Arbeiterproteste Toyota heuert in Indien 1000 Leiharbeiter an

Die Fließbänder stehen seit über einer Woche still – jetzt ergreift Toyota im Streit mit den indischen Gewerkschaften die Initiative. Dabei scheint der Streitwert gering: Die Arbeitnehmer fordern 47 Euro mehr im Monat.
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Die indischen Arbeitnehmer protestieren gegen das geringe Gehalt, das Toyota auszahlt. Quelle: AFP

Die indischen Arbeitnehmer protestieren gegen das geringe Gehalt, das Toyota auszahlt.

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BangaloreDie Bänder der zwei Werke von Toyota in Indien stehen wegen eines Streits mit den Gewerkschaften seit mehr als einer Woche still. Das Unternehmen setzt daher rund 1000 Leiharbeiter ein, um die Produktion wieder zu starten, wie es am Dienstag mitteilte. Auch 2000 Lehrlinge und Büromitarbeiter sollen helfen, dass wieder Autos produziert werden. In den beiden Werken nahe Bangalore im Süden Indiens arbeiten normalerweise rund 6400 Menschen.

Geschäftsführung und Gewerkschaften streiten seit mehr als zehn Monaten um Lohnerhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen. Vor rund zehn Tagen war der Konflikt eskaliert, Arbeiter protestierten gewaltsam für mehr Lohn. Toyota schloss die Werke daraufhin. Sie sollten am Montag wieder öffnen, der Autobauer verlangte von den Beschäftigen aber, vorher einen Verhaltenskodex zu unterzeichnen. Das lehnten die Gewerkschaften ab.

Die Arbeitnehmer wollen 4000 Rupien (47 Euro) mehr im Monat, Toyota will unter Verweis auf die nachlassende Nachfrage nach Autos in Indien höchstens 3050 Rupien mehr zahlen. Indien gilt dennoch als Wachstumsmarkt. Bislang haben dort nur 15 von 1000 Menschen ein Auto.

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