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Antrag bei Gericht Shell legt sich mit Greenpeace an

Die Umweltorganisation Greenpeace sieht sich einer Klage des Ölkonzerns Shell ausgesetzt. Das Unternehmen will erreichen, dass Aktivisten bei Protesten mindesten 500 Meter Abstand zu Shell-Grundstücken wahren.
21.09.2012 - 18:50 Uhr 8 Kommentare
Demonstration vor einer Shell-Tankstelle in den Niederlanden. Quelle: AFP

Demonstration vor einer Shell-Tankstelle in den Niederlanden.

(Foto: AFP)

Amsterdam Der Ölkonzern Shell hat so seine eigenen Erfahrung mit Greenpeace gemacht, als die Umweltschützer die Nordsee-Plattform im Jahr 1995 Brent Spar besetzten. Die Aktivisten protestierten gegen die geplante Versenkung der Öllagerplattform und riefen – mit beachtlichem Erfolg – zum Boykott der Tankstellen des Unternehmens auf. Shell entschied sich schließlich, die Anlage in Norwegen abzuwracken und zu entsorgen.

Jetzt hat Royal Dutch Shell einen Antrag bei einem Gericht in Amsterdam gegen Greenpeace eingereicht. Das Unternehmen fordert, Greenpeace sämtliche Protestaktionen in einem Umkreis von 500 Metern von Shell-Grundstücken zu verbieten. Ansonsten will der Ölkonzern die Umweltschutzorganisation auf Zahlung von einer Millionen Euro verklagen.

Mit dem Schritt will Shell ein 4,5 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) schweres Projekt im Nordpolarmeer schützen, wo der Konzern vor der Küste Alaskas nach Öl bohrt. Greenpeace sprach von einem „juristischen Vorschlaghammer, der den öffentliche Diskurs ersticken soll.“

Ein Urteil wird frühestens in zwei Wochen erwartet. Shell und Greenpeace haben ihre Hauptquartiere in den Niederlanden. Greenpeace hält die Förderung von Öl in der Arktis für gefährlich, da vor allem unzureichende Vorkehrungen gegen mögliche Lecks bestünden. Shell hat aber etliche Umweltauflagen erfüllt, um die notwendigen Genehmigung für die Testbohrungen zu erhalten. Greenpeace ist bereits von einem US-Gericht dazu verpflichtet worden, sich nicht näher als eine Kilometer Schiffen von Shell, die auf dem Weg nach Alaska sind, zu nähern.

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    Der Auslöser für die Klage war ein Protest in den Niederlanden. Vergangene Woche hatten Greenpeace-Aktivisten Dutzend Tankstellen blockiert.

    • dapd
    • mdo
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    Mehr zu: Antrag bei Gericht - Shell legt sich mit Greenpeace an
    8 Kommentare zu "Antrag bei Gericht: Shell legt sich mit Greenpeace an"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Hi Energieelite, ich hatte in einem Unternehmen gearbeitet, dass durch eine NGO (auf Namensnennungen verzichte ich) in den Medien angegriffen wurde. Es hatte keine Fördermitgliedschaft und so schickte diese Organisation ihre Berufsdemonstranten fotogen vor die Unternehmenszentrale und skandalisierte ein Verhalten das von Wettbewerbern die eine Fördermitgliedschaft eingerichtet hatten akzeptiert wurde.

      Vandale

    • Dieser "kleine Schluckspecht" verbrauche in der 60-PS-Version 4,5 Liter und stoße mehr als 100 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Das sei mehr als die spritsparenden Varianten der schwereren Modelle Polo, Golf und Passat. (dpa)

