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Airbus-Zulieferer Stewardessen machen Diehl zu schaffen

Nordeuropäische Stewardessen sind für gewöhnlich größer als ihre asiatischen Kolleginnen. Für den Airbus-Zulieferer Diehl ein Problem. Denn der musste die Kabinenausstattung gleich mehrfach umkonstruieren.
03.07.2012 - 14:18 Uhr Kommentieren
Eine Stewardess in der Kabine eines Airbus A380. Quelle: Reuters

Eine Stewardess in der Kabine eines Airbus A380.

(Foto: Reuters)

Nürnberg Hochgewachsene Stewardessen aus Skandinavien und der Größenunterschied zu ihren asiatischen Kolleginnen haben dem Airbus-Zulieferer Diehl Kopfzerbrechen bereitet. Der Gewinn des Nürnberger Familienunternehmens knickte im vergangenen Jahr um fast die Hälfte auf 90 Millionen Euro ein, wie Firmenchef Thomas Diehl sagte. Der Hauptgrund seien stark gestiegene Vorleistungen für die Kabinenausstattung der Airbus-Langstreckenflieger A350.

So habe die EADS-Tochter etwa wegen der unterschiedlichen Körpergröße des Bordpersonals mehrfach die Höhe der Handgepäckfächer verändert, Diehl musste umkonstruieren. "Wir haben die Veränderungen unterschätzt", sagte der Firmenchef. "Das Thema ist aber im Wesentlichen vom Tisch." Die Entwicklungskosten dafür hätten 2011 bei knapp 100 Millionen Euro gelegen, die Hälfte mehr als geplant.

Trotz der Ausstiegspläne des französischen Partners Thales halte Diehl an dem bisher gemeinsam betriebenen Kabinengeschäft fest. "Das Unternehmen ist gesund und hat eine sehr gute Auftragsentwicklung und wird kräftig brummen", sagte Diehl. Offen sei, ob sein Haus die Anteile der Franzosen übernehme. Im Zweifel würden die Franken aber zuschlagen. "Bevor es der falsche kriegt, auf jeden Fall."

Für das laufende Jahr zeigte sich Diehl auch wegen der Solarkrise vorsichtig. Der Umsatz werde bei gut 2,9 Milliarden Euro stagnieren, das operative Ergebnis wie im Vorjahr bei 140 Millionen Euro liegen. Das rückläufige Rüstungsgeschäft werde weiter schrumpfen, sagte Diehl voraus und sprach sich für Fusionen in der deutschen Wehrtechnik aus. "Wenn es einen Konsens gibt, sind wir gerne bereit, hier mitzuwirken", sagte der Rüstungsveteran. Sollten sich die Panzerschmieden Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann zu einer Fusion entschließen, würden die Nürnberger "die Aktivitäten sehr positiv begleiten. Wir würden sicher nicht zum Kartellamt rennen."

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