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Auftragsflaute Bombardier baut weiter ab

Beim weltgrößten Verkehrstechnik-Konzern Bombardier steht ein weiterer Stellenabbau in Deutschland bevor. Bis zu ein Viertel der Stellen könnte wegfallen, befürchtet der Betriebsrat am Standort Hennigsdorf.

HB BERLIN. „Wenn wir die Auftragslage und die Fertigungskapazitäten betrachten, sind bis zu 550 Stellen bedroht“, sagte der Betriebsratschef in Hennigsdorf bei Berlin, Michael Wobst, am Donnerstag. „Wir sind bereit, über weitere Einschnitte zu reden, brauchen dann aber eine längerfristige Standortsicherung“, sagte Wobst an dem nach seinen Angaben weltweit größten Bombardier-Bahntechnik-Standort. Auch betriebsbedingte Kündigungen würde er akzeptieren. „Alles andere wäre ein Verschließen der Augen vor den Realitäten.“

Ein Sprecher von Bombardier-Transportation bestätigte Gespräche mit den Betriebsräten, wollte sich aber nicht zu Zahlen eines möglichen Stellenabbaus äußern. Die Lage habe sich aber gegenüber dem Frühjahr geändert, wo Bombardier von 1 500 Stellen gesprochen hatte, die in deutschen Werken gestrichen werden sollten, bestätigte der Sprecher. „Im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld gilt, dass wir noch intensiver schauen müssen, wie es um die Auslastung in den Werken betellt ist.“ Der Sprecher verwies auf die Zurückhaltung bei Aufträgen von großen Kunden. Die Deutsche Bahn als größter Investor in Deutschland fährt seit einiger Zeit ein hartes Sparprogramm und hat geplante Investitionen um Milliarden gekürzt.

Betriebsrat Wobst wies daraufhin, dass der von Bombardier zugesagte Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen im nächsten Frühjahr auslaufe. Auch die Zusage, den Standort insgesamt zu erhalten, laufe nur bis 2006 und sei zudem an eine Mindestauslastung gekoppelt. Bereits im vergangenen Jahr seien mehr als 330 Stellen in Hennigsdorf abgebaut worden.

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