Astra-Zeneca Pharmakonzern leidet unter Generika-Konkurrenz

Der Gewinn beim britischen Pharmakonzern Astra-Zeneca sinkt. Grund ist die Konkurrenz durch Nachahmerprodukte für wichtige Mittel. Nun soll ein neues Krebsmedikament für die Wende sorgen.
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Fachleute gehen davon aus, dass ab kommendem Jahr Gewinn und Umsatz wieder anziehen. Unklar ist aber, wie schnell die Trendwende erreicht wird Quelle: AFP
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Fachleute gehen davon aus, dass ab kommendem Jahr Gewinn und Umsatz wieder anziehen. Unklar ist aber, wie schnell die Trendwende erreicht wird

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LondonDer britische Pharmakonzern Astra-Zeneca spürt weiterhin die Konkurrenz von Nachahmerprodukten für wichtige Mittel wie das Cholesterin-Medikament Crestor. Der Gewinn je Aktie war im dritten Quartal unter Druck, er sank um 15 Prozent auf 1,12 Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Der Konzern nahm zudem weniger Geld mit Medikamenten ein als vor Jahresfrist. Astra-Chef Pascal Soriot sieht dennoch den Wendepunkt erreicht: Die neu entwickelten Mittel vor allem gegen Krebs fingen an, Geld einzubringen.

Die Gewinnbringer der Pharmabranche
Platz 10: Prevenar
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Der Impfstoff schützt vor der Infektionskrankheit Pneumokokken, einer bakteriellen Lungenentzündung, die vor allem für Kleinkinder und ältere Menschen lebensbedrohlich sein kann. Dem Pharma-Riesen Pfizer bringt der Impfstoff jährlich 5,7 Milliarden Dollar ein.

Platz 9: Lantus
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Den Insulin-Stift von Sanofi nutzen weltweit Millionen Diabetiker – und bescheren dem französischen Pharmakonzern jährlich Einnahmen von mehr als sechs Milliarden Dollar.

Platz 8: Herceptin
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Unter dem Namen Herceptin vermarktete der Baseler Pharmakonzern Roche einen Antikörper, der zur Behandlung von einigen Brust- und Magenkrebsformen eingesetzt wird. Die Entwicklung der Arznei durch den Krebsforscher Dennis Slamon wurde 2008 unter dem Titel „Living Proof“ verfilmt. Bis heute hat auch Roche seine Freude an dem Medikament: Es generiert pro Jahr einen Umsatz von 6,7 Milliarden Dollar. Damit trägt Herceptin allein mehr als zehn Prozent zum Jahresumsatz von Roche bei.

Platz 7: Avastin
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Mit Avastin hat Roche ein weiteres profitables Krebsmedikament im Portfolio: Avastin ist beispielsweise für Darm-, Lungen- oder Gebärmutterhalskrebs im fortgeschrittenen Stadium zugelassen. Die Baseler verdienen pro Jahr 6,72 Milliarden Dollar mit dem Wirkstoff.

Platz 6: Revlimid
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Der Wirkstoff des US-Pharmakonzerns Celgene ist in Europa als „Orphan Drug“ zugelassen – also als Medikament für seltene Krankheiten. Das bedeutet, dass es nur in wenigen Fällen verschrieben wird, die Therapiekosten jedoch sehr hoch sind. Das Krebsmittel bringt Celgene im Jahr knapp 7 Milliarden Dollar.

Platz 5: MabThera/Rituxan
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Das wichtigste Krebsmittel von Roche generiert jährlich 7,23 Milliarden Dollar Umsatz. Der unter den Namen MabThera und Rituxan vermarktete Wirkstoff gilt als Vorreiter der sogenannten gezielten Krebstherapie, bei der die Antikörper mittels Gentechnik hergestellt werden.

Platz 4: Remicade
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Die Ampullen der US-Pharmariesen Johnson & Johnson sowie Merck & Co. helfen gegen zahlreiche Krankheiten: In Europa ist das Medikament als Therapie etwa für die chronische Darmerkrankung Morbus Crohn oder die Hautkrankheit Schuppenflechte zugelassen. Der Allrounder bringt den beiden Konzernen jährliche Einnahmen von 8,2 Milliarden Dollar.

Im Juli hatten sich die Briten mit dem US-Konzern Merck auf eine Partnerschaft im Krebsgeschäft geeinigt. Das brachte Astra-Zeneca eine Zahlung von fast einer Milliarde Dollar ein und verhalf den Briten zu einem Umsatzanstieg im abgelaufenen Quartal von neun Prozent auf 6,23 Milliarden Dollar.

Fachleute gehen davon aus, dass ab kommendem Jahr Gewinn und Umsatz wieder anziehen. Unklar ist aber, wie schnell die Trendwende erreicht wird: Auch Branchengrößen wie Roche, Bristol-Myers Squibb oder Merck sind auf lukrativen, aber hart umkämpften Krebsmittel-Markt aktiv.

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