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Audi und Chrysler China bedrängt deutsche Autobauer

Chinas Kartellwächter verhängen Strafen gegen Audi und Chrysler. Die Autobauer sollen ihre Stellung ausgenutzt und Preise abgesprochen haben. Der Vorfall ist das Ende einer langen Entwicklung.
06.08.2014 Update: 06.08.2014 - 11:41 Uhr 1 Kommentar
Ein Audi in der chinesischen Hauptstadt Peking: Chinesische Kartellwächter bestrafen Audi und Chrysler. Quelle: ap

Ein Audi in der chinesischen Hauptstadt Peking: Chinesische Kartellwächter bestrafen Audi und Chrysler.

(Foto: ap)

Peking/Shanghai Die chinesischen Behörden haben Kartellstrafen gegen die Autobauer Audi und Chrysler angekündigt. Die für die Überwachung der Preisgestaltung zuständige Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) bestätigte am Mittwoch zudem, auch gegen die Daimler-Pkw-Sparte Mercedes Benz zu ermitteln. Ein Sprecher der NDRC erklärte, Untersuchungen hätten ergeben, dass die Volkswagen-Tochter Audi und die Fiat-Tochter Chrysler versucht hätten, ihre marktbeherrschende Stellung auszunutzen. Er kündigte auch Schritte gegen rund zehn japanische Auto-Ersatzteilhersteller an, die ebenfalls gegen das Kartellrecht verstoßen hätten. Die Namen dieser Firmen nannte er jedoch nicht.

Wegen Kartelluntersuchungen hatte zuletzt neben Audi auch der Autobauer Daimler seine Preise für Ersatzteile in China gesenkt. Die Vertretung von Mercedes Benz in Shanghai war am Montag Medien zufolge von Kartellwächtern durchsucht worden.

China geht auf Grundlage eines Gesetzes von 2008 schärfer gegen die internationalen Autoproduzenten vor. Ihnen wird vorgeworfen, ihre marktbeherrschende Stellung zu missbrauchen und die Kunden mit hohen Wartungs- und Reparaturpreisen über den Tisch zu ziehen.

In den vergangenen Jahren wurden bereits Preissenkungen von Medikamenten, Milchpulver oder Schmuck erzwungen. Kartelluntersuchungen in der Nahrungsmittelindustrie zogen hohe Geldstrafen nach sich. China ist für die deutsche Autoindustrie der wichtigste Wachstumsmarkt weltweit.

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    1 Kommentar zu "Audi und Chrysler: China bedrängt deutsche Autobauer"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Das ist hier grundsätzlich auch so, wenn man ein Auto so konstruiert und baut, das man es nur noch in einer Vertragswerkstatt warten lassen kann.

      Die Handwerkszünfte hätten das früher auch nicht geduldet...

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