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Airbus-Sparprogramm Deutsche haben offenbar gut gepokert

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Wo Airbus was in Europa produziert. Grafik: Handelsblatt

Wo Airbus was in Europa produziert. Grafik: Handelsblatt

„Es ist eine gute Lösung gefunden worden“, hieß es am Montagabend aus Kreisen von EADS. „Die deutschen Interessen sind gewahrt worden“, hieß es weiter. Nicht zuletzt der massive Druck deutscher Politiker und Gewerkschafter hatte die Präsentation des Sanierungsplans vergangene Woche platzen lassen. Im Airbus-Mutterkonzern EADS hatte das deutsche Management um Tom Enders mehr Arbeitsanteile am Bau des neuen Airbus-Hoffnungsträgers A350 gefordert. Das Langstreckenflugzeug soll ab 2013 fliegen und wird vorwiegend aus leichten, modernen Verbundstoffen gefertigt.

Der Streit über die Airbus-Sanierung und die künftige Aufgabenverteilung hat auch den deutsch-französischen Gipfel zwischen Jacques Chirac und Bundeskanzlerin Angela Merkel belastet. Beide forderten eine „faire Lastenverteilung“ und gleichberechtigten Zugang zu Zukunftstechnologien. Aus Kreisen der Bundesregierung verlautete am Montag, man sei mit der gefundenen Lösung zufrieden. EADS will bis 2010 gut 5 Mrd. Euro einsparen und danach die Kosten um 2,1 Mrd. Euro pro Jahr senken.

Gewerkschaften sind am Zug

Die bei EADS engagierten Gewerkschaften wollen sich am heutigen Dienstag in Brüssel zu Gesprächen über die derzeitige Krise treffen. Vor allem die deutsche IG Metall beharrte zuletzt auf dem Erhalt aller sieben Airbus-Standorte. Offen drohten Belegschaftsvertreter in den vergangenen Tagen mit einem Arbeitskampf, sollten die deutschen Beschäftigten über Gebühr belastet werden.

Airbus ist in den vergangenen Monaten in eine tiefe Krise gerutscht. Die Auslieferung des Flaggschiffs A380 musste wegen Problemen mit der Verkabelung zweimal verschoben werden und kommt jetzt erst zwei Jahre später zu den Kunden. Airbus kostet die Verzögerung bis 2010 mindestens 5 Mrd. Euro.

Das Langstreckenflugzeug A350 fiel bei den Kunden durch und muss völlig neu konstruiert werden. Die Neuentwicklung kostet den Konzern mindestens 10 Mrd. Euro. Schlimmer noch ist der Verfall des US-Dollars, der das Unternehmen im abgelaufenen Jahr mit fast 900 Mill. Euro belastet. Da die günstigen Kurssicherungen auslaufen, muss Airbus seine Kosten wegen der dollarbedingt geringeren Erlöse reduzieren.

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