Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Analysten bleiben gelassen Wulff wirft VW falsche Modellpolitik vor

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) steht dem Luxusklass-Engagement von Volkswagen mehr als kritisch gegenüber. „VW sollte sich ganz stark auf seine Volumenmodelle Golf und Passat konzentrieren“, sagte Wulff am Montag am Rande des CDU-Parteitags in Leipzig. „VW hat zu stark auf Luxusautos gesetzt.“ Bei den Cash-Cows Golf und Passat sei der Modellwechsel zudem zu schnell gekommen, kritisierte Wulff die Modellpolitik des Autokonzerns.
Christian Wulff kritisiert die Modellpolitik von VW. Foto: dpa

Christian Wulff kritisiert die Modellpolitik von VW. Foto: dpa

HB FRANKFURT. Das Unternehmen habe zu viel in die Marken Phaeton, Lamborghini, Bugatti und Bentley investiert, sagte Wulff mit Blick auf den drastischen Gewinneinbruch des größten europäischen Autokonzerns in diesem Jahr. Wenn das Unternehmen jetzt volumenstarken Modellen wie dem Golf mehr Aufmerksamkeit widme, habe es „mittelfristig eine gute Perspektive“. Fehler habe es auch bei VW in Brasilien gegeben, wo Beschäftigungsgarantien bis 2006 ausgesprochen worden seien. „VW ist jetzt aber auf einem guten Weg“, fügte Wulff hinzu. Das Land Niedersachsen ist mit knapp 20 % größter Anteilseigner von VW.

Vorstandschef Bernd Pischetsrieder hatte erst am Sonntag einen weiteren Oberklassewagen bis 2007 angekündigt, der gegen den 5er BMW und die Mercedes E-Klasse konkurrieren soll. Zudem hatte VW bestätigt, in diesem Jahr an allen neun deutschen Standorten keine Gewerbesteuer zu zahlen. Die Vorwürfe Wulffs wollte der Autokonzern am Montag nicht kommentieren.

Analysten zeigten sich von den Äußerungen Wulffs unbeeindruckt. Er gebe lediglich wider, was seit Jahren bekannt sei. „Er sagt das, was viele andere auch sagen, das ist nichts Überraschendes“, sagte ein Analyst. VW badet nach Einschätzung der Experten derzeit eine Strategie aus, die noch unter der Leitung des vorherigen Konzernchefs beschlossen worden sei. „Herr Wulff ist natürlich daran interessiert, dass Arbeitsplätze in Niedersachsen erhalten bleiben“, sagte ein weiterer Analyst. „Und die liegen in Emden und Wolfsburg - für den Passat und den Golf.“

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%