Ausbruch bei Menschen befürchtet Wirtschaft rüstet sich gegen Vogelgrippe

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Unternehmen mit Notfallplänen

Zahlreiche große deutsche Unternehmen haben Notfallpläne für den Fall einer weltweiten Ausbreitung eines für Menschen gefährlichen Vogelgrippe-Virus entwickelt. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bei 20 Dax-Unternehmen. Danach gibt es Verhaltensregeln für Regionen, in denen das derzeit vor allem für Vögel gefährliche H5N1-Virus aufgetreten ist, es werden Medikamente gelagert und Grippeimpfungen empfohlen. Akuten Handlungsbedarf sehen die Unternehmen bisher aber nicht.

Nach Experteneinschätzung reichen die Vorbereitungen der Unternehmen nicht aus. Zwar hätten mittlerweile die meisten Großunternehmen das Thema auf der Agenda. „Das heißt aber noch nicht, dass sie wirklich vorbereitet sind“, sagte der Leiter Sicherheits- und Krisenmanagement des Beratungsunternehmens Result Group, Christopher Schramm. „Beim Mittelstand kommt das Thema jetzt erst an.“

Die Ausbreitung des Virus wird von den meisten befragten Firmen vor allem beobachtet. In vielen Fällen gibt es ständigen Kontakt zu Behörden wie der Weltgesundheitsorganisation WHO und dem in Deutschland für Infektionskrankheiten zuständigen Robert-Koch- Institut. Übereinstimmend hieß es, bisher sehe man keinen Grund zur Sorge, da noch keine Ansteckungskette von Mensch zu Mensch bekannt sei. Den Angaben zu Folge gibt es daher keine Reisebeschränkungen oder -verbote. Häufig werden Hinweise, wie das Meiden von Geflügelmärkten und Tipps für Reisen in betroffene Länder im Intranet der Unternehmen bereitgestellt.

Der weltgrößte Chemiekonzerns BASF lässt einen detaillierten Pandemie-Plan erarbeiten. Dieser soll organisatorische und hygienische Maßnahmen umfassen. Im vergangenen Herbst hätten sich nach einer Empfehlung von BASF 3700 Mitarbeiter gegen Grippe impfen lassen, doppelt so viele wie im Jahr zuvor.

Auch bei der Lufthansa hieß es, die Zahl der Grippeschutzimpfungen habe deutlich zugenommen. Der Konzern verwies darauf, dass die Gefahr, sich in einem Flugzeug anzustecken, gering sei, da die Luft alle drei Minuten ausgetauscht werde.

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