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Amerikaner sammeln derzeit Angebote ein EADS rechnet fest mit US-Tankerauftrag

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS plant, sein US-Rüstungsgeschäft massiv auszubauen. „Wir können und wollen nicht auf Dauer dem größten Rüstungsmarkt der Welt fernbleiben“, sagte Stefan Zoller, Chef der EADS-Verteidigungssparte, dem Handelsblatt.
  • Markus Fasse und Matthias Brüggmann

MÜNCHEN/BERLIN. Den Durchbruch erwartet Zoller mit einem Gebot, das die EADS gemeinsam mit Northrop Grumman für die Erneuerung der US-Tankflugzeugflotte abgeben will. „Beide Unternehmen sind überzeugt, für einen substanziellen Anteil dieses Auftrages zum Zuge zu kommen“, sagte Zoller.

Die US-Luftwaffe will für rund 100 Mrd. Dollar ihre Flotte von Luftbetankungsflugzeugen erneuern. Die Amerikaner sammeln zurzeit die Angebote ein, noch in diesem Jahr soll eine Vorentscheidung fallen. Die Zuversicht für einen Zuschlag ist bei der EADS gewachsen. So setzte sich die Konzerntochter Eurocopter im Juli bei einem Hubschrauberauftrag über drei Milliarden Dollar gegen die US-Konkurrenz durch. „Die US-Administration hat bewiesen, dass sie internationalen Wettbewerb zulässt“, sagte Zoller.

Angesichts der US-Pläne kommt dem Konzern gar nicht gelegen, dass Russland aggressiv auf mehr Einfluss bei dem europäischen Konzern drängt. Russland hat über eine Staatsbank fünf Prozent an EADS gekauft und will eine Managementbeteiligung. Dass die EADS-Großaktionäre diesen Wunsch schroff ablehnen, hat in Moskau Verärgerung ausgelöst. Präsident Wladimir Putin will das Thema auf die Tagesordnung des Dreiergipfels mit Angela Merkel und Jacques Chirac am kommenden Samstag setzen. Zugleich erhöhen die Russen den Druck: Die staatliche Fluggesellschaft Aeroflot hat einen Großauftrag für neue Jets ausgesetzt, für den sich EADS Chancen ausrechnet.

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