Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Abwehrstrategie von Aventis bleibt in der Bewertung vielschichtig Aventis bleibt in Reichweite von Sanofi

Sanofi hat die Genehmigung der Fusion bei der EU beantragt. Die Börse wartet derweil auf höheres ein Angebot und den weißen Ritter Novartis.
  • S. Hofmann und H. Alich (Handelsblatt)

FRANKFURT/M Seit gut sechs Wochen liegt die Offerte auf dem Tisch. Ob Sanofi-Synthélabo mit dem feindlichen Übernahmeversuch beim doppelt so großen Konkurrenten Aventis Erfolg haben wird, bleibt indessen weiter offen. Eine Zwischenbilanz offenbart einen leichten Vorsprung für Aventis, der aber keineswegs uneinholbar ist.

Zumindest was die formalen Voraussetzungen angeht, ist Angreifer Sanofi weiter vorangekommen. So hat nach der französischen Börsenaufsicht nun auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) den Prospekt zum Umtauschangebot genehmigt. Damit sei die Offerte ab Montag auch in Deutschland eröffnet. Zudem wurde die angestrebte Fusion am Dienstag offiziell bei den EU-Wettbewerbsbehörden offiziell zur Genehmigung vorgelegt. Bei den US- Wettbewerbsbehörden will Sanofi bis Ende des Monats die Unterlagen einreichen, wie Sanofi-Chef Jean François Dehecq gestern erläuterte.

Gegenüber Medien und Analysten konzentrierte sich Dehecq unterdessen weiterhin darauf, die Performance und Wachstumsperspektiven von Sanofi herauszustellen und gegen die Zweifel der Gegenseite zu verteidigen. Die Argumente von Aventis beruhten zum Teil auf vollkommen falschen Zahlen, sagte er. Der Sanofi-Chef rechnet damit, dass das Wachstum von Sanofi im ersten Quartal ähnlich hoch ausfallen wird wie im Schlussquartal 2003. Im vergangenen Jahr legte Sanofi währungsbereinigt rund 15 % zu, fast dreimal so stark wie Aventis.

Vor allem die bisherige Erfolgsbilanz ist eines der zentralen Argumente Dehecqs im Ringen um Aventis. Investoren ist das jedoch bisher offenbar nicht genug. Sichtbares Indiz dafür ist der Abstand zwischen dem aktuellen Kurs von Aventis und dem Wert der Sanofi-Offerte (0,83 eigene Aktien plus 11,50 Euro je Aventis-Aktie). Dieser so genannte Spread zeigt sich nahezu unbeeinflusst von Argumenten und Aktionen auf beiden Seiten und bewegt sich bereits seit Anfang Februar in einer Spanne zwischen knapp fünf und acht Prozent. Der Börsenwert von Aventis – im Januar noch gleichauf mit dem von Sanofi – ist inzwischen knapp 10 Mrd. Euro höher als der des Konkurrenten.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen