Airbus streicht 2000 Stellen Eurofighter-Standort verliert die meisten Arbeitsplätze

Der geplante Abbau tausender Arbeitsplätze im Rüstungsbereich von Airbus trifft Deutschland hart. Allein am Standort Manching sollen 1000 Jobs wegfallen – Kündigungen sind nicht ausgeschlossen.
Update: 28.01.2014 - 17:34 Uhr Kommentieren
Auf dem Luftwaffenstützpunkt Manching wurden auch die umstrittenen Kampfdrohnen „Euro Hawk” produziert. Quelle: dpa

Auf dem Luftwaffenstützpunkt Manching wurden auch die umstrittenen Kampfdrohnen „Euro Hawk” produziert.

(Foto: dpa)

ManchingDer massive Stellenabbau im Rüstungsgeschäft der Airbus Group trifft vor allem den Süden Deutschlands hart. Allein im oberbayerischen Manching, wo unter anderem das Kampfflugzeug Eurofighter montiert wird, sollen 1010 Jobs gestrichen werden, wie es am Dienstag aus Unternehmenskreisen hieß. Die Airbus Group (früher EADS) dementierte die Zahlen nicht. Am Mittag wurden die Mitarbeiter auf einer Betriebsversammlung informiert. Weitere Standorte in Bayern und auch in Baden-Württemberg sind besonders betroffen.

Teilnehmer auf der Versammlung in Manching berichteten von einer aufgeheizten Stimmung. Leider habe es keine Signale der Unternehmensführung gegeben, auf Kündigungen zu verzichten, sagte der für Airbus zuständige IG Metall-Sekretär, Bernhard Stiedl. Er forderte erneut den Verzicht auf Entlassungen.

Der Airbus-Konzern hatte zuvor in Gesprächen mit dem Betriebsrat die Zahlen für die betroffenen Standorte konkretisiert. So sollen in Friedrichshafen 332 Stellen gestrichen werden, in Ulm 315, in Ottobrunn bei München 131, in Bremen 174 sowie in Unterschleißheim 249 Jobs. Zudem sollen die dort verbleibenden 1400 Mitarbeiter nach Ottobrunn umziehen. Über die Pläne hatten auch „Donaukurier“, „Augsburger Allgemeine“ und „Münchner Merkur“ berichtet.

Die Airbus-Group hatte bereits vor dem Jahreswechsel den Abbau von insgesamt bis zu 5800 Arbeitsplätzen bis 2016 angekündigt, davon allein rund 2600 in Deutschland. Nach den aktuellen Plänen stehen nun in Deutschland 2211 Stellen auf der Liste. Der Großteil soll sozialverträglich abgebaut werden, auch Nichtwiederbesetzung von Arbeitsplätzen ist vorgesehen. Von Anfang an hatte der Konzern Kündigungen aber nicht ausgeschlossen. „Wir schätzen derzeit, dass sich die Anzahl der Entlassungen in der gesamten Gruppe am Ende auf 1000 bis 1450 Stellen beläuft“, sagte ein Sprecher.

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