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Analysten begrüßen den Plan Magna liebäugelt mit Daimler-Chrysler-Getriebetochter

Der kanadische Autozuliefer-Konzern Magna International möchte die Mehrheit an der Daimler-Chrysler-Antriebssystem-TochterNew Venture Gear übernehmen. In der Diskussion sind sowohl ein Gemeinschaftsunternehmen mit Daimler-Chrysler wie auch eine Komplettübernahme.

HB STUTTGART/TORONTO. Magna kündigte am Dienstag die Aufnahme von Verhandlungen über eine Mehrheit an dem Unternehmen an. NVG produziert in Roitzsch bei Bitterfeld und in Syracuse im US-Bundesstaat New York Antriebssysteme und Verteilergetriebe vor allem für Jeeps von Chrysler. Magna bezifferte den Umsatz von New Venture Gear auf 1,4 Mrd. kanadische Dollar (900 Mill. €). Das Unternehmen war Teil eines 1990 gegründeten und vor einem Jahr aufgelösten Joint Ventures von Chrysler mit General Motors (GM).

In der Diskussion sei ein Gemeinschaftsunternehmen zwischen Magna und Daimler-Chrysler, teilte der kanadische Konzern mit. Am Ende könnte aber ein Komplettverkauf stehen. „So um 2007 würden wir an den nächsten Schritt denken“, sagte ein Chrysler-Sprecher in Detroit. Die Autogewerkschaft UAW habe dem Plan im Rahmen der jüngsten Tarifverhandlungen zugestimmt. Analysten begrüßten den Plan: „Mir würde das gefallen, wenn Daimler-Chrysler das Geschäft los würde und noch Geld dafür bekäme“, sagte Michael Raab von Sal. Oppenheim.

Die Chrysler-Konkurrenten GM und Ford haben große Teile ihres Autozuliefer-Geschäfts an Delphi und Visteon ausgegliedert. Chrysler hatte erst während der Ertragskrise der vergangenen Jahre begonnen, sich von solchen Werken zu trennen. Zum Verkauf steht auch das Autoelektronik-Werk in Huntsville im US-Staat Alabama, an dem Siemens interessiert ist. Vor kurzem hatte Thyssen-Krupp 60 % an MB Lenkungen, der Daimler-Chrysler-Lenkungssparte übernommen, später soll auch der Rest folgen. Mit einem unabhängigen Eigentümer hoffen die ausgegliederten Sparten auf mehr Aufträge anderer Hersteller.

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