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Anlagenbauer Dürr streicht Hunderte Stellen bei Tochterfirma Homag

Beim Schwarzwälder Maschinenbauer fallen bis Ende nächsten Jahres zahlreiche Jobs der schwachen Auftragslage zum Opfer. Ein Werk wird geschlossen.
Update: 06.11.2019 - 19:08 Uhr Kommentieren
Zwei Drittel der Homag-Belegschaft arbeitet in Deutschland. Quelle: dpa
Homag

Zwei Drittel der Homag-Belegschaft arbeitet in Deutschland.

(Foto: dpa)

Bietigheim-Bissingen Der Maschinenbauer Dürr streicht bei seiner Tochterfirma Homag rund 350 von 4100 Stellen in Deutschland und stellt deren Produktion im niedersächsischen Hemmoor ein. Nach außerordentlich starken Vorjahren sei die Nachfrage aus der Möbelindustrie in diesem und voraussichtlich auch im kommenden Jahr deutlich geringer, teilte Dürr am Mittwoch mit.

Die Homag Group stellt Maschinen und Anlagen für die Möbel- und Holzbauindustrie her und gehört zum Dürr-Konzern. Die in Hemmoor hergestellten Maschinen zur Produktion von Möbeln sollen künftig aus anderen Werken in Deutschland und Polen kommen.

Der Weltmarktführer für Holzbearbeitungsmaschinen reagiert damit auf einen um 13 Prozent gesunkenen Ordereingang, nachdem die Anlagen zuletzt noch voll ausgelastet waren.

Zudem gebe es ein Missverhältnis: Fast zwei Drittel der Belegschaft arbeite in Deutschland, während 80 Prozent des Umsatzes aus dem Ausland kämen. Mit dem Maßnahmenpaket baue man Überkapazitäten im Inland ab und trage dem Ausbau von Kapazitäten in Wachstumsmärkten Rechnung, teilte Dürr weiter mit.

Einmalig rund 40 Millionen Euro soll das Programm zur Steigerung der Effizienz kosten, den größten Teil davon noch in diesem Jahr. Beim Ergebnis nach Steuern erwartet Dürr daher nun nur noch 115 bis 130 Millionen Euro – bisher lag der Korridor des Konzerns aus Bietigheim-Bissingen zwischen 145 und 160 Millionen.

Die Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) werde dadurch bei 4,4 und 4,9 Prozent liegen statt bei 5,5 bis 6,0 Prozent. Bei Homag allein bleibt nur ein einstelliger Millionengewinn übrig. Im Gegenzug plant Dürr spätestens ab 2021 mit jährlichen Einsparungen in Höhe von rund 15 Millionen Euro.

Im dritten Quartal verbuchte der Dürr-Konzern einen Umsatz von rund 994 Millionen Euro. Das war ein Plus gegenüber dem Vorjahresquartal von 0,9 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern lag bei 38,4 Millionen Euro und damit um 8,8 Prozent über dem Wert von 2018.

In den ersten neun Monaten stagnierte der Nettogewinn von Dürr damit bei 102,1 (2018: 103,5) Millionen Euro. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 2,87 Milliarden, der Auftragseingang um vier Prozent auf 2,86 Milliarden Euro.

Ursprünglich sollten die Zahlen erst am Donnerstag vorgelegt werden.

Mehr: Das lukrative China-Geschäft des Unternehmens geht zurück. Daher muss Dürr seinen Ausblick nach unten korrigieren. Die Aktie gibt kräftig nach.

  • dpa
  • rtr
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