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Airbus verdrängt Wie Boeing wieder zum Champion der Flugzeugbauer wurde

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Jumbo-Wettkampf angenommen
Wer Boeing und Airbus Feuer unterm Hintern macht
Boeing 787 Dreamliner airframe #8 is readied for takeoff departure at Paine Field in Everett, Washington for delivery to first customer All Nippon Airways of Japan
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Mit dem neuen Superflieger 787 will der amerikanische Flugzeugbauer Boeing wieder zum Liebling der Luftfahrtgesellschaften werden. Doch so rosig die Zukunft aussieht, so bescheiden ist die Gegenwart. Noch ist der technologische Wundervogel für Boeing ein wirtschaftlicher Alptraum. Das ehrgeizige Outsourcing-Konzept - die meisten Teile des Vogels werden außerhalb des Konzerns gefertigt - hat den Start um Jahre verzögert. Auch der Wettbewerb wird schärfer. Neue Anbieter setzen die etablierten Flugzeugbauer unter Druck.

(Foto: Reuters)
Airbus A380
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Das bekommt auch Konkurrent Airbus zu spüren. Als Reaktion auf die 787 von Boeing hat jetzt der Bau des A350 begonnen. Mehr als zehn Milliarden Euro haben Airbus und der Mutterkonzern EADS in die Entwicklung des Dreamliner-Konkurrenten investiert. Es ist das mit Abstand wichtigste Projekt des europäischen Flugzeugbauers. Doch nicht nur die Konkurrenz durch den amerikanischen Wettbewerber ist groß - neue, flexible Anbieter machen den alten Platzhirschen zu schaffen. Ein Überblick.

(Foto: dpa)
Embraer CEO Botelho adjusts his glasses during Reuters Aerospace and Defense Summit in Washington
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Embraer ist heute der drittgrößte Flugzeugbauer nach Airbus und Boeing. Diesen Erfolg hat das brasilianische Unternehmen vor allem seinem ehemaligen Chef Mauricio Botelho (Bild) zu verdanken. Er übernahm den einstigen Staatsbetrieb kurz nach der Privatisierung 1995, sanierte ihn und brachte ihn wieder auf Kurs. Entscheidend für den Aufstieg des Herstellers war ein Deal mit Continental Express. Die damalige Regionaltochter von Continental Airlines wollte neue 50-Sitzer-Jets. Der brasilianische Flugzeughersteller setzte alles auf eine Karte und machte der Airline ein unschlagbares Angebot. Und tatsächlich ging beim Bau der ERJ 145 alles glatt. Am Ende kaufte die amerikanische Airline 275 Jets. 274 davon flogen auch 2010 noch, einer musste nach einem Unfall abgeschrieben werden.

(Foto: Reuters)
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Auf dem Erfolg konnte sich Embraer nicht ausruhen. Schon bald wurde die Embraer 170 angeboten, ein völlig neu konzipiertes Flugzeug mit 70 Sitzen, das in seiner verlängerten Version Embraer 195 heute bis zu 110 Passagieren Platz bietet. Bis Ende 2010 verkaufte das Unternehmen 916 Stück der in vier Versionen angebotenen Flugzeugfamilie. Schwierigkeiten gab es allerdings bei der Zuverlässigkeit der Maschinen. Embraer brauchte fast sieben Jahre, um schließlich das gewünschte Niveau zu erreichen. 2009 stieg der Flugzeugbauer schließlich auch ins Militärgeschäft ein. Die brasilianische Luftwaffe beauftragte das Unternehmen damit, ein neues Transportflugzeug mit der Bezeichnung KC-390 zu entwickeln. Der Rumpf dieser Maschine ist breiter als der der Boeing 767.

(Foto: ap)
Airbus-Rivalen Boeing und Embraer arbeiten zusammen
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Die Modellpalette des brasilianischen Herstellers endet bisher bei Maschinen mit 124 Sitzplätzen, Boeings 737 beginnt bei 150 Sitzen. Pläne für ein größeres Passagierflugzeug hat das inzwischen privatisierte Staatsunternehmen mit 5,9 Milliarden Dollar Umsatz wegen der hohen Entwicklungsrisiken bisher nicht weiter vorangetrieben. Im Frühjahr 2012 haben die Brasilianer eine enge Kooperation mit dem Rivalen Boeing bei der Flugzeugentwicklung besiegelt.

(Foto: dpa)
EMBRAER TECHNICIAN
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Für Embraer wäre es eine natürliche Entwicklung, den Sprung von den 110-Sitzern ins Terrain von Airbus und Boeing zu machen. In den Segmenten darunter ist alles abgegrast. Die Brasilianer werden langsam auch Opfer ihres eigenen Erfolges. Viele neue Flugzeugprojekte in China, Japan, Russland, Indien und Kanada sind nicht nur ein Angriff auf Airbus und Boeing, sondern auch auf Embraer. Frederico Curado (Embraer-Chef seit 2007) braucht neue Technologien, um den großen Sprung zu schaffen.

(Foto: ap)
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Das Stehaufmännchen unter den Herausforderern ist der kanadische Hersteller Bombardier. Der Mischkonzern wurde schon oft totgesagt und hat allerlei Krisen überstanden. Gegründet wurde das Unternehmen 1942 von Joseph-Armand Bombardier als L'Auto-Neige Bombardier Limitée in Valcourt bei Quebec. Damals hatte der Konzern noch nichts mit Flugzeugen am Hut, sondern baute Schneemobile. 1989 kaufte Bombardier den nordirischen Flugzeughersteller Short Brothers, der kleine Regionalmaschinen baute. 1990 stiegen die Kanadier beim Business-Jet-Fabrikanten Learjet in Kansas City/USA ein, der zu diesem Zeitpunkt pleite und billig zu haben war. 1992 kaufte Bombardier Boeing dessen verlustbringende Regionaltochter de Havilland Canada ab. So hatte der Konzern sich innerhalb kürzester Zeit ein Konglomerat kleiner Flugzeugbauer günstig zusammengekauft.

(Foto: ap)

Die Modellvariante kommt 2017 auf den Markt, im vergangenen Jahr wurden mehr als 900 Exemplare bestellt. Und im neuen Jahr scheint die Erfolgsgeschichte der „MAX“ weiterzugehen: Am Mittwoch vermeldete Boeing einen Auftrag der Leasinggesellschaft ACG über 60 Stück der Variante des Mittelstrecken-Flugzeugs. ACG vermietet die Maschinen an Fluggesellschaften. Vor dem Abzug von Rabatten liegt der Wert der Bestellung bei rund sechs Milliarden Dollar.

Mit dem Auftrag gelang Boeing ein wichtiger Erfolg im Duell mit Airbus, die mit dem A320neo ab 2015 ebenfalls eine modernisierte Variante ihres mittelgroßen Erfolgsmodells herausbringen. Auch bei den Schwergewichten hat Boeing den Kampf angenommen und auch deshalb wieder die Spitze der Flugzeugbauer zurückerobert. Im vergangenen Jahr gelang es dem US-Konzern, die Produktion des modernisierten Jumbos 747-8 hochzufahren, der im Wettstreit mit Airbus A380 steht.

31 Riesenflieger lieferte Boeing aus. Zuvor hatte sich der Flugzeughersteller jahrelang mit Verzögerungen rumgeschlagen. Die komplexer werdende Technik und die verstärkte Zulieferung machten Probleme. Neben dem 747-8 und dem 737 MAX stach ein weiterer Joker von Boeing: der Langstreckenflieger 787. Auch hier wurde die Fertigung hochgefahren, 46 „Dreamliner“ konnten an die Kunden übergeben werden.

 
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