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„Aufsichtsrat nicht rechtzeitig informiert“ Cromme kritisiert interne Prüfer

Der neue Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme hat den internen Prüfern des Konzerns mangelhafte Informationen über mögliche Korruptionsfälle an den Aufsichtsrat vorgeworfen.

dpa-afx MÜNCHEN. Dem Prüfungsausschuss des Kontrollgremiums seien "wichtige Informationen nicht rechtzeitig zur Verfügung gestellt worden", sagte Cromme der "Süddeutschen Zeitung". Das hätten die internen Untersuchungen der amerikanischen Kanzlei Debevoise & Plimpton ergeben. Darüber habe die US-Kanzlei den Aufsichtsrat vergangene Woche informiert. Siemens hatte Debevoise & Plimpton im Dezember 2006 eingeschaltet.

Erst vor kurzem hatte der frühere Siemens-Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer Konsequenzen aus der Affäre um schwarze Kassen im Ausland gezogen und war zurückgetreten. In der vergangenen Woche kündigte auch Siemens-Konzernchef Klaus Kleinfeld seinen Rückzug an, nachdem es Widerstand im Aufsichtsrat gegen seine Vertragsverlängerung gegeben hatte. Siemens ist seither auf der Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden. Zudem gibt es Spekulationen um eine Verkleinerung des Vorstandes und der Konzernzentrale.

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