Airbus Fernando Alonso übernimmt Spitze der Militärfliegersparte

Infolge der A400M-Pannenserie übernimmt der Spanier Fernando Alonso die Spitze der Militärfliegersparte bei Airbus. Er löst damit Domingo Urena-Raso ab. Rüstungschef Bernhard Gerwert kündigt weitere Veränderungen an.
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Der bisherige Leiter der Flugerprobung, Fernando Alonso, übernimmt bei Airbus die Spitze der Militärflugzeugsparte. Quelle: ap

Der bisherige Leiter der Flugerprobung, Fernando Alonso, übernimmt bei Airbus die Spitze der Militärflugzeugsparte.

(Foto: ap)

Paris/MünchenAirbus tauscht nach einer Pannenserie den Chef seiner Sparte Militärflugzeuge aus. Der Spanier Fernando Alonso löst auf dem Posten seinen Landsmann Domingo Urena-Raso ab, der zurücktrat und andere Aufgaben im Konzern übernimmt, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Der 58-Jährige Alonso leitete bisher die Flugerprobung bei Airbus.

Das pannengeplagte A400M-Programm werde zudem neu aufgestellt, kündigte Airbus-Rüstungschef Bernhard Gerwert an. Das soll die Produktion des Militärfliegers effizienter machen und die jüngsten Schnitzer ausbügeln.

Für alle Produktionsfragen des Transporters sei künftig die Operations-Einheit der Rüstungssparte unter Pilar Albiac-Murillo zuständig, hieß es. Entwicklung und Auslieferung blieben beim relativ neuen Chef des A400M-Programms, Rafael Tentor.

Gerwert räumte ein, beim Hochfahren der Fertigung des A400M habe die Leistung unter den eigenen Erwartungen gelegen. "Wir werden unser Bestes geben, um die Sorgen unserer Kunden zu zerstreuen und das Flugzeug so schnell wie möglich zu liefern."

Das sind die Verkaufsschlager von Airbus
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Platz 12 - A330-200F - 26 ausgelieferte Flugzeuge

Das am wenigsten verkaufte Flugzeug von Airbus ist die Frachtversion der A330-200. Am 5. November 2009 erfolgte der Erstflug vom Flughafen Toulouse-Blagnac aus (Foto). Der neue Frachter hat eine etwas höhere Nutzlast als das bisherige A300-Frachtmodell sowie eine größere Reichweite. Bei den Passagierversionen der A330 ist der Kabinenboden beim Aufenthalt am Boden leicht abschüssig, da das Bugfahrwerk etwas kürzer als das Hauptfahrwerk ist. In der Frachtversion ist das Fahrwerk leicht versetzt, damit der Boden eben ist. Anders als in der Passagierversion wurde die Technologie der A380 verbaut. Im Juli 2010 wurde der erste Airbus A330-200F im Rahmen der Farnborough International Airshow an Etihad Crystal Cargo ausgeliefert. Kostenpunkt für den Flieger: 224,8 Millionen Dollar laut Airbus-Preisliste.

Stand: Ende Mai 2014, Quelle: Airbus, Statista

A318
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Platz 11 - A318 - 79 ausgelieferte Flugzeuge

Die A318 fasst in der normalen Ausstattung rund 107 Passagiere und ist die kleinste Version des A320. Kurz nach dem Erstflug am 15. Januar 2002 sorgten Probleme mit den Triebwerken für Negativschlagzeilen, einige Bestellungen wurden storniert. Daraufhin wurde die Technik überarbeitet. Ein Airbus A318 kostet laut Liste 71,9 Millionen Dollar. Da leichtere Konkurrenz insbesondere des brasilianischen Flugzeugbauers Embraer deutlich wirtschaftlicher ist, fallen die Verkaufszahlen des kleinen Airbus-Jets relativ gering aus. Der sogenannte „Baby-Bus“ wird von Air France, Avianca und British Airways eingesetzt.

