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AnsaldoEnergia Italienische Regierung funkt Siemens bei Kaufplänen dazwischen

Das zweitgrößte Industrieunternehmen Italiens will seine Energiesparte AnsaldoEnergia verkaufen. Siemens galt unter den Bietern bisher als Favorit. Doch jetzt schaltet sich die italienische Regierung ein.
02.10.2012 Update: 02.10.2012 - 22:42 Uhr 2 Kommentare
Der Hauptsitz von Finmeccanica. Quelle: Reuters

Der Hauptsitz von Finmeccanica.

(Foto: Reuters)

Mailand Die italienische Regierung plädiert für eine Übernahme der Finmeccanica-Energiesparte durch ein nationales Unternehmen. Nachdem Insidern zufolge Siemens Favorit im Rennen um AnsaldoEnergia ist, signalisierte Industrieminister Corrado Passera am Dienstag, er bevorzuge einen Kauf durch Italiener.

Allerdings sei ein Gebot aus dem Ausland ebenfalls willkommen, sollte es Arbeitsplätze und Wachstum sichern, sagte der Minister. Der staatlich kontrolliert Fondo Strategico Italiano (FSI) hat Kreisen zufolge ebenfalls Interesse bekundet.

Von Bankern hatte Reuters erfahren, dass Siemens rund 1,3 Milliarden Euro für das Unternehmen auf den Tisch legen will, das neben dem italienischen Rüstungskonzern auch dem US-Fonds First Reserve gehört. Finmeccanica ringt mit den Folgen der Schuldenkrise und einem Korruptionsskandal. Um die Wende im laufenden Jahr zu schaffen, will Italiens zweitgrößtes Industrieunternehmen Konzernteile für gut eine Milliarde Euro verkaufen.

Allerdings ist der Verkauf von wichtigen Unternehmen an ausländische Konzerne in Italien hoch umstritten. Für Aufregung sorgte zuletzt etwa die Übernahme des Lebensmittelkonzerns Parmalat durch den französischen Käsehersteller Lactalis.

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    • rtr
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    2 Kommentare zu "AnsaldoEnergia: Italienische Regierung funkt Siemens bei Kaufplänen dazwischen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @ netshadow
      Richtig, Italien kommt als Nettozahler in die EU-Kasse nach Deutschland und vor Frankreich. Auch bemerkenswert!
      Nirgendwo habe ich finden können warum.
      Genauso merkwürdig ist dass Italien Geld an Griechenland zu 3% leiht, muss aber selbst 5% Zinsen bezahlen!
      Vielleicht weil die Italiener überzeugte Europäer sind?!
      Ich denke leider eher dass die Franzosen kleverer waren.

    • "Ja, aber deutsches Geld hingegen nehmen die Spaghettis wieder gerne!"
      Italien ist Einzahler.
      Und gerade bei Siemens würden mir auch alle Wahnlampen angehen.
      Dazu braucht Italien keine "Energiewende", wenn schon meckern, soll sich Siemens auch erstmal um die deutsche Energieversorgung kümmern. Diese wird nämlich durch den Kauf eines ausländischen Unternehmens wohl auch nicht billiger für den Verbraucher.

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