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Amarok-Produktion in Hannover

Volkswagen will die Pick-up-Fertigung in Deutschland komplett aufgeben und diese Autos künftig voraussichtlich von Ford produzieren lassen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Allianz der Autobauer VW-Aufsichtsrat stimmt Zusammenarbeit mit Ford zu

Die Aufseher des Konzerns haben die geplante Kooperation offenbar abgesegnet. Diese dürfte zunächst aber eher klein ausfallen.
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WolfsburgDie Allianz des Autokonzerns VW mit dem US-Rivalen Ford ist nach dpa-Informationen beschlossene Sache. Der Volkswagen-Aufsichtsrat habe einer grundsätzlichen Einigung über die geplante Kooperation zugestimmt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus gut informierten Kreisen.

Details sollen demnach erst in der kommenden Woche – vermutlich auf der Automesse in Detroit – bekanntgegeben werden. Volkswagen äußerte sich nicht dazu.

Allerdings wird die Kooperation zum Start vergleichsweise klein ausfallen. Wie dazu aus Wolfsburg zu vernehmen ist, soll es zunächst nur eine sogenannte Rahmenvereinbarung geben, mit der beide Seiten ihre grundsätzliche Kooperationsbereitschaft bekunden.

Die Idee zur Zusammenarbeit war anfänglich von den Transportersparten beider Unternehmen geboren und im Verlauf der Gespräche auch auf andere Unternehmensbereiche ausgeweitet worden. Deshalb sind Volkswagen und Ford mit ihren Kooperationsvorhaben bei leichten Nutzfahrzeugen auch am weitesten vorangekommen.

In der kommenden Woche soll voraussichtlich das erste VW-Ford-Projekt verkündet werden: die gemeinsame Produktion von Pick-ups. Bei Volkswagen ist das Angebot in dieser Fahrzeugsparte extrem mager: Es gibt nur den nicht sonderlich erfolgreichen Amarok, der von der Transportersparte im Werk Hannover bislang produziert wird.

Volkswagen will die Pick-up-Fertigung in Deutschland komplett aufgeben und diese Autos künftig voraussichtlich von Ford produzieren lassen. Pick-ups gehören zu den wichtigsten Produktklassen des amerikanischen Autokonzerns. Ford ist damit auf seinem Heimatmarkt extrem erfolgreich.

Noch keine Einigung zwischen Ford und Volkswagen gibt es bei der Kooperation in Bezug auf das autonome Fahren. Der deutsche Konzern will sich an der Ford-Tochter Argo beteiligen. Ford hat in diesem Unternehmen seine Aktivitäten im Bereich des autonomen Fahrens gebündelt.

Schon vor dem Jahreswechsel hatte es geheißen, dass Ford für die Argo-Beteiligung ein finanzielles Engagement der Deutschen verlange. Volkswagen wolle Ford jedoch stattdessen die Nutzung der neuen Elektroplattform MEB für batteriebetriebene Fahrzeuge überlassen. Auf dieser Plattform entsteht die sogenannte I. D.-Familie, mit der VW den Massenmarkt bedienen will.

Jetzt heißt es in Unternehmenskreisen, dass mit einer Einigung über die weiter gehenden Bereiche außerhalb der Nutzfahrzeugsparte erst im weiteren Verlauf des Jahres zu rechnen sei. VW-Chef Diess und sein Ford-Gegenüber Jim Hackett haben deshalb auch ihren gemeinsamen Auftritt auf der Detroit Motor Show abgesagt. „Das lohnt sich erst, wenn es wirklich etwas Großes zu verkünden gibt“, hieß es dazu in den Kreisen.

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  • zel
  • dpa
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