Airbus-Prognose Weltweite Flugzeugflotte soll sich verdoppeln

Flugzeugbauer Airbus rechnet mit einem Billionengeschäft. In den kommenden zwanzig Jahren soll der Flugverkehr massiv zunehmen. Insbesondere asiatische Airlines und die Billigflieger sollen expandieren.
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Der chinesische Luftfahrtmarkt soll in den kommenden 20 Jahren massiv wachsen. Quelle: Reuters

Der chinesische Luftfahrtmarkt soll in den kommenden 20 Jahren massiv wachsen.

(Foto: Reuters)

LondonDer weltweite Flugverkehr wird in den kommenden 20 Jahren massiv zunehmen, prognostiziert der europäische Flugzeugbauer Airbus. 4,4 Billionen Dollar werden die Fluggesellschaften bis 2032 in neue Flugzeuge investieren, sagt Airbus in einer heute vorgestellten Wachstumsprognose voraus. Insgesamt sollen 29.220 Flugzeuge verkauft werden, ein Wachstum von jährlich 4,7 Prozent. Die weltweite aktive Flotte werde so auf 36.560 Flugzeuge anwachsen. Heute sind weltweit gerade einmal 17.740 Passagierflieger unterwegs.

Angetrieben werde das Wachstum vor allem von der steigenden Nachfrage in Indien und China, sowie vom Flottenausbau der Billigflieger. Allein in Indien werde der Flugverkehr im Landesinneren um zehn Prozent zulegen, in China um sieben Prozent. Während heute nur jeder fünfte Einwohner in den Schwellenländern einmal jährlich fliegt, soll der Anteil der Passagiere bis 2032 auf zwei Drittel steigen. Asien, so die Prognose, werde so zum größten Luftfahrtmarkt der Welt aufsteigen und Nordamerika und Europa überholen.

Entsprechend hoch werde die Nachfrage sein. 36 Prozent aller neuen Jets werden künftig in Asien verkauft, so Airbus. Für den Flugzeugbauer hat diese Prognose große strategische Bedeutung. Denn der Verkaufsfokus würde sich deutlich Richtung Osten verschieben. Der bisher wichtige europäische Markt käme nur auf einen Anteil von 20 Prozent, der US-Markt auf 19 Prozent.

Den größten Anteil am Wachstum sollen Mittelstreckenflieger wie die A320 oder die Boeing 737 haben. In Zukunft sollen die Flugzeuge rund 71 Prozent aller Bestellungen ausmachen. Diese Entwicklung ist vor allem dem Wachstum der Billigflieger zu verdanken, deren Anteil am weltweiten Flugverkehr von 17 auf 21 Prozent steigen soll.

Für den Profit bleiben allerdings Mittelstreckenflieger wie die A350 oder die Boeing 787 von entscheidender Bedeutung. Obwohl ihr Anteil an den Auslieferungen nur 23 Prozent beträgt, sollen sie wie die Mittelstreckenflieger einen Gesamtprofit von 1,8 Billionen Dollar einspielen. Daher ist es für Airbus wichtig, mit der neuen A350 in dieser Kategorie den Druck auf Konkurrent Boeing und dessen Dreamliner zu erhöhen.

Unterschiedlich fallen die Prognosen der großen Flugzeugbauer bei den Riesenfliegern aus. Während Boeing den Markt für den A380 und die 747-8 auf gerade einmal 760 Flugzeuge beziffert, rechnet Airbus mit einem Markt für 1.334 Flugzeuge im Wert von 519 Milliarden Dollar.
Die Prognose hat vor allem strategische Bedeutung: Vergangenes Jahr hatte Airbus den Titel als größter Flugzeugbauer der Welt erstmals seit 2003 wieder an den US-Konkurrenten Boeing abtreten müssen.

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7 Kommentare zu "Airbus-Prognose: Weltweite Flugzeugflotte soll sich verdoppeln"

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  • Nur Sie selbst sind der Richtige, um den Airbusleuten ein nicht-wachsendes Flugzeug, bzw. eines, das unfähig zur Vermehrung ist, zu empfehlen. Ist Ihr mathematischer Verstand erst ganz am Anfang, oder schon am Ende der erwähnten Exponentialfunktion?

