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Asiengeschäft BASF spürt nachlassende Dynamik

BASF hat ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2020 will der weltgrößte Chemiekonzern in Asien um jährlich acht Prozent wachsen. Jetzt bremsen die Euro-Krise und ein Reformstau in Indien die Erwartungen.
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Der Chemiekonzern BASF bekommt die Euro-Krise selbst im Asien-Geschäft zu spüren. Quelle: dpa

Der Chemiekonzern BASF bekommt die Euro-Krise selbst im Asien-Geschäft zu spüren.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Chemiekonzern BASF sieht Probleme in seinem wichtigen Asiengeschäft. Zwar liefen die Länder Südostasiens recht gut. „Aber Asien insgesamt zeigt nicht die Dynamik, die man erwarten könnte“, sagte der Asien-Chef des Konzerns, Martin Brudermüller, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochausgabe). Die Region werde verletzlicher. Der indische Markt etwa spüre den Reformstau und eine durch die Gesetzgebung ausgelöste Zurückhaltung ausländischer Investoren. „Außerdem zeigen sich auch in Asien Auswirkungen der Euro-Krise - eine weitere Stabilisierung der Lage in Europa ist dringend erforderlich.“

BASF strebt für das Jahr 2020 in Asien einen Umsatz von 29 Milliarden Euro an. Das entspricht einem Wachstum von durchschnittlich acht Prozent pro Jahr. Im vergangenen Jahr setzte das weltgrößte Chemieunternehmen in der Region Asien-Pazifik 14,4 Milliarden Euro um. „China macht die Hälfte unseres Geschäfts und des Chemiemarktes in Asien aus“, sagte Brudermüller. Die andere Hälfte komme aus Südostasien, Japan, Indien, und Australien. „So werden wir in etwa auch unsere Investitionen in Asien verteilen“, kündigte der Manager an.

Im ersten Quartal dieses Jahres hatte BASF in der Region Asien-Pazifik einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro erwirtschaftet und damit fünf Prozent weniger als vor Jahresfrist. Insbesondere im Geschäft mit Basisprodukten sanken die Renditen. Der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen - wie etwa Restrukturierungen - schrumpfte um 47 Prozent auf 219 Millionen Euro.

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