ein Plus von 19,8 Prozent auf 1,28 Millionen, wie der Verband der Automobilindustrie in Berlin mitteilte.

Der Autoabsatz ist geschrumpft: Besonders schlecht läuft das Geschäft mit Elektrofahrzeugen. Quelle: dpa

Der Autoabsatz ist geschrumpft: Besonders schlecht läuft das Geschäft mit Elektrofahrzeugen.

(Foto: dpa)

Die deutschen Konzernmarken hätten ein Plus von 23 Prozent erreicht und sich damit überdurchschnittlich entwickelt. In China kletterte der Absatz aller Autobauer in August um 12,8 Prozent auf 1,07 Millionen Pkw. Bis Ende August wurden in den USA und China zusammen bereits 18,2 Millionen Autos verkauft, mehr als doppelt so viele wie in der gesamten EU.

In der EU konnte von den deutschen Herstellern nur Volkswagen im August zulegen. Das Konzern-Plus von 1,3 Prozent wird getragen von den Erfolgen bei Audi (+6,6 Prozent), Skoda (+3,8 Prozent) und Porsche - die Sportwagenmarke wurde VW im August erstmals zugerechnet. Während BMW den Monat mit einem Minus von 13,5 Prozent beendete, konnte Daimler den Rückgang noch auf 1,3 Prozent begrenzen.

Durch die Bank zweistellig brach im August der EU-weite Absatz der sogenannten Massenhersteller ein: Am härtesten traf es Ford. Der Autobauer verkaufte 28,9 Prozent weniger Autos als vor einem Jahr. Der Opel/Vauxhall-Absatz ging um 18,9 Prozent zurück, die französische Hersteller PSA (Peugeot, Citroën) und Renault verloren je etwa 13 Prozent. Der italienische Autobauer Fiat hatte einen Rückgang von 18,2 Prozent zu beklagen.

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35 Kommentare zu "Absatzflaute: Neuwagenkäufer verzweifelt gesucht"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Es wird wieder höchste Zeit für ein Milliarden Konjunkturprogramm für die armen Autofirmen in Deutschland.
    Gleich wieder jammern auf hohem Niveau und den Steuerzahler zur Kasse bitten, so ist es recht. Ein Jahr später können dann wieder Spitzen-Boni an die Mitarbeiter gezahlt werden (siehe Porsche, Audi, Daimler und BMW). Außerdem muss der Elektroschrott durch Steuern subventioniert werden. Dringend.
    Blöd, aber so geht's nicht.

  • Mein Auto soll mich lediglich von A nach B bringen. Benötige ich ein Navi? Nein. Stadtplan und Autokarte funktionieren hervorragend. Benötige ich Klimaanlage? Nein, kostet nur Strom und Sprit. Fenster runter und frische Luft genießen. Brauche ich elektrischen Fensterheber? Nein. Kurbeln funktioniert auch. Beheizbare Sitze? Warm furzen klappt garantiert. Anhand dieser bescheidenen Beispiele könnte man schon eine Menge Gewicht an Elektromist und somit Benzinverbrauch einsparen. Ich liebe meinen alten Honda. Natürlich mit LPG-Gasanlage. Läuft wie'n "Döppken". 1 X volltanken = 30,- Euronen. Als Pendler mit 30 km Wegstrecke ne runde Sache. Macht im Monat 80 Euronen an Spritkosten. Mein Kollege zahlt für selbe Wegstrecke 350 Öcken. Kreditfinanzierter Audi A 6. Selber schuld.

  • Dann eben 1800-2000 Netto im Monat, ist in dem zusammenhang noch schlimmer...

  • Ja, die vielen kleinen Kostenerhöhungen wirken so.
    Das Geld versickert, bevor es bei größeren Ausgaben
    ankommt. Dann wird auch weniger für Autos ausgeben.
    Noch ein kleiner Effekt: der Altersdurchschnitt steigt: mehr Menschen gebrauchen kein Auto mehr.
    Oder iPod und ähnliches: Neue Möglichkeiten Geld in
    kleinen Schritten auszugeben.

  • Tja, wer braucht schon Auto: Mit Bahn und Rad gehts bei mir auch und so denken Gott sei dank immer mehr !
    Steck das Geld lieber in was sinnvolles das nicht alle paar Jahre auf den Schrott kommt, zum Beispiel Biolebensmittel von Demeter und Bioland, nix Billigbio aus dem Supermarkt.
    Und häusle ist glaub besser in 20 Jahren zu kaufen, da wirds subillig werden !

  • Hä, 2.5T€ Nettoeinkommen = 1 Durchschnittsverdiener ???
    Wo lebst du denn ???
    Solche Traumzahlen haben wir hier nicht !!!

  • Gibt es einen Grund für einen "neuen" egal was? Nein! Es sind ganz normale Autos wie eh und je... Verbrennungsmotor, Facelift, ein wenig hier, ein wenig da... Ehrlich gesagt würd ich mal was wirklich neues erwarten! Eine Überraschung! Einen Golf, A3, 1er mit neuer Technik, neuen Desings und voll Elektro (alltagstauglich) für 25.000 (damit die Kinnlade rutner fällt!) Geil, das will ich! Meiner Meinung nach ist das Auto da, wo die alten Handy's waren (bevor Smartphones kamen)... Die brauchen sich doch nicht wundern! Forschen seit 20 Jahren und was kommt raus? Ein Benzin Motor, der weniger verbraucht (hab ich schon) ! Und (absichtilich???) E-Autos die beschissen aussehen!

  • Da muss ich Ihnen glatt zustimmen. Für einen relativ stinknormalen 1er BMW 41T? Respekt! Aber auch ein voll ausgestatteter MINI COOPER kommt über 30T Euro. Da muss man sich schon einmal an den Kopf fassen.

    Die etwas höherpreisigen Autos werden jedoch kaum noch bar bezahlt. Die Autohersteller locken mit abenteuerlich niedrigen Leasingraten( auch für idiotische Privatleute ) den Käufer ( m.E.n. ) in die Finanzierungsfalle.
    Denn wer glaubt denn bitte einen 5er BMW mit 299,- p.m seriös nach der Finanzierungszeit sein eigen nennen zu können? Da kommt dann der Finanzierungshammer...oder die Karre geht zurück und man hat treudoof seine Miete bezahlt. Toll.


  • Das kommt davon wenn sich die Preise immer weiter vom Markt wegbewegen. Wie soll sich denn ein Durchschnittsverdiener (ca.2500€ Netto) einen z.B. neuen Golf mit ein paar Extras noch leisten können? Es bleibt ja leider kaum was übrig nach Miete, Mietnebenkosten, Altersvorsorge, Telefon, Stom, Private Krankenzusatzversicherung, Arzt und Zahnartzkosten, Öl/Benzinpreise usw. Wie bitte soll man da ca. 25.000 € Euro für einen Neuwagen sparen (selbst 15.000 sind schon viel) der nach 5-6 Jahren auseinanderfällt? Das sind bei 25.000 €/6 Jahre ca. 4150€ im Jahr ohne Nebenkosten die ein Wagen verursacht.... geht in ganz ganz vielen Fällen einfach nicht! Aber das sollten eigentlich so hoch bezahlte Manager wissen das die Märkte einer gewissen Preiselastizität unterligen und Sie schon länge über die Schmerzgrenze der breiten Verbrauchermassse hinweg sind...

  • ... ganz meine Meinung - völlig übertrieben.

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