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Aluminiumhersteller Finanzinvestoren buhlen um Arconic

Eine Gruppe großer Finanzinvestoren plant die Übernahme des Aluminiumkonzerns. Arconic soll noch im Oktober über einen Verkauf entscheiden.
08.10.2018 - 23:06 Uhr Kommentieren
Arconic ist ein Ableger des Aluminiumriesen Alcoa. Quelle: AFP
Aluminium-Werk

Arconic ist ein Ableger des Aluminiumriesen Alcoa.

(Foto: AFP)

New York Eine Gruppe von Finanzinvestoren bereitet die Übernahme des amerikanischen Aluminiumherstellers Arconic vor. Zu der Allianz gehörten Blackstone, Carlyle, Onex und der kanadische Pensionsfonds CPPIB, meldete die Nachrichtenagentur Reuters. Arconic ist ein Ableger des Aluminiumriesen Alcoa und hat einen Börsenwert von 10,6 Milliarden Dollar. Der Konzern stellt unter anderem Teile für die Flugzeugindustrie her, die sich gerade im Aufschwung befindet.

Um den Konzern, der 2016 von Alcoa abgespalten wurde, könnte ein Bietergefecht entstehen. Auch dem Finanzinvestor Apollo wird Interesse an Arconic nachgesagt. Eine Entscheidung soll noch im Oktober getroffen werden, hieß es.

Alcoa und später Arconic wurden von dem deutschen Manager Klaus Kleinfeld geführt. Kleinfeld verließ Arconic jedoch im April, nachdem er einen Machtkampf mit dem aktivistischen Investor Elliott Group verloren hatte. Elliott hält derzeit knapp elf Prozent an Arconic.

Der Konzern hatte zunächst erwogen, lediglich die Bausparte zu verkaufen, die unter anderem Häuserfassaden herstellt und auch die Außenverkleidung des Londoner Grenfell Towers geliefert hatte. Bei einem Brand im vergangenen Jahr starben dort über 70 Menschen.

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    Doch das Unternehmen aus Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania hat als Ganzes das Interesse der Finanzinvestoren geweckt, offenbar auch, weil Elliott auf diese Option gedrängt haben soll. Elliott hatte ursprünglich geglaubt, dass der Aktienkurs nach einer Restrukturierungsphase auf eine Spanne von 33 bis 54 Dollar steigt. Davon ist der Konzern aber noch weit entfernt. In diesem Jahr hat die Aktie gut 20 Prozent verloren. Gestern lag der Kurs im frühen New Yorker Handel rund drei Prozent im Plus bei 22,50 Dollar.

    Sogenannte Club-Deals, bei denen sich mehrere Private-Equity-Firmen für eine Übernahme zusammentun, sind umstritten. Gerade nach der Finanzkrise 2008 mussten mehrere in dieser Struktur übernommene Unternehmen Insolvenz anmelden. Heute jedoch sind die Kassen der Finanzinvestoren so gut gefüllt wie lange nicht mehr, und sie suchen derzeit dringend nach Übernahmezielen.

    Elliott und sein berüchtigter Chef Paul Singer wiederum wollen offenbar ihr Image verbessern. So will der Hedgefonds nicht mehr nur als angriffslustiger Krawallmacher gesehen werden. Christine O’Brien, die bislang Analystin bei Elliott war, soll künftig die Beziehungen mit Firmen pflegen, an denen der Hedgefonds beteiligt ist, sowie mit institutionellen Investoren, die mit Elliott gemeinsame Interessen durchsetzen könnten. Das berichtet das „Wall Street Journal“.

    In Zeiten, in denen Indexfonds dominieren und sich institutionelle Investoren immer stärker von aktivistischen Investoren distanzieren, will sich Singers Fonds offenbar anpassen, damit ihm künftige Chancen nicht entgehen.

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