Audi und die Dieselaffäre Rupert Stadler will reinen Tisch machen

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Keine weitere Verzögerung
Hier lässt Volkswagen Autos bauen
Werk in Dresden
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Der Standort Dresden ist ganz der elektronischen Zukunft des Volkswagen-Konzerns gewidmet: In der sächsischen Landeshauptstadt produzieren 525 Mitarbeiter den E-Golf. Damit ist es das kleinste Werk des Autobauers in Deutschland.

Quelle: Volkswagen

Werk in Zwickau
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Roboter sind beim Karosseriebau des Golf VII im Werk der Volkswagen Sachsen GmbH im Einsatz. Im Werk in Zwickau bauen 8.820 Mitarbeiter den regulären Golf mit Verbrennungsmotor.

Werk in Chemnitz
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In Chemnitz lässt VW Motoren fertigen. 1.837 Mitarbeiter sind in dem Werk beschäftigt.

Werk in Salzgitter
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Auch in Salzgitter fertigen 6.906 Mitarbeiter Motoren. Im Bild: Dieselmotoren vom Typ MDB. Dieselfahrzeuge stehen im Zentrum des andauernden VW-Abgasskandals.

Werk in Emden
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Schweißroboter im Karosseriebau in der Passat-Produktion im Volkswagen-Werk in Emden. In dem niedersächsischen Werk arbeiten 9.017 Mitarbeiter.

Werk in Kassel
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Im VW-Werk Kassel in Baunatal werden Getriebe gefertigt. Mit 16.536 Mitarbeitern ist es die zweitgrößte Produktionsstätte der Republik.

Werk in Braunschweig
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Achsen und Lenkung stehen im VW-Werk Braunschweig auf der Agenda. In dem Werk arbeiten 7.031 Mitarbeiter.

Noch hofft Audi allerdings darauf, dass es nicht so teuer wird und Richter Breyer die billigere Umrüstung aller 80.000 Autos freigibt. Dann würde der Dieselskandal für Audi vergleichsweise günstig werden. Autoexperte Ellinghorst rechnet dann mit Kosten von einigen hundert Millionen Dollar. Vorbild wäre die Umrüstungsaktion in Europa, wo es keinen Rückkauf der betroffenen Autos durch den VW-Konzern gibt und wo alle Fahrzeuge umgerüstet werden. In diesem Fall müssten auch keine zusätzlichen Rückstellungen gebildet werden. Die 18,2 Milliarden Euro, die der Konzern bislang zurückgelegt hat, dürften auch eine Umrüstung aller 80.000 Autos in den USA mit Audi-Motor einschließen.

Audi hofft, dass es an diesem Freitag wirklich eine Entscheidung von US-Richter Breyer gibt. Es wäre so etwas wie der zivilrechtliche Schlussstrich für die Dieselgate-Verfahren in den USA, für Audi und den gesamten Konzern. Dort, wo der Skandal überhaupt erst entdeckt worden ist und wo Volkswagen der entscheidenden Verfolgung durch Justizbehörden ausgesetzt ist.

Die Zeichen, dass genau das passieren wird, stehen nicht schlecht. Richter Charles Breyer hatte schon im November gesagt, dass erhebliche Fortschritte erreicht worden seien. Er äußerte sich „sehr optimistisch“, dass eine Einigung erzielt werden könnte. Dann hatte Breyer auch noch die finale Anhörung vom 30. November auf den heutigen Freitag verschoben und den beteiligten Parteien damit mehr Zeit gegeben, am Ende auch tatsächlich einen tragfähigen Kompromiss zu finden. Eine weitere Verzögerung würde Audi treffen – Vorstandschef Stadler will das Thema endlich vom Tisch haben. 2017 soll Audi wieder befreit und ohne Vorlasten agieren können.

Die rechtlichen Auseinandersetzungen sind für den VW-Konzern allerdings auch mit einer Einigung bei den Audi-Motoren noch nicht beendet. Es fehlt der abschließende Schuldspruch im laufenden strafrechtlichen Verfahren, das der Konzern mit dem US-Justizministerium in Washington führt.

Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller will dieses Verfahren ebenfalls am besten noch in diesem Jahr abschließen – bevor in Washington die neue Administration des künftigen US-Präsidenten Donald Trump die Arbeit nimmt. Neues Personal in den Ministerien dürfte eine weitere Verzögerung bedeuten – etwas, was Volkswagen nach Möglichkeit verhindern will.

Teuer wird eine strafrechtliche Einigung auf jeden Fall. Volkswagen kalkuliert mit eine Strafe von etwa drei Milliarden US-Dollar, wie aus Konzernkreisen in Wolfsburg verlautet. Das Unternehmen hat dafür die nötigen Rückstellungen gebildet, auch diese Belastung könnte der Volkswagen-Konzern aushalten.

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2 Kommentare zu "Audi und die Dieselaffäre: Rupert Stadler will reinen Tisch machen"

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  • @ Mark Hoffman
    Sehe ich genau so. Der VW Konzern ist in seiner Basis ein kerngesunder Laden.
    Daher habe ich mein Depot mit VW Aktien gefüllt ... Rendite z. Zt. 21%. Verkaufe aber noch nicht.

  • Ganz einfach...die Schummelei eingestehen ,die Strafe unter der Trump Regierung abwarten und begleichen und weiter Diesel und Benzin Motoren/Autos bauen.
    Alles andere (E-Auto" wäre reiner Selbstmord auf Raten.

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