Ampera-E Opels Elektroauto lässt auf sich warten

Der Opel Ampera-E kommt erstmal nur in sehr kleinen Stückzahlen auf den europäischen Markt. In Deutschland kann das neue Auto ab Herbst geleast werden. Kaufen können Privatkunden es wohl erst ab Ende 2018.
Kommentieren
Das Elektroauto wird wie sein fast baugleiches Schwestermodell Chevrolet Bolt in den USA gefertigt. Als erstes soll der Wagen in Norwegen vermarktet werden. Quelle: AP
Ampera-E

Das Elektroauto wird wie sein fast baugleiches Schwestermodell Chevrolet Bolt in den USA gefertigt. Als erstes soll der Wagen in Norwegen vermarktet werden.

(Foto: AP)

RüsselsheimDas für dieses Jahr angekündigte Elektroauto von Opel kommt zunächst nur in sehr kleinen Stückzahlen auf den europäischen Markt. In Deutschland erhalten von den rund 2400 Opel-Händlern nur 40 speziell geschulte Kommissionsagenten Fahrzeuge des Modells Ampera-E, wie das Unternehmen am Montag in Rüsselsheim auf Nachfrage erklärte. Dort kann es von Privatkunden ab Herbst nur geleast, nicht aber vollständig gekauft werden. Opel kündigte ein eigenes Reservierungssystem für das reichweitenstarke Elektroauto an. Für Großkunden ist ein eigenes Kontingent vorgesehen.

Nach Recherchen der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ müssen sich kaufwillige Privatkunden voraussichtlich bis Ende 2018 oder Anfang 2019 gedulden. Opel wollte dies nicht kommentieren. Man sei mit der Konzernmutter General Motors (GM) in Verhandlungen, eine größere Zahl von Fahrzeugen für den europäischen Markt geliefert zu bekommen.

Die Spannung steigt
Opel Ampera-e
1 von 18

Der erste Opel Ampera war seiner Zeit voraus und fuhr deshalb in der Zulassungsstatistik nur hinterher. Denn zumindest bei uns war das Akku-Auto mit eingebautem Reichweitenverlängerer alles andere als ein Erfolg.

Doch Ralf Hannappel möchte den elektrischen Exoten nicht missen: „Wir haben dabei viel gelernt“, sagt der Leiter der Elektrifizierung bei Opel in Europa mit Blick auf die immerhin 100.000 Autos, die General Motors vom Ampera und seinem amerikanischen Zwilling Chevrolet Volt verkauft hat.

Und jetzt soll sich das Gelernte endlich auszahlen, beim Ampera-e ...

Opel Ampera-e
2 von 18

Mit der Erfahrung von 1,3 Milliarden elektrischen Kilometern aus den Vorgänger-Schwestermodellen Volt und Ampera schicken die Hessen jetzt den Ampera-e (parallel zum amerikanischen Pendant Chevrolet Bolt) an den Start und wollen damit nicht weniger, als der Elektromobilität endlich zum Durchbruch zu verhelfen ...

Opel Ampera-e
3 von 18

Wenn das Auto im Februar zuerst im besonders elektrofreundlichen Norwegen und im Sommer dann auch bei uns endlich auf die Straße kommt, setzten die Hessen vor allem auf ein Gefühl, das bislang allenfalls die Besserverdiener in ihren Teslas kannten: Sorglosigkeit.

520 Kilometer Normreichweite und Alltagswerte jenseits von 300 Kilometern sind eine Größenordnung, bei der man den Blick schon mal von der Ladestandsanzeige abwenden kann und nicht im Geiste schon die nächste Steckdose suchen muss ...

Das mit der Sorglosigkeit funktioniert bei der ersten Ausfahrt tatsächlich überraschend gut
4 von 18

Als hätte sich Opel die alte VW-Werbung zu eigen gemacht, läuft der Ampera-E und läuft und läuft und läuft. Der grüne Batteriebalken im digitalen Cockpit bewegt sich langsamer als die Tanknadel bei einem Kleinwagen ...

Opel Ampera-e
5 von 18

Der grüne Batteriebalken im digitalen Cockpit bewegt sich langsamer als die Tanknadel bei einem Kleinwagen, nach zwei Stunden durch die Stadt und über Land sind noch keine 25 Prozent der Akkuleistung verbraucht und so langsam öffnen sich die Sinne für ein paar andere Eindrücke.

Für den Reiz des Rekuperierens zum Beispiel, weil man den Opel so auch mit einem kleinen Hebel am Lenkrad bremsen und nie mehr das Pedal treten muss ...

Spaß am Opel-Sprint, auch ohne OPC-Schriftzug
6 von 18

Die 204 PS und 360 Nm der E-Maschine ermöglichen trotz 1,6 Tonnen Leergewicht gute Beschleunigungswerte: In 3,2 Sekunden gehts von 0 auf 50 und in weiteren 4,1 Sekunden auf Tempo 100.

Opel Ampera-e
7 von 18

Der Viertürer vermittelt auch Freude am Tatschen und Wischen, weil der große Touchscreen in der Mittelkonsole eine wunderbare Spielwiese ist, auf der man allerlei Infos zum Fahrzeugzustand, zu den Nebenverbrauchern oder zum Energiefluss abrufen oder einfach nur durch das vielleicht üppigste Infotainmentsystem bei Opel surfen kann.

Der Ampera-E wird wie sein fast baugleiches Schwestermodell Chevrolet Bolt in den USA gefertigt. Seit dem Verkaufsstart im Dezember 2016 seien auf dem dortigen Markt knapp 5000 Wagen verkauft worden, berichtete die Zeitung. Die Zahl der 2017 verfügbaren Autos für Europa steht laut Opel noch nicht fest.

Als erstes soll der Wagen in Norwegen vermarktet werden, wo es besonders hohe Subventionen und Nachfrage für Elektroautos gibt. Noch unklar ist die Zukunft des Modells, wenn Opel wie geplant in diesem Jahr von GM an den französischen PSA-Konzern verkauft wird.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Ampera-E - Opels Elektroauto lässt auf sich warten

0 Kommentare zu "Ampera-E: Opels Elektroauto lässt auf sich warten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%