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Analysten zeigten sich enttäuscht US-Gesundheitsbehörde sorgt bei Schering für Ernüchterung

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Schering hatte von der FDA im vergangenen Jahr für Bonefos zur Verminderung von Knochenmetastasen bei Brustkrebs eine vorrangige Prüfung zugebillt bekommen. Die Frist hierfür war am 6. Januar abgelaufen. Das Mittel ist bereits in rund 67 Ländern vor allem zur Behandlung der tumorbedingten Knochenzerstörung und der so genannten Hyperkalzämie zugelassen. 2003 erwirtschaftete das Präparat nach früheren Schering-Angaben Umsätze von 49 Millionen Euro. Brustkrebs ist die häufigste Todesursache bei Frauen zwischen 40 und 55 Jahren. Die Krankheit ist nach Lungenkrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen überhaupt.

Analysten zeigten sich von der Nachricht negativ überrascht. „Da die Erwartung einer US-Zulassung die jüngste Kursentwicklung der Aktie angetrieben hat, wird die heutige Nachricht unserer Ansicht nach als eine Enttäuschung gesehen“, kommentierte Isabella Zinck, Pharmaanalystin bei der HVB. Für ihren Kollegen Martin Possienke vom Brokerhaus Equinet ist nun entscheidend, welche Daten die FDA von Schering noch verlangt. „Falls sie zusätzliche klinische Daten sehen wollen, wäre dies katastrophal für Schering, da das Unternehmen sehr wahrscheinlich unterstützende Daten nicht vor 2007 beschaffen könnte“, kommentierte Possienke.

Das Bankhaus ABN Amro hatte für das Produkt im Jahre 2010 einen Spitzenumsatz von 328 Millionen Euro geschätzt. „Es besteht ein Risiko, dass diese Nachricht etwas noch ernsteres anzeigt als bloß eine vorsichtigere FDA“, kommentierte die niederländische Bank. Die Analysten der WestLB stuften inzwischen die Schering-Aktie auf „Neutral“ von „Outperform“ zurück.

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