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Ache-Übernahme Bieterkampf um brasilianischen Pharmakonzern

Novartis, Pfizer und Abbott Laboratories, alle drei wollen den brasilianischen Pharmakonzern Ache Laboratorios Farmaceuticos haben. Laut Insiderberichten beginnt gerade ein milliardenschwerer Bieterkampf.
03.04.2013 - 15:53 Uhr Kommentieren
An einer Übernahme sollen neben dem Schweizer Arzneimittelhersteller Novartis auch die beiden US-Konzerne Pfizer und Abbott Laboratories interessiert sein. Quelle: Reuters

An einer Übernahme sollen neben dem Schweizer Arzneimittelhersteller Novartis auch die beiden US-Konzerne Pfizer und Abbott Laboratories interessiert sein.

(Foto: Reuters)

New York/London Um den brasilianischen Pharmakonzern Ache Laboratorios Farmaceuticos zeichnet sich nach Informationen von Insidern ein milliardenschwerer Bieterkampf ab. An einer Übernahme sollen neben dem Schweizer Arzneimittelhersteller Novartis auch die beiden US-Konzerne Pfizer und Abbott Laboratories interessiert sein, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von zwei mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Die Gebote, die Ache mit mehr als fünf Milliarden Dollar bewertet könnten, seien in der zweiten April-Hälfte fällig. Auch der britische Pharmariese GlaxoSmithKline habe anfänglich Interesse gezeigt, sich aber inzwischen zurückgezogen. Vertreter der Pharmariesen lehnten eine Stellungnahme dazu ab. Ein Ache-Sprecher bekräftigte, das Unternehmen stehe nicht zum Verkauf.

Reuters hatte erstmals im Februar erfahren, dass Eigentümer der im Privatbesitz befindlichen Ache eine Veräußerung ihrer Anteile prüfen. Mit dem Kauf von Ache könnten die Pharmaunternehmen ihre Position auf dem Wachstumsmarkt Lateinamerika erheblich stärken. „Jedes große Pharmaunternehmen will in den Schwellenländern vertreten sein, und Ache ist das Kronjuwel in Brasilien“, erklärte ein Banker.

Ache ist gemessen am Pharma-Umsatz die Nummer vier in Brasilien. Im Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten ist das Unternehmen Marktführer. Die Firma hat aber auch nicht rezeptpflichtige Präparate im Angebot - dieser Markt wächst rasant. Ache dürfte im laufenden Geschäftsjahr ein Betriebsergebnis (Ebitda) von rund 300 Millionen Dollar erwirtschaften. Die Eigentümer sollen als Verkaufserlös ein hohes zweistelliges Vielfaches des Ebitda anstreben, erklärten die mit der Sache vertrauen Personen. Ein Mehrfaches von 15 bis 20 würde einen Verkaufspreis von 4,5 bis sechs Milliarden Dollar ergeben.

Im Februar hatte Reuters aus Kreisen erfahren, dass die Ache-Eigentümerfamilien Baptista and Siaulys die Investmentbank Lazard damit beauftragt haben, einen Verkauf ihrer Ache-Anteile zu prüfen. Dagegen wolle die Familie Depieri ihr Paket behalten.

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    Im Bieterrennen um den Gentechnikspezialisten Life Technologies hat der US-Laborausrüster Thermo Fisher offenbar den Schweizer Pharmakonzern Roche abgehängt. Thermo Fisher sei Favorit bei der Übernahme von Life, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Thermo Fisher könne beim Kauf des mit elf Milliarden Dollar bewerteten Unternehmens mehr einsparen als beispielsweise Finanzinvestoren. Der Branchenprimus biete zwischen 65 und 70 Dollar je Aktie.

    Das US-Unternehmen stellt biomedizinische Laborausrüstung her und ist in einem ähnlichen Bereich tätig wie der amerikanische Gentechnikspezialist Illumina, den Roche vor etwa einem Jahr für 6,8 Milliarden Dollar zu übernehmen versuchte. Das Vorhaben scheiterte an unterschiedlichen Preisvorstellungen.

    Noch bis zur kommenden Woche können Offerten für Life Tech eingereicht werden. Neben Roche und Thermo Fisher wird auch Danaher, KKR und einem Dreier-Konsortium aus Blackstone, Carlyle und Staatsfonds Temasek Interesse nachgesagt.

    An der Börse schlugen die Neuigkeiten keine großen Wellen. Die Anteile von Novartis und Roche notierten ein gutes halbes Prozent fester und entwickelten sich damit im Rahmen der europäischen Gesundheitswerte. GlaxoSmithKline zogen leicht an.

    • rtr
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