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Arzneimittelhersteller Umbaukosten belasten Gewinn bei Stada

Rund zehn Millionen Euro pro Jahr will Stada sparen, wenn der Konzernumbau abgeschlossen ist. Erst einmal aber drücken die Kosten dafür auf das Quartalsergebnis – wenn auch nicht so stark wie zuvor geschätzt.
25.09.2012 - 14:19 Uhr Kommentieren
Arzneimittel-Produktion beim Pharmakonzern Stada. Quelle: dpa

Arzneimittel-Produktion beim Pharmakonzern Stada.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Kosten für den Konzernumbau werden den Gewinn des Arzneimittelherstellers Stada auch im dritten Quartal schmälern. Für den bereits angekündigten Verkauf zweier russischer Werke entstehe eine Sonderbelastung von 9,2 Millionen Euro vor und 7,3 Millionen Euro nach Steuern, die im laufenden Quartal verbucht würden, teilte Deutschlands größter unabhängige Generikakonzern am Dienstag mit.

Die Kosten lägen aber niedriger als zuvor geschätzt, betonte ein Sprecher, der die ursprünglichen Erwartungen nicht nennen wollte. Durch den Verkauf der beiden Werke erwartet Stada ab voraussichtlich 2015 Einsparungen von zehn Millionen Euro pro Jahr.

Schon im ersten Halbjahr hatten die Kosten für das Restrukturierungsprogamm den Stada-Gewinn belastet: Der Überschuss war um 14 Prozent auf 48,1 Millionen Euro gesunken. Für das Gesamtjahr rechnet Stada allerdings mit einem deutlichen Zuwachs beim Gewinn nach Steuern. Der um Sonderfaktoren bereinigte operative Gewinn (Ebitda) soll im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. An den Prognosen habe sich nichts geändert, sagte der Sprecher.

Stada will die Produktion der beiden verkauften Werke bis Ende 2014 auf andere russische Standorte verlagern und diese damit besser auslasten. Für den Übergangszeitraum seien Lieferverträge geschlossen worden. Stada baue dadurch unmittelbar 186 Vollzeitstellen, nach der Verlagerung weitere 200 Arbeitsplätze ab. Die Mitarbeiter würden vom Käufer, die neu entstehende LLC DMN Invest in Moskau, zu den gleichen Bedingungen übernommen. Damit erreiche der Konzern ein Ziel seines Restrukturierungsprogramms - nämlich den Abbau von zehn Prozent der rund 8000 Arbeitsplätze bis Ende 2013 - schon 2012.

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