  • Damit rückt sicher auch der Emmisionsgrad des weltweiten Schiffsverkehrs in das Bewusstsein der Propheten. Er liegt in der gleichen Größenordnung, und beträgt zwischen 7-10%.
    Schade, dass die Grünen vom unverständigen Wähler so geschwächt worden sind, sonst hätten Claudia Roth und Trittin den Japanern, Amerikanern, Chinesen es mal so richtig zeigen können: Die Zukunft auf dem Meer liegt bei Wind und Sonne, jawoll! Die griechischen Reeder hätte man ja davon ausnehmen können, um deren steuerfreie Milliardeneinkommen nicht zu gefährden.

  • ...könnte den Verantwortlichen bei Airbus mal irgendjemand erklären, dass Wachstum eine Exponentialfunktion ist und gezwungenermassen recht bald schon an deutliche Grenzen stossen wird? In welcher Welt leben diese Herren denn? Hochdotierte Zahlenspieler ohne jeglichen Weitblick und Verantwortung?

  • Ohne Kohlendioxid (CO2), Wasserdampf (H20), Stickoxid (Nox), Kohlenwasserstoff (CxHy) und Ruß gäbe es weder pflanzliches, tierisches noch menschliches Leben auf der Erde. Dann hätten sich auch die Kommentare von Frau "Profitgeile-dumme-Menschheit" erübrigt, die unterhalb des süddeutschen Realschulniveaus angesiedelt sind.

  • "Weltweite Flugzeugflotte soll sich verdoppeln"
    Die Einnahmen bei den Airlines werden sich dann wohl halbieren. Der Prozess ist schon im vollen Gange.Stellt sich nur die Frage wer mit der Einnahmesituation noch Flugzeuge kaufen kann.

  • Ich glaube bei den Herrschaften ist noch nicht angekommen, dass sich das Bewusstsein in der Bevölkerung glücklicherweise geändert hat. Niemand steigt mehr so unkritisch in ein Flugzeug und vergiftet auf Jahre hinaus die Atemluft seiner Kinder und Enkel. Fliegen ist out!
    Zudem ist das Wachstum ohne hin endlich am Ende. Die Menschen sehen den Sinn nicht mehr im Konsum und dem Wunsch nach immer mehr. Es sind andere Dinge ins Blickfeld gekommen, die das Leben lebenswert machen. Und das ganz ohne Umweltzerstörung. Tja, schade für die ewig gestrigen Wachstumsgläubigen.

  • Wie sieht es dann mit der Umwelt aus?
    Habt ihr einen zweiten bewohnbaren Planeten wie die Erde in petto???
    Geld kann man nicht essen, auch gibt es dafür keine neue Ozonschicht zu kaufen, welche das Leben in jetziger Form erst möglich macht. Ohne Ozonschicht würde hier unten alles den Strahlungstod sterben. Die Verbrennung von Kerosin erzeugt Kohlendioxid (CO2), Wasserdampf (H20), Stickoxid (Nox), Kohlenwasserstoff (CxHy) und Ruß. Neue, bisher unveröffentlichte Untersuchungen im Auftrag der EU-Kommission belegen, dass Fliegen das Klima etwa doppelt so stark belastet wie lange angenommen. Neben Treibhausgasemissionen wurden weitere klimaschädliche Effekte wie Kondensstreifen und künstliche Wolkenbildung berücksichtigt. Der Anteil des Flugverkehrs am globalen Treibhauseffekt beträgt demnach mittlerweile fast 9 Prozent. Dietrich Brockhagen, Germanwatch: „Die neuen Ergebnisse sind bestürzend. Der Flugverkehr verändert die Bewölkung und greift damit direkt in das lokale Klima ein. Den Schaden, den ein durchschnittlicher Autofahrer in fünf Jahren verursacht, schafft ein Flugzeugpassagier auf der Reise von Frankfurt nach Los Angeles und zurück.“

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