    • Die Aktionen von Greenpeace sind und bleiben aus unserer Sicht völlig unverständlich und haben auch nichts mit Umweltschutz zu tun
      Greenpeace schießt weiter gegen VW
      Die Umweltschützer von Greenpeace wollen mit einem bundesweiten Aktionstag am Samstag gegen eine angeblich unzureichende Klimaschutzpolitik des VW-Konzerns mobilmachen. "Obwohl Volkswagen bereits eine eigene Technik für effizientere Autos entwickelt hat, überschwemmt der Konzern den Markt mit klimafeindlichen Spritschluckern", sagte Greenpeace-Verkehrsexperte Wolfgang Lohbeck am Freitag in Hamburg. Allein die 2,9 Millionen im vergangenen Jahr in Europa verkauften VW-Autos stießen bis zu ihrer Verschrottung mehr als 60 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) aus. Das entspreche fast dem Ausstoß Schwedens.
      Der VW-Konzern wies die Vorwürfe zurück. "Die Aktionen von Greenpeace sind und bleiben aus unserer Sicht völlig unverständlich und haben auch nichts mit Umweltschutz zu tun", sagte Unternehmenssprecher Stephan Grühsem. Sie richteten sich gegen einen Automobilkonzern, der über eine der umweltfreundlichsten Flotten weltweit verfüge. So lägen bei den CO2-Werten der europäischen Flotte 22 Modelle unter 100 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer.
      Greenpeace will in 30 deutschen Städten – darunter Köln und Hamburg – auf Autoüberzügen Protestunterschriften sammeln und VW so zu einer klimaschonenden Modellpolitik auffordern. In einigen Städten sollen Beiträge von jungen Filmemachern gezeigt werden, welche die Umweltversprechen der VW-Werbung aufs Korn nehmen. Auf www.films.vwdarkside.com kann bis zum 17. November über die besten Beiträge abgestimmt werden.
      "Es ist skandalös, dass der VW-Konzern öffentlich für mehr Klimaschutz wirbt, aber noch nicht einmal seine klimaschonende Spritspartechnik serienmäßig auf die Straße bringt", polterte Lohbeck. Jüngstes Beispiel für mangelnde Klimaschutzabsichten bei Europas größtem Autobauer sei die Einführung des Kleinwagens Up. Dieser "kleine Schluckspecht" verbrauche in der 60-P

    • Über die Aktionen dieser "Organisation"
      kann man geteilter Meinung sein , fakt ist , nicht nur bei dieser hier wurden Menschenleben gefährdet und gegen Gesetze verstoßen .





      P R E S S E M I T T E I L U N G









      Greenpeace-Aktion am Sylter Außenriff gefährdet Menschenleben und verstößt gegen Gesetze

      http://www.eo-ems.de/dit_dat/presse_vdkk_greenpeace.htm

    • Greenpeace hat m.E. nie zu einem Boykott von Shell aufgerufen - auch nicht damals. Ein Boykott ist jedenfalls wenig sinnvoll, agieren alle anderen Konzerne letztlich ähnlich desaströs. Der Boykott-Aufruf wurde m.E. von anderen Akteuren ausgerufen! Bitte überprüfen!

      Ich drücke Greenpeace die Daumen! Lasst Euch nicht einschüchtern. Shell und Gazprom: Raus aus der Arktis! Dreckige Öl-Geschäfte müssen beendet werden.

    • Hallo Thomas,

      Patrick Moore ist nicht der Einzige aus der Greenpeace Gründergeneration der zu neuen Einsichten gekommen ist.

      Zitat: Alles was wir einst geglaubt haben hat sich als falsch herausgestellt.

      Vandale

    • Der Mut von Shell ist bewundernswert und dem Unternehmen Erfolg zu wünschen.

      Oekokonzerne und andere NGOs mit 3 - stelligen Millionenumsätzen üben einen starken Einfluss auf die Politik ohne jegliche demokratische Legitimation aus.

      Die Geschäftsmodelle einiger NGO ähneln teils denen bekannter süditalienischer Organisationen.

      Ein Geschäftsmodell ist das Unternehmen Spenden, oder "Fördermitgliedschaften" zeichnen um nicht Ziel dieser Organisationen werden. Ein anderes Geschäftsmodell ist es mit Umweltklagen Projekte zu verzögern um dann gegen eine Spende von der Klage zurückzutreten.

      Vandale

    • Ah die Grünfriedlichen wissen wieder mal alles.
      Vieleicht sollten sich dei Grünfriedlichen mal mit den Ansichten und dem Wissen von Dr Partick Moore einem ihrer Gründer auseinandersetzen.
      Siehe http://tinyurl.com/3yhsk4l

      Die Geschichte mit der Brent Spar war übrigens ein Schuss in den Ofen von den Grünfriedlich.
      Aber die Kassen waren anschliesend wieder voll.

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