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Anlagenbauer Gea erteilt weiteren Aktienrückkäufen eine Absage

Gea hatte zuletzt sein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von rund 450 Millionen Euro abgeschlossen. Weitere sollen derzeit nicht folgen.
Update: 19.04.2018 - 14:29 Uhr Kommentieren
Der Maschinenbaukonzern steht seit längerem unter Druck. Quelle: dpa
GEA Group

Der Maschinenbaukonzern steht seit längerem unter Druck.

(Foto: dpa)

Oberhausen Der scheidende Vorstand des Anlagenbauers Gea hat Forderungen nach einem weiteren Aktienrückkauf eine Abfuhr erteilt. „Am wichtigsten sind die für uns notwendigen Investitionen in unsere Zukunft“, sagte Konzernchef Jürg Oleas am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Oberhausen.

Danach folge eine stabile Dividende und Kapitalausstattung. „Weitere finanzielle Mittel werden wir langfristig für passende kleine bis mittlere Akquisitionen einsetzen. Sollten darüber hinaus weitere freie Mittel zur Verfügung stehen, könnten wir auch ein neues Aktienrückkaufprogramm oder eine Sonderdividende in Betracht ziehen.“

Damit sprach der Manager, der das Unternehmen zur Hauptversammlung 2019 verlassen will, Kleinanlegern aus der Seele: „Nicht benötigte Mittel sollten an die Aktionäre ausgeschüttet werden“, forderte etwa ein Anleger. Großaktionär Elliott sieht das anders, wie Reuters von Insidern erfuhr: Er fordert, die Einkaufstour mindestens einzuschränken und weitere Aktien zurückzukaufen.

Der seit 2004 amtierende Konzernlenker hatte im vergangenen Monat angekündigt, seinen Vertrag nicht zu verlängern. Am Mittwochabend teilte Gea mit, dass auch Finanzvorstand Helmut Schmale vorzeitig gehen wird. Aufsichtsratschef Helmut Perlet erklärte, die Suche nach einem Nachfolger für den Firmenchef habe Vorrang, da dieser dann Einfluss auf die Wahl des neuen Finanzvorstandes nehmen solle. „Wir suchen aber keinen Kernsanierer, sondern jemanden, der das Unternehmen weiterentwickelt.“

An der Börse kam der anstehende Führungswechsel gut an: Die Papiere notierten über drei Prozent im Plus bei 34,49 Euro. Gleichwohl haben die im MDax notierten Papiere in den vergangenen sechs Monaten damit rund 20 Prozent an Wert verloren.

Nach den Prognosesenkungen und dem Gewinnrückgang in 2017 musste sich Oleas die harsche Kritik der Anleger gefallen lassen. „Die Gea-Welt ist irgendwie aus den Fugen geraten. Was ist eigentlich los bei der Gea“, fragte Jella Benner-Heinacher von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Die mehrfache Senkung des Ausblicks sprächen nicht für die Prognosefähigkeit des Vorstandes, der sich wohl verzettelt habe. Benner-Heinacher erklärte, dass die DSW die Entlastung des Vorstandes ablehne. Andere Anleger nannten die trotz Gewinnrückgangs angehobene Dividende eine „Baustellenprämie“ oder „Beruhigungspille“.

Anders als die boomende Maschinenbaubranche steht der überwiegend für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie produzierende Anlagenbauer seit längerem unter Druck. Der Konzernumbau dauert an und sorgte bislang nicht für die versprochenen Einsparungen. Darüber hinaus belasten Währungseffekte und die schwache Nachfrage aus der Milchindustrie. Oleas stellte zuletzt die Prognose für 2018 unter den Vorbehalt, dass sich der Auftragseingang im zweiten Quartal positiv entwickelt.

2017 verbuchte Gea bei einem Umsatzplus von 2,5 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro einen Rückgang des Konzernergebnisses um 14,5 Prozent auf 243,3 Millionen Euro. Gleichwohl sollen die Aktionäre eine um fünf Cent auf 80 Cent angehobene Dividende erhalten.

  • rtr
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