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Atomausstieg Eon-Aufsichtsrat berät neue Strategie

Nach dem geplanten Atomausstieg und den Medienberichten über den Abbau von bis zu 10.000 Stellen will am Montag der Eon-Aufsichtsrat über eine neue Strategie beraten.
08.08.2011 - 12:04 Uhr Kommentieren
Das Logo an der Eon-Zentrale wird gesäubert. Quelle: dpa

Das Logo an der Eon-Zentrale wird gesäubert.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Aufsichtsrat von Eon will die Reaktion des Energiekonzerns auf den Atomausstieg Deutschlands beraten. An diesem Montag kommt das Eon-Kontrollgremium an einem geheim gehaltenen Ort zu einer Strategiesitzung zusammen. Dem Vernehmen nach sollte die mit Spannung erwartete Sitzung am Vormittag oder am Mittag beginnen. Die Arbeitnehmervertreter wollen den Vorstand dabei zur Rede stellen, nachdem in Medienberichten schon seit Tagen von einem massiven Arbeitsplatzabbau und auch Standortschließungen zu lesen ist.

Eon prüft nach eigenen Angaben derzeit mögliche Anpassungen der Strategie und der Aufstellung. Der Konzern hielt sich ansonsten aber sehr bedeckt. Es seien noch keine Entscheidungen gefallen, hieß es am Wochenende zur Begründung. Nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ erwägt Eon den Abbau von bis zu 10.000 Stellen weltweit - das wären mehr als zehn Prozent der gesamten Belegschaft.

Arbeitnehmervertreter zeigten sich schockiert. „Wir sind völlig entsetzt, dass solche Zahlen kolportiert werden, und es tut mir leid für die Mitarbeiter, die das beim Frühstück lesen oder hören müssen“, sagte Konzernbetriebsratschef Hans Prüfe. Deshalb wird eine hitzige Debatte im Eon-Aufsichtsrat erwartet, der auch noch am Dienstag tagen soll.

Der Düsseldorfer Konzern veröffentlicht an diesem Mittwoch Halbjahreszahlen. Spätestens dann muss Vorstandschef Johannes Teyssen öffentlich zu Berichten über massive Einschnitte Stellung nehmen.

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