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Agrochemie-Fusion Ein gutes Signal für Bayer

Die USA haben keine Sicherheitsbedenken bei der Übernahme des weltgrößten Pflanzenschutzherstellers Syngenta durch den chinesischen Konzern Chemchina. Für Bayer ist dies ein wertvolles Signal im Kampf um Monsanto.
22.08.2016 - 14:19 Uhr 2 Kommentare
Die Fusion von Chemchina und Syngenta könnte Vorbild für den milliardenschweren Bayer-Monsanto-Deal sein. Quelle: dpa
Bayer-Werk

Die Fusion von Chemchina und Syngenta könnte Vorbild für den milliardenschweren Bayer-Monsanto-Deal sein.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Darauf haben die Aktionäre von Syngenta gewartet: Um zwölf Prozent schoss am Montag die Aktie des weltgrößten Herstellers von Pflanzenschutzmitteln in die Höhe. Denn einer Übernahme des Schweizer Unternehmens durch den führenden chinesischen Chemiekonzern Chemchina steht nun praktisch nichts mehr im Wege. Die letzte Hürde war die Entscheidung des Committee on Foreign Investment in the U.S. (Cfius), dass am Montag die in diesem Fall ihre Zustimmung für die 43 Milliarden Dollar schwere Übernahme erteilte.

Das Cfius wird vom US-Finanzminister geleitet und besteht aus Experten weiterer Ministerien. Dabei geht es nicht nur um militärische Fragen, sondern auch um die Versorgung mit Lebensmitteln und der Entwicklung der eigenen Landwirtschaft. Darauf hat die Übernahme von Syngenta Einfluss. Schließlich versorgen die Schweizer die US-Farmer mit Pflanzenschutzmitteln und Saatgut.

Im Februar hatte Chemchina den Kauf von Syngenta angekündigt und den Aktionären einen Preis von 465 Dollar pro Aktie plus eine Sonderdividende von fünf Dollar angeboten. Die Übernahme soll die Chinesen an die Spitze des Agrochemieweltmarkte bringen und zudem ihre eigene Landwirtschaft modernisieren. Zuvor notierte der Syngenta-Aktienkurs weit unter dem Angebotspreis. Grund: Anleger fürchteten, dass die Amerikaner den Deal blockieren könnten.

Unter Experten und Anlegern galt es als wahrscheinlich, dass der Vorstoß der Chinesen bei Syngenta innerhalb des US-Komitees als kritisch betrachtet wird – auch weil Teile der Öffentlichkeit Front gegen die Chinesen machten. Rund ein Viertel des Umsatzes von zuletzt 13,4 Milliarden Dollar machen die Schweizer in Amerika. Wichtiger noch: Syngenta hat dort ein weltweites Zentrum für die gentechnische Entwicklung von Pflanzen angesiedelt. Es wird im Fall der Übernahme künftig von Chemchina kontrolliert.     

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    Doch die Befürchtungen erweisen sich als grundlos. Syngenta äußerte sich am Montag zwar nicht im Detail dazu, welche Zugeständnisse dem Cfius in den Verhandlungen gemacht wurden. Der Konzern unterstrich aber, dass diese „nicht materiell für sein Geschäft“ seien – man kann also mit den Zugeständnissen leben.

    Mit der Zustimmung des Cfiushat Chemchina die entscheidende Hürde bei der Übernahme gewonnen. Zwar stehen noch kartellrechtliche Entscheidungen aus, doch dabei dürfte es keine Probleme geben: Chemchina ist bisher kaum in der Agrochemie vertreten.

    Die Freigabe des Deals ist für die Leverkusener Bayer AG ein gutes Signal. Die Deutschen wollen für 64,5 Milliarden Dollar den US-Saatgurtspezialisten Monsanto übernehmen und stecken seit Wochen mit dem Management des US-Konzerns in Verhandlungen.

    Eine Option weniger für Monsanto
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    2 Kommentare zu "Agrochemie-Fusion: Ein gutes Signal für Bayer"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich traue dem Bayer-Management, und speziell dem CEO Baumann, durchaus zu, dass es etwaige Klagen bei der Due Diligence mit einkalkuliert und -einpreist. Umsonst wird man nicht so einfach DAX-CEO.

    • Sobald die Monsanto Übernahme durch Bayer perfekt ist kann die Klagewelle aus den USA/Rest-der-Welt gegen Monsanto/Bayer rollen. Man sucht nur einen Trottel den man anschliessend ausnehmen kann, da kommt Bayer gerade recht.

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