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Arvinas Bayer kooperiert mit US-Biotechfirma im Pharma- und Agrargeschäft

Beide Unternehmen wollen bei der Entwicklung neuer Arzneien zusammenarbeiten. Arvinas könnte dabei von Bayer bis zu 745 Millionen Dollar erhalten.
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Die Technologie von Arvinas will der Dax-Konzern nicht nur im Pharmabereich nutzen, sondern auch in seinem Agrargeschäft. Quelle: Reuters
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Die Technologie von Arvinas will der Dax-Konzern nicht nur im Pharmabereich nutzen, sondern auch in seinem Agrargeschäft.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Bayer hat eine millionenschwere Kooperation mit der US-Biotechfirma Arvinas vereinbart. Die beiden Unternehmen wollen bei der Entwicklung neuer Arzneien zur Behandlung kardiovaskulärer, onkologischer und gynäkologischer Krankheiten zusammenarbeiten, wie Bayer am Dienstag mitteilte.

Innerhalb der Zusammenarbeit winken Arvinas potenzielle Zahlungen von Bayer von insgesamt bis zu mehr als 745 Millionen Dollar, die beim Erreichen bestimmter „Meilensteine“ fällig werden. Bayer erwirbt zudem eine Beteiligung an der US-Firma, wollte zu deren Höhe aber keine Angaben machen. Für die Beteiligung, eine Vorauszahlung und Forschungszahlungen legen die Leverkusener zunächst 60 Millionen Dollar auf den Tisch.

Arvinas hat sich auf die Entwicklung von Therapien zum Abbau krankheitsverursachender Proteine spezialisiert. Die Moleküle, die das Unternehmen herstellt, nutzen dabei das körpereigene Proteinentsorgungssystem. Sie sollen den Vorteil bieten, das Zielprotein direkt zu entfernen statt es nur zu blockieren.

Während der kommenden vier Jahre wird Bayer die Firma bei der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung unterstützen und erhält die Rechte an neuartigen Leitstrukturen, die im Rahmen der Kooperation entwickelt werden und als Ausgangssubstanz für die Entwicklung eines neuen Wirkstoffs verwendet werden.

Die Technologie von Arvinas will Bayer aber nicht nur im Pharmabereich nutzen, sondern auch in seinem Agrargeschäft. Dafür gründen die beiden Partner ein Gemeinschaftsunternehmen, das neuartige Pflanzenschutzmittel entwickeln soll – auch dabei sollen die Zielmoleküle nicht gehemmt, sondern abgebaut werden. Für dieses Projekt zahlt Bayer mehr als 55 Millionen Dollar über sechs Jahre.

Bei Arvinas-Anlegern kam die Kooperation gut an: Die Papiere stiegen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um mehr als zehn Prozent, Bayer-Aktien legten knapp zwei Prozent zu.

Mehr: Der Kampf gegen Krebs entwickelt sich zum wichtigsten Markt für die Pharmabranche. Lesen Sie hier, warum deutsche Anbieter dabei nur eine Nebenrolle spielen.

  • rtr
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