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Aktientausch BP und Rosneft verlängern Frist

BP und Rosneft haben die Frist für einen Aktientausch verlängert. Der britische Ölmulti und das russische Unternehmen wollen sich bis 16. Mai Zeit lassen, eigentlich sollte die Frist am heutigen Donnerstag ablaufen.
14.04.2011 Update: 14.04.2011 - 11:27 Uhr Kommentieren
BP-CEO Bob Dudley (r.) und Rosneft-Chef Eduard Khudainatov Quelle: dpa

BP-CEO Bob Dudley (r.) und Rosneft-Chef Eduard Khudainatov

(Foto: dpa)
London

Der britische Ölkonzern BP gibt die Hoffnung auf eine enge Kooperation mit dem russischen Staatskonzern Rosneft trotz des Widerstands russischer Oligarchen nicht auf. Eine Frist für einen geplanten Aktientausch im Wert von rund 16 Milliarden Dollar (rund elf Mrd Euro) verlängerten beide Seiten am Donnerstag um einen Monat bis zum 16. Mai.

Beide Seiten hatten vor, mit dem Aktientausch ein gemeinsames Ölförderungsvorhaben in Russland vorzubereiten. Sie wollen im Nordpolarmeer riesige Mengen Öl und Gas fördern.

Das Vorhaben wird allerdings von anderen russischen Geschäftspartnern bekämpft, mit denen BP seit längerer Zeit das Gemeinschaftsunternehmen TNK-BP zum Ausbeuten von Ölreserven auf dem Festland betreibt. Die russischen Oligarchen machen ein Recht aus dem Gesellschaftervertrag geltend, wonach sie bei jeder anderen Öl-Aktivität von BP in Russland vorher gefragt werden müssen.

Dies sei im Falle des beabsichtigten Rosneft-Deals nicht geschehen. Mehrere Versuche der außergerichtlichen Einigung scheiterten. Zuletzt kündigte das Oligarchen-Konsortium AAR eine Klage auf Schadenersatz in Höhe von bis zu zehn Milliarden Dollar an.

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    Nach BBC-Informationen hatten die Oligarchen 35 Milliarden Dollar für den Verkauf ihrer TNK-Anteile gefordert. BP sei bereit gewesen, 25 Milliarden Dollar zu zahlen, und habe die Gespräche wegen der unrealistischen Forderungen zunächst abgebrochen.

    BP betonte in einer Stellungnahme vom Donnerstag, dass TNK-BP wie bisher Priorität bei den Russland-Aktivitäten habe. Der Konzern werde aber weiter für die Erlaubnis kämpfen, sich auch mit Rosneft verbünden zu können.

    • dpa
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