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AceaEuropäischer Automarkt steht weiter unter Druck – Deutschland mit stärkstem Rückgang

VW, BMW, Mercedes: Deutsche Autokonzerne produzieren immer weniger Autos für den EU-Markt. Vier Länder verzeichnen besonders hohe Einbußen. 15.07.2022 - 13:18 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Der schwedische Autohersteller Volvo hat fast 50 Prozent weniger Autos produziert.

Foto: AP

Danzig,. Bei dem von Halbleitermangel und Lieferkettenstörungen gebeutelten EU-Automarkt zeigt sich noch kein Anzeichen einer Trendwende. Im Juni fielen die Pkw-Neuzulassungen um 15,4 Prozent auf 886.510 Fahrzeuge, wie der europäische Herstellerverband ACEA am Freitag mitteilte. Von den vier wichtigsten Märkten war der Rückgang am stärksten auf dem deutschen Markt zu spüren. So waren in Deutschland 18,1 Prozent weniger Pkws neu zugelassen worden als im Vorjahresmonat, in Italien betrug der Rückgang 15 Prozent, in Frankreich 14,2 Prozent und Spanien 7,8 Prozent. Im ersten Halbjahr sank die Anzahl der neu zugelassenen Autos in der EU um 14 Prozent auf etwa 4,6 Millionen Einheiten.

Auch Deutschlands Branchenprimus Volkswagen verkaufte im Juni weniger Autos: In Westeuropa lag das Minus bei 25,5 Prozent, in Zentral- und Osteuropa bei minus 44,2 Prozent.

Der Krieg in der Ukraine, der anhaltende Halbleitermangel und hochschnellende Rohstoff- und Energiekosten machten Autobauern in ganz Westeuropa - einschließlich der Länder der Europäischen Freihandelsassoziation EFTA und Großbritannien - in der ersten Jahreshälfte zu schaffen. Am härtesten getroffen waren die Hersteller Volvo und Mazda, mit Rückgängen von 49,1 beziehungsweise 47,5 Prozent. Die deutsche Marke VW büßte 22,3 Prozent gegenüber dem Corona-geprägten Vorjahr ein. Bei BMW waren es minus 19,3 Prozent, bei der Opel-Mutter Stellantis minus 15,4 Prozent und bei Mercedes-Benz minus 2,2 Prozent. Frankreichs Renault wuchs im gleichen Zeitraum um 0,8 Prozent.

Volkswagen punktet mit E-Autos

Der Wolfsburger Autobauer konnte im ersten Halbjahr mit seinen E-Autos kräftige Zuwächse erzielen. Die Auslieferungen von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEVs) schnellten um mehr als ein Viertel auf 217.100, wie Volkswagen bekannt gab. Damit erreichten die BEVs 5,6 Prozent des Gesamtabsatzes. Das ist vor allem auf das deutliche Wachstum in China zurückzuführen, wo sich mit 63.500 BEVs die Zahl gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdreifachte.

„Wir haben trotz herausfordernder Bedingungen, insbesondere im zweiten Quartal, unseren Hochlauf bei den elektrischen Fahrzeugen erfolgreich fortgesetzt“, erklärte VW-Vertriebschefin Hildegard Wortmann. „Die Nachfrage ist weiterhin hoch und wir rechnen mit einer verbesserten Versorgungssituation in der zweiten Jahreshälfte.“ Die Auslieferungen hätten im Juni bereits einen „deutlichen“ Aufwärtstrend gezeigt. „Wir arbeiten intensiv daran, den hohen Auftragsbestand zu reduzieren und die Lieferzeiten für unsere Kunden zu verkürzen.“ Am Ziel, im Gesamtjahr einen BEV-Anteil von sieben bis acht Prozent zu erreichen, halte sie fest.

Volkswagen-China-Chef Stephan Wollenstein bekräftigte, den Absatz in der Volksrepublik 2022 mehr als zu verdoppeln. Es sehe vielversprechend aus. „Wir hoffen, dass wir auch die notwendigen Teile beschaffen können“, fügte er hinzu.

rtr
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