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Actelion Medikament verfehlt gewünschte Wirkung

Das Schweizer Biotechunternehmen Actelion hat mit seinem Wirkstoff Macitentan einen Rückschlag erlitten. Das Medikament verfehlte sein Hauptziel im Einsatz gegen Lungenfibrose. Dies hätte das Umsatzpotenzial verdoppeln können.
29.08.2011 - 12:30 Uhr Kommentieren
  • Reuters
huGO-BildID: 21814344 A general view shows Swiss biotech group Actelion Headquarters in Allschwil near Basel, April 23, 2011.The Swiss biotech group faces a tougher battle at its annual general meeting on Thursday, May 5, 2011, after a U.S. court awarded Asahi Kasei Pharma Corporation up to $547 million over a licensing and development dispute with an Actelion unit. Picture taken April 23, 2011. REUTERS/Christian Hartmann (SWITZERLAND - Tags: BUSINESS HEALTH) Quelle: Reuters

huGO-BildID: 21814344 A general view shows Swiss biotech group Actelion Headquarters in Allschwil near Basel, April 23, 2011.The Swiss biotech group faces a tougher battle at its annual general meeting on Thursday, May 5, 2011, after a U.S. court awarded Asahi Kasei Pharma Corporation up to $547 million over a licensing and development dispute with an Actelion unit. Picture taken April 23, 2011. REUTERS/Christian Hartmann (SWITZERLAND - Tags: BUSINESS HEALTH)

(Foto: Reuters)

In einer Phase-II-Studie verfehlte Macitentan das Hauptziel, die Funktion der Lunge bei Patienten mit Lungenfibrose (IPF) zu verbessern. Actelion verzichtet deshalb auf die Einleitung einer Phase-III-Studie für diese Anwendung, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Früheren Firmenangaben zufolge hätte der Einsatz gegen Lungenfibrose das Umsatzpotential des Medikaments verdoppelt.

Immerhin erwies sich das Medikament als sicher und verträglich. Dies ist ein gutes Zeichen für die Anwendung von Macitentan zur Behandlung von Bluthochdruck im Lungenkreislauf (PAH). Für diese Indikation läuft bereits eine Phase-III-Studie, deren Ergebnisse in der ersten Hälfte 2012 erwartet werden. Macitentan soll Nachfolger des Milliarden-Produkts Tracleer werden, das 85 Prozent des Unternehmensumsatzes beisteuert, aber 2015 den Patentschutz verliert.

Dass Macitentan auch in einer hohen Dosierung sicher sei, beurteilte Vontobel-Analyst Andrew Weiss als beruhigend. Dies dürfte das Vertrauen in die Produkt-Pipeline von Actelion erhöhen. Die Aktie legte 1,3 Prozent auf 32,91 Franken zu, während der europäische Sektorindex unverändert notierte. Weiss schätzt das Umsatzpotential für Macitentan gegen PAH auf zwei Milliarden Franken. Mit einer Phase-III-Studie gegen IPF hatte der Analyst gar nicht gerechnet.

 

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