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Anlagenbauer Gea will bis Ende 2020 rund 800 Stellen streichen

Im Rahmen seines Restrukturierungsprogramms plant der Anlagenbauer, Hunderte Jobs abzubauen und sich von Randbereichen zu trennen. So will Gea seinen Umsatz steigern.
Update: 26.09.2019 - 11:45 Uhr Kommentieren
Gea will 800 Stellen streichen Quelle: dpa
Gea-Mitarbeiter

Der Anlagenbauer wird neu strukturiert.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der seit Februar amtierende Gea-Chef Stefan Klebert will den Spezialanlagenbauer auf Profit trimmen und dafür Stellen streichen und Randbereiche verkaufen. Zunächst muss der Manager aber tief in die Tasche greifen: Bis 2022 wird der Konzernumbau zwischen 210 und 250 Millionen Euro kosten, wie Finanzvorstand Marcus Ketter am Donnerstag vor Investoren ankündigte. Das soll dann aber auch Einsparungen von jährlich 65 bis 130 Millionen Euro bringen.

„Die Wachstumsaussichten sind intakt, aber mit unserer heutigen Profitabilität sind wir nicht zufrieden“, erläuterte Klebert beim Kapitalmarkttag. Bis Ende 2020 sollen deshalb rund 800 der weltweit 18.500 Arbeitplätze wegfallen. Zudem sollen Teile der Landwirtschafts- und Kältetechnik verkauft werden, damit sich Gea stärker auf die Produkte für die Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie konzentrieren kann.

„Nahrungsmittel, Getränke und Medikamente braucht der Mensch unabhängig von Konjunkturzyklen“, betonte Klebert. Zusammen kommen die zum Verkauf stehenden Bereiche mit knapp 700 Mitarbeitern auf einen Umsatz von etwa 200 Millionen Euro. Die Trennung von den Randgeschäften soll bis Ende 2020 über die Bühne gehen.

Die Maßnahmen sollen die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) vor Restrukturierungsaufwand mittelfristig auf 11,5 bis 13,5 Prozent hieven. Im laufenden Jahr peilt das Unternehmen noch eine Ebitda-Marge von 9,8 Prozent an. Der Umsatz soll bis 2022 jährlich um durchschnittlich zwei bis drei Prozent steigen.

Für 2019 bekräftigte Klebert trotz der weltweiten Konjunktureintrübung seine Prognose, die moderate Einbußen beim Umsatz vorsieht. Das Ebitda vor Restrukturierungskosten wird zwischen 450 und 490 Millionen Euro erwartet. Trotz der Einbußen ist eine unveränderte Dividende von 85 Cent geplant. 2018 hatte der Konzern bei einem Umsatzplus von knapp fünf Prozent auf 4,8 Milliarden Euro einen Rückgang beim Ebitda um acht Prozent auf 518 Millionen Euro verbucht und damit das bereits reduzierte Ziel verfehlt.

Klebert hatte bereits angekündigt, den Anlagenbauer mit einer neuen Konzernstruktur wieder auf Erfolgskurs bringen zu wollen. Dabei macht er eine Rolle rückwärts: Er gibt die von seinem Vorgänger Jürg Oleas eingeführte Zweisäulen-Strategie auf und gliedert das Unternehmen in fünf Divisionen.

Die Kosten für den Konzernumbau sind allerdings bislang noch ebenso unbekannt wie die insgesamt angestrebten Einsparungen.

Mehr: Nestlé hatte in Deutschland zuletzt massiv Stellen abgebaut. Nun wird investiert, um die Werke effizienter, digitaler und nachhaltiger zu machen.

  • rtr
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