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Akorn Fresenius vor Milliardengebot für US-Generikahersteller

Stephan Sturm macht ernst: Der Fresenius-Chef hatte erst vor kurzem weitere Übernahmen angekündigt. Jetzt ist es soweit. Der Dax-Konzern bestätigt fortgeschrittene Gespräche mit dem US-Generikakonzern Akorn.
07.04.2017 Update: 08.04.2017 - 02:44 Uhr Kommentieren
Der Dax-Konzern steht offenbar vor einem weiteren Zukauf. Quelle: Reuters
Fresenius Chef Stephan Sturm

Der Dax-Konzern steht offenbar vor einem weiteren Zukauf.

(Foto: Reuters)

New York Der deutsche Gesundheitskonzern Fresenius hat ein Auge auf den US-Generikahersteller Akorn geworfen. Die auf Nachahmer-Medikamente spezialisierte Sparte Fresenius Kabi und Akorn befänden sich bereits in fortgeschrittenen Gesprächen über einen möglichen Erwerb, teilte das im Dax gelistete Unternehmen am Freitagabend in einer Pflichtveröffentlichung mit.

Es könne keine Gewähr dafür gegeben werden, dass und zu welchen Konditionen die Transaktion zustande komme. Weitere Stellungnahmen über die Beratungen seien nicht geplant. Akorn hat einen Börsenwert von 3,7 Milliarden Dollar. Zuvor hatte die Agentur Bloomberg über die Verhandlungen berichtet. Nachbörslich sprangen Akorn-Aktien um 8,3 Prozent in die Höhe.

Fresenius-Chef Stephan Sturm hatte erst vor kurzem gesagt, dass nach dem Kauf des spanischen Klinikbetreibers Quironsalud der Übernahmehunger noch nicht gestillt sei. Das Unternehmen sei offen für weitere milliardenschwere Akquisitionen. Der langjährige Finanzvorstand hat im Juli 2016 die Nachfolge von Ulf Mark Schneider angetreten. Gut zwei Monate später folgte die 5,8 Milliarden Euro schwere Übernahme von Quironsalud.

Fresenius aus dem hessischen Bad Homburg will seinen Umsatz nach früheren Angaben bis 2020 um mehr als die Hälfte auf 43 bis 47 Milliarden Euro ausbauen. Dabei sind Zukäufe noch nicht eingerechnet. Die Sparte Kabi soll nach dem Willen von Sturm in neue Marktsegmente vorstoßen, etwa ins Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten. Auch ein Einstieg in das Geschäft mit Nachahmer-Medikamenten für Biotech-Arzneimittel, sogenannte Biosimilars, ist denkbar. Außerdem will Kabi sein weltweites Netzwerk ausbauen.

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    Im vergangenen Jahr fuhr Fresenius den 13. Rekordgewinn in Folge ein. Der um Sondereffekte bereinigte Überschuss kletterte um zwölf Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Die Erlöse stiegen um fünf Prozent auf gut 29 Milliarden Euro.

    Fresenius ist einer der größten privaten Krankenhausbetreiber Deutschlands sowie im Pharma- und Gesundheitsdienstleistungsbereich tätig. Zudem ist der Konzern an dem Dialysespezialisten Fresenius Medical Care beteiligt

    • rtr
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