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Akio Toyoda Die Rückkehr des japanischen Autoriesen

Nach den Krisenjahren feiert der japanische Autobauer Toyota ein beeindruckendes Comeback. Im laufenden Geschäftsjahr könnte der Gewinn eine Billion Yen übersteigen. Der Vater des Erfolgs: Akio Toyoda.
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Akio Toyoda während einer Pressekonferenz. Quelle: AFP

Akio Toyoda während einer Pressekonferenz.

(Foto: AFP)

Akio Toyoda scheint die eine Volksweisheit über Familienunternehmen zu widerlegen. Der Gründer baut das Unternehmen auf, heißt es. Sein Sohn führe es zur Blüte und sein Enkel verspiele das Erbe. Doch Akio Toyoda, der Enkel des Firmengründers, hat Toyota in den drei Jahren seiner Amtszeit aus der schwersten Krise des größten japanischen Autobauers geführt.

Schon im März abgelaufenen Bilanzjahr 2011 übertraf Toyota mit einem Betriebsgewinn von 356 Milliarden Yen (3,4 Milliarden Euro) die Erwartungen der Märkte. Für 2012 sagt das Unternehmen sogar eine Verdreifachung des operativen Gewinns auf 1.000 Milliarden Yen voraus. Die Gewinnmarge würde damit auf 4,5 Prozent steigen, obwohl Toyota im Gegensatz zu den deutschen Autobauern unter einem starken Yen leidet.

Die Märkte sind sogar noch optimistischer. Christopher Richter von CLSA Asia-Pacific sagt für 2012 einen Betriebsgewinn von 1.170 Milliarden Yen voraus. Die Firma beginne, viel besser auszusehen, sagt Richter. „Immer mehr Anleger sind der Meinung, dass Toyota sich zurückgemeldet hat.“

Hinter dem Erfolg steht ein Mann, den viele japanische Kommentatoren bei seinem Amtsantritt im Jahr 2009 als verhätschelten Enkel betrachtet hatten: Akio Toyoda. Nach schwachem Start gewinnt der 56-jährige Statur als Unternehmensführer. Toyoda sei ein Visionär, meint gar der Chef eines kleineren westlichen Zulieferers von Toyota: „Akio könnte zum Steve Jobs der Autoindustrie werden.“

Der Vergleich klingt zwar reichlich verwegen. „Es ist schwer, ein Steve Jobs zu sein, wenn man eine Firma von der Größe Toyotas führt“, sagt Kurt Sanger, Auto-Analyst der Deutschen Bank in Tokio. Aber auch er meint, dass Toyoda Toyota gut tut. „Es gibt Zeichen des Wandels – und ich mag sie.“

Allen voran rangiert einer der wichtigsten Punkte: die Refokussierung Toyota auf Produkte und erfolgreichen Verkauf. Seit seinem Amtsantritt predigt Toyoda, dass das Unternehmen zu seinen Wurzeln zurückkehren müsse. Lange klang der ehemalige MBA-Student dabei nebulös akademisch: Toyota müsse bessere Autos bauen, Autos, die den Kunden ein Lächeln abverlangen, weil sie die Erwartungen übererfüllen.

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