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Anteile verkauft Mitsubishi gibt Proton ab

Um sich dringend benötigtes Geld zu beschaffen hat der angeschlagene japanische Autobauer Mitsubishi Motors (MMC) nach Angaben aus Marktkreisen seine Beteiligung an dem malaysischen Konkurrenten Proton verkauft.

HB KUALA LUMPUR/TOKIO. MMC habe den 7,93-Prozent-Anteil für umgerechnet rund 84 Mill. € über die malaysische Investmentbank CIMB an Investoren verkauft, sagten am Montag Banker, die mit der Transaktion vertraut sind. Ein Mitsubishi-Sprecher wollte den Verkauf nicht bestätigen: „Wir erwägen, uns von dem Anteil an Proton zu trennen.“ Details würden veröffentlicht, sobald die Transaktion abgeschlossen sei, sagte der Sprecher.

MMC war seit Gründung von Proton 1983 mit dem Unternehmen verbunden, hatte Motoren nach Malaysia geliefert und an dem Design der Fahrzeuge mitgewirkt. Bei der Transaktion musste MMC nach Angaben von Bankern einen Abschlag von 5,2 % auf den Proton-Schlusskurs vom Montag hinnehmen. „Alles war in zwei Stunden abgeschlossen. Die Nachfrage war ziemlich gut“, sagte ein Händler.

Auch die MMC-Muttergesellschaft Mitsubishi Corp hält 7,93 % an Proton. Die malaysische Staatsholding Khazanah Nasional, die 32 % an Proton hält, hatte die angebotene Übernahme des MMC-Anteils abgelehnt.

Mitsubishi Motors braucht dringend frisches Geld, um neue Modelle zu entwickeln und die erwarteten Verluste auszugleichen, die vor allem durch faule Kredite an junge Autokäufer in den USA entstanden waren. Der Autokonzern Daimler-Chrysler, der 37 % an MMC hält, hat vor kurzem ein Team um Smart-Chef Andreas Renschler nach Japan geschickt, um einen Sanierungsplan für Mitsubishi auszuarbeiten. Im April wollen die Großaktionäre über eine Kapitalerhöhung für MMC entscheiden.

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