Alcon Novartis baut schwächelnde Augenheil-Sparte um

Novartis richtete seine Augenheil-Sparte Alcon neu aus. Ein Sparprogramm soll dem Geschäft der Schweizer neues Wachstum bringen. Außerdem bekommt die Sparte einen neuen Chef.
Update: 27.01.2016 - 08:39 Uhr
Der Schweizer Pharmakonzern baut sein Augenheilgeschäft um. Quelle: Reuters
Novartis

Der Schweizer Pharmakonzern baut sein Augenheilgeschäft um.

(Foto: Reuters)

ZürichNovartis-Chef Joseph Jimenez will die schwächelnde Augenheil-Sparte des Pharmakonzerns mit einem Umbau und zusätzlichen Investitionen zurück auf Wachstumskurs bringen. Zudem soll das Geschäft auf mehr Effizienz getrimmt werden. „Wir haben vor, 2016 ungefähr 200 Millionen Dollar mehr in das Geschäft zu investieren, als wir ursprünglich vorhatten“, sagte Jimenez am Mittwoch bei der Veröffentlichung der Bilanz 2015. Das Geld soll etwa in verkaufsfördernde Maßnahmen für künstliche Linsen, neue Produkte und Werbung für das Kontaktlinsen-Geschäft fließen.

Alcon werde sich künftig auf die Augenchirurgie und das Geschäft mit Kontaktlinsen konzentrieren, erklärte der Konzernlenker. Die Augenmedikamente werden in die Pharma- und Generika-Bereiche verschoben. Zudem bekommt Alcon einen neuen Chef: Mike Ball folgt dem bisherigen Spartenleiter Jeff George nach. Im Schlussquartal soll Alcon wieder wachsen, sagte Jimenez.

Das schwächelnde Augengeschäft und die starke Kernwährung Dollar verhagelten Novartis das vergangene Jahr. Der Umsatz sank um fünf Prozent auf 49,41 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt 49,9 Milliarden Dollar prognostiziert. Der Gewinn brach um 34 Prozent auf 7,02 Milliarden Dollar ein. Gegenüber 2015 fielen Erlöse aus Beteiligungsverkäufen weg und Novartis musste zudem 300 Millionen Dollar für Geschäfte in Venezuela abschreiben. Trotzdem sollen die Aktionäre eine Dividende von 2,70 Franken je Aktie erhalten – 0,10 Franken mehr als im Jahr zuvor.

Für 2016 legt Jimenez die Latte tiefer. So peilt Novartis währungsbereinigt einen Umsatz und einen bereinigten operativen Gewinn „weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres“ an. 2015 betrug der operative Kerngewinn 13,79 Milliarden Dollar – ein Plus von zehn Prozent.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

Vorbörslich wurden die Novartis-Aktien um gut zwei Prozent tiefer indiziert.

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