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Aktionär Hedgefonds Elliott fordert „ausgeprägteres Unternehmertum“ bei Thyssen-Krupp

Der Finanzinvestor glaubt an das Potenzial des Konzerns. Doch um das zu heben, muss Thyssen-Krupp laut Elliott einiges besser machen.
01.08.2018 - 01:54 Uhr Kommentieren
Der Finanzinvestor Elliott ist seit Mai dieses Jahres mit knapp drei Prozent an Thyssen-Krupp beteiligt. Quelle: dpa
Thyssen-Krupp

Der Finanzinvestor Elliott ist seit Mai dieses Jahres mit knapp drei Prozent an Thyssen-Krupp beteiligt.

(Foto: dpa)

Berlin, New York Für Thyssen-Krupp läuft es derzeit alles andere als nach Plan. Neben der erfolglosen Suche nach einem neuen Aufsichtsratschef und einem reduzierten Jahresziel, hat sich nun auch der Finanzinvestor Elliott auf den Konzern eingeschossen.

Das Unternehmen habe das Potenzial, zum Klassenprimus aufzusteigen, sagte Franck Tuil, die Nummer zwei von Elliot in Europa, in einem Interview mit der „Welt“. „Doch leider sind bei Thyssen-Krupp in der Vergangenheit einige Entscheidungen gefällt worden, durch die das Unternehmen in vielerlei Hinsicht hinter seinen Möglichkeiten geblieben ist.“

Der Finanzinvestor wirft Thyssen-Krupp vor, bei der Stahlfusion mit Tata seine Unternehmensteile zu billig eingebracht zu haben. „Wir haben das Stahl-Joint-Venture unterstützt, doch es ist bedauerlich, dass es dem Vorstand nicht gelungen ist, angesichts der starken Performance des Thyssen-Krupp-Stahlgeschäfts bessere Bedingungen zu verhandeln. Es wurde zu viel Wert verschenkt, den man in die Zukunft des Unternehmens hätte investieren sollen.“

Tuil sieht dennoch Chancen auf einen Neuanfang bei dem traditionsreichen Stahlkonzern. Dazu seien aber „mehr Handlungsfreiheit für die Unternehmensbereiche sowie ein ausgeprägteres Unternehmertum, eine schlankere Konzernzentrale, eine agile und flexible Struktur“ vonnöten.

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    Thyssen-Krupp erwartet für das Gesamtjahr ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund 1,8 Milliarden Euro. Zuvor ging der Konzern 1,8 bis zwei Milliarden Euro aus. Grund ist das schwächelnde Geschäft der Tochter Industrial Solutions mit dem Anlagenbau und dem Marinegeschäft. Dort wird laut Thyssen-Krupp im dritten Quartal ein operativer Verlust von rund 220 Millionen Euro anfallen.

    Ähnlich wie zuvor bereits Elliott-Chef Paul Singer, bestritt auch der Portfolio-Manager in dem Interview, explizit eine Zerschlagung des Konzerns betrieben zu haben: „Wir haben nie eine Zerschlagung von Thyssen-Krupp gefordert“. Bei Elliott sei man deshalb auch verwundert über die aktuelle Debatte, „die ohne sachlichen Grund für Irritationen bei den Mitarbeitern und weiten Teilen der Öffentlichkeit sorgt“. Dabei bezeichnete Tuil das Handeln derjenigen, „die diese künstlich erzeugte Debatte aufbauschen“ als „verantwortungslos“.

    Der Großinvestor Cevian, dem 18 Prozent an Thyssen-Krupp gehören, fordert mehr Flexibilität und Unabhängigkeit für die einzelnen Sparten des Konzerns. Die Mehrheit der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat hingegen will den Konzern als Einheit erhalten.

    Elliott ist seit Mai dieses Jahres mit knapp drei Prozent an Thyssen-Krupp beteiligt. Der Hedgefonds mit Sitz in New York gilt ähnlich wie Cevian als Investor, der seine Interessen teils mit aggressiven Methoden durchsetzt.

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