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Airbus und Boeing Der überflüssige Krieg

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Boeing fördert diese Absichten und hat große Teile der Produktion für die neue 787 nach Italien und Japan ausgelagert, inklusive High-Tech-Arbeiten. Airbus hat das Outsourcing ebenfalls in großem Umfang betrieben. Aufträge für Zigmilliarden Dollar sind an Komponentenlieferanten in den USA und neu entstehende Montagearbeiten in China geflossen.

Mit diesem Trend werden die USA und Europa im globalen Wettbewerb des zivilen Flugzeugbaus zu Teilnehmern und Zuschauern gleichermaßen. Zu ihren Ehren muss man feststellen, dass weder die USA noch europäische Staaten jemals verlangt haben, dass nationale Airlines ihr Fluggerät von nationalen Herstellern beziehen. Ähnliche Absichtserklärungen von China und Japan können nicht unbedingt für bare Münzen genommen werden.

Wichtige Segmente der Flugzeugindustrie sind inzwischen nach Asien ausgelagert worden, angezogen von Subventionen und den Aussichten auf bevorzugte Auslieferung fertig montierter Flugzeuge. Jim McNerney, der Chef von Boeing, sagte erst kürzlich voraus, dass mit China der dritte große Hersteller heranwächst, der seinen Konzern und Airbus in den nächsten Jahrzehnten herausfordern werde. Mehr als alles andere sollte dieser Trend eine engere Kooperation zwischen den Regierungen in den USA und Europa auslösen.

Lassen Sie mich daher mit einer Beobachtung über den dreißigjährigen Krieg und einer Empfehlung für einen Burgfrieden schließen:

Die Beobachtung: Ein Schiedsspruch der WTO bringt keine dauerhafte Lösung für den Konflikt. Die Geschichte der Streitfälle zwischen Kanada und Brasilien vor Gatt und WTO über ihre Beihilfen an die Hersteller von Regionaljets, Bombardier und Embraer, unterstreicht das wenig befriedigende Resultat des WTO-Urteils. In der Schlacht zwischen Kanada und Brasilien, die sich über drei Verfahrensebenen erstreckte, haben beide Seiten gewonnen, beide verloren und keine von beiden hat sich vollständig an den Schiedsspruch gehalten. Kanada und Brasilien haben die Urteile zu keinem Zeitpunkt genutzt, um zu einer Verhandlungslösung zu gelangen.

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