Thai traditional dancers perform in front of a new A340-500 during a ceremony at Bangkok International Airport
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Platz 10 - A340-500/600 - 131 ausgelieferte Flugzeuge

Die Ultralangstreckenversion des A340 wurde unter anderem auf dem längsten Linienflug der Welt eingesetzt. Den 16.668-Kilometer-Flug zwischen Singapur und New York hat Singapore Airlines allerdings eingestellt. Damit das Flugzeug genug Treibstoff für diese Reichweite hat, ist im Rumpf ein zusätzlicher Tank eingebaut. Bester Abnehmer der Modells ist Emirates.

huGO-BildID: 33852277 Ruler of Dubai Sheikh Mohammed Bin Rashid al-Maktoum (L) walks past an Emirates Airline's Airbus A380 as he attends the op
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Platz 9 - A380 - 132 ausgelieferte Flugzeuge

Das größte Modell der zivilen Luftfahrt machte immer wieder mit Haarrissen in den Tragflächen negative Schlagzeilen. Auch in der Entwicklungsphase musste Airbus immer wieder Rückschläge hinnehmen. Der Riesenflieger ist noch dazu nicht gerade ein Verkaufsschlager. Größter Kunde ist die arabische Airline Emirats (hier links im Bild: Dubais Herrscher Scheich Al Maktum). Der Listenpreis liegt derzeit bei 414,4 Millionen Dollar pro Maschine, allerdings können die meisten Fluggesellschaften mit deutlichen Rabatten rechnen.

Fraport Hauptversammlung
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Platz 8 - A340-200/300 - 246 ausgelieferte Flugzeuge

Die A340-200 ist rund fünf Meter kürzer als die Grundversion und wird vor allem auf Langstrecken eingesetzt. Entwickelt wurde das Modell ab 1987, im Jahr 1993 nahm die erste Maschine bei der Lufthansa ihren Dienst auf. Bis heute gehört die deutsche Airline zu den wichtigsten Nachfragern der A340-200. Durch sein leichtes Gewicht hat der Flieger eine Reichweite von durchschnittlich 14.000 Kilometern. 1994 stellte eine Maschine sogar einen Reichweitenrekord für vierstrahlige Passagiermaschinen auf und flog bei einem Testflug von Paris nach Auckland 19.000 Kilometer weit. Doch wegen der hohen Betriebskosten blieb die Nachfrage gering.

Beginn der 13. Deutsch-Russische Regierungskonsultationen
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Platz 7 - A310 - 255 ausgelieferte Flugzeuge

Die zweistrahlige Maschine wurde nur bis 2007 verkauft. Als Weiterentwicklung der A300 ist sie besonders beliebt als Regierungsflugzeug. Neben deutschen Ministern fliegen auch Regierungsmitglieder aus Thailand, Frankreich, Kanada, Pakistan und Spanien mit der Airbus-Maschine. Als Frachtmaschine für Fedex fliegen derzeit 30 Maschinen dieses Typs, als Passagiermaschine war die A310 unter anderem bei Singapore Airlines und der Lufthansa im Einsatz.

An Airbus A330-300 aircraft of Taiwan's Eva Airlines is seen with Hello Kitty motifs in Taoyuan International Airport, northern Taiwan
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Platz 6 - A330-300 - 525 ausgelieferte Flugzeuge

Das Langstreckenflugzeug ist bei den Kunden weiterhin gefragt. Rund 300 Passagiere können in der Großraummaschine transportiert werden, der aktuelle Listenpreis beträgt rund 246 Millionen Euro. Wichtigster Abnehmer ist die chinesischer Airline Cathay Pacific. Hier im Bild: Ein Flieger der taiwanischen Eva Airlines im „Hello Kitty“-Design.

Nach den jüngsten Verzögerungen bei Militärtransportern gerät die Airbus-Spitze zunehmend unter Druck. Vor allem für Konzernchef Tom Enders, der die Bundesregierung wiederholt wegen ihrer Rüstungsexportpolitik angegriffen hatte, wird es zunehmend ungemütlich. Erst jüngst musste er sich in Großbritannien für Lieferpannen entschuldigen.

Anfangs hatten beim Bau des von europäischen Truppen heiß ersehnten Transporters vor allem die Turboprop-Triebwerke Probleme gemacht. Zuletzt konnte Airbus Insidern zufolge nicht genügend Rümpfe für das Modell fertigstellen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zürnt mit dem paneuropäischen Konzern, mit dem ihr Haus regelmäßig wegen Kosten und Lieferzeiträumen über Kreuz liegt.

Enders sagte in Paris, dass Airbus Strafzahlungen an europäische Staaten für die jüngsten Verspätungen und technischen Probleme beim A400M leisten müsse. Das Unternehmen werde jedoch nicht die Regierungen um weitere finanzielle Hilfen über die im Jahr 2010 bereits erhaltenen 3,5 Milliarden Euro bitten. Die "Zahlen werden zeigen, dass 2014 ein gutes Jahr war", ergänzte Enders. Airbus präsentiert seine Bilanz am 27. Februar der Öffentlichkeit.

  • rtr
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