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Absatzflaute und Corona-Epidemie Die schwierige China-Mission von VW-Manager Wöllenstein

Stephan Wöllenstein ist China-Chef von VW und kämpft ohnehin schon mit schwachen Absatzzahlen – nun verschärft die Coronaepidemie das Dilemma.
18.02.2020 - 04:00 Uhr Kommentieren
VW: Volkswagen-China hat mit dem Coronavirus zu kämpfen Quelle: Volkswagen AG
Stephan Wöllenstein

Der Manager wurde im Januar 2019 zum CEO der Volkswagen Group China berufen.

(Foto: Volkswagen AG)

Peking Als Stephan Wöllenstein vor zwei Jahren CEO der Volkswagen-Gruppe China wurde, sah alles nach einem Traumjob aus. Chinas Nachfrage nach Fahrzeugen war zwei Jahrzehnte lang dynamisch gewachsen, das Land hatte sich zum größten Automarkt der Welt entwickelt. Und VW war mit mehr als vier Millionen verkauften Pkws erfolgreichster Autobauer im Land.

Der 56-Jährige als Leiter des chinesischen Tagesgeschäfts, Konzernchef Herbert Diess als Herr über die strategischen Fragen – diese Rollenteilung schien einer Erfolgsformel gleichzukommen. Schließlich besitzt Wöllenstein langjährige Erfahrungen im Marketing und Verkauf; er kennt sich mit China, wo er seit acht Jahren lebt, und den dortigen Kunden gut aus.

Doch seit Wöllensteins Antritt ist der chinesische Automarkt wie verhext. 2019 wurden mehr als acht Prozent weniger Fahrzeuge als noch im Vorjahr verkauft, die VW-Gruppe kam mit einem minimalen Zuwachs von 0,6 Prozent sogar noch glimpflich davon. Der Coronavirus-Ausbruch ist nun eine dramatische Zuspitzung der Krise. Bereits im Januar brachen die Autoverkäufe um 20 Prozent ein. Für Februar werden noch höhere Ausfälle sowohl beim Verkauf als auch in der Produktion erwartet.

VW und seine chinesischen Partner mussten die Inbetriebnahme ihrer Werke nach dem Neujahrsfest, das auf den Beginn des Coronavirus-Ausbruchs fiel, schon mehrmals verschieben. Die mit dem chinesischen Autohersteller-Verbund SAIC geführten Fabriken sollen erst nach dem 24. Februar wieder ihre Tore öffnen, hieß es nun am Montag – auch weil viele Arbeiter aufgrund der Reisebeschränkungen noch immer nicht zum Produktionsort zurückgekehrt sind und die Zulieferer erst langsam wieder mit der Herstellung ihrer Ware beginnen.

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    Wöllenstein veröffentlichte derweil in den sozialen Netzwerken einen Post, in dem er sich gegen Rassismus ausspricht. „Bekämpft das Virus, nicht seine Opfer“, schrieb er. In Zeiten, in denen immer mehr Chinesen wegen des Coronavirus diskriminiert werden, kommt das gut an.

    Mehr: Um zu überleben, muss VW zum Tech-Konzern werden, mahnt Konzernchef Diess in einer Rede vor Führungskräften. Toyota und Tesla sind für ihn Vorbilder.

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