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Auseinandersetzung mit Electrolux AEG-Beschäftigte rüsten sich für Arbeitskampf

Die Beschäftigten des AEG-Hausgerätewerks in Nürnberg bereiten sich auf einen Arbeitskampf vor. Bei einem Treffen wurde eine Tarifkommission mit 48 Mitgliedern gebildet, wie die IG Metall berichtete.

HB NÜRNBERG. Sollte der schwedische Mutterkonzern Electrolux die Schließung des Werks mit 1750 Beschäftigten verfügen, werde man einen Sozialtarifvertrag fordern, sagte der bayerische IG Metall-Chef Werner Neugebauer.

Notfalls werde es - wie beim Infineon-Werk in München - zur Urabstimmung und zum Arbeitskampf kommen. „Wir wollen aber den Erhalt des Standorts“, unterstrich Neugebauer. Seiner Auffassung nach geht es in der Schließungsfrage längst nicht mehr um ökonomische Begründungen. „Es geht um die Ehre von Electrolux-Chef Hans Straberg“, sagte Neugebauer. Straberg hatte angekündigt, mehr als ein Dutzend Electrolux-Werke in Hochlohnländern zu schließen.

Der zweite Bevollmächtigte der IG Metall Nürnberg, Jürgen Wechsler, sagte, die Standortfrage müsse bis Anfang Dezember entschieden werden. „Unsere Mitglieder halten die Ungewissheit nicht länger aus.“ Wechsler zufolge sind unabhängig von der möglichen Fabrikschließung 500 Arbeitsplätze bei AEG unmittelbar gefährdet.

Zum Jahresende laufe eine Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung aus. Die Arbeitszeit werde dann von 30 wieder auf 35 Stunden angehoben, was etwa 200 Arbeitsplätze direkt gefährde. Außerdem werde 2006 die Trocknerfertigung in Nürnberg eingestellt. Davon seien 300 Stellen betroffen.

Electrolux versuche derzeit, mit der Gewerkschaft zu einem Interessensausgleich über diese 500 Stellen zu kommen. „Wir lehnen das ab“, sagte Wechsler. Die IG Metall werde nur über ein „Gesamtpaket“ mit sich reden lassen.

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