Auto-Absatz in Deutschland Diesel-Zulassungen im freien Fall

Im Oktober sind in Deutschland drastisch weniger Diesel-Autos erkauft worden. Gleichzeitig legte der Absatz von Benzinern zu – und auch von Pkw mit alternativen Antrieben. Trotzdem steigt der CO2-Ausstoß insgesamt.
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Der Dieselanteil sinkt bereits seit mehreren Monaten, weil die Käufer wegen drohender Fahrverbote einen großen Bogen um diese Fahrzeuge schlagen. Quelle: dpa
Diesel-Fahrzeug

Der Dieselanteil sinkt bereits seit mehreren Monaten, weil die Käufer wegen drohender Fahrverbote einen großen Bogen um diese Fahrzeuge schlagen.

(Foto: dpa)

HamburgDer Absatz von Diesel-Autos in Deutschland ist im vergangenen Monat erneut stark gesunken. Die Zahl der neu zugelassenen Diesel-Pkw sei im Oktober binnen Jahresfrist um 17,9 Prozent gefallen, teilte das Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt am Donnerstag mit. Nur noch gut ein Drittel (34,9 Prozent) war im Oktober ein Auto mit Selbstzünder.

Dagegen legte der Verkauf von Benzinern weiter zu (plus 18,8 Prozent) und kam auf einen Anteil von 61 Prozent. Der Dieselanteil sinkt bereits seit mehreren Monaten, weil die Käufer wegen drohender Fahrverbote einen großen Bogen um diese Fahrzeuge schlagen und sich stattdessen solche mit Benzinmotor zulegen.

Die Gewinner im europäischen Automarkt
Platz 10 - Kia
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Schwebe wie ein Schmetterling, steche wie eine Biene – diesen Ratschlag von Profiboxer Mohammad Ali übersetzen die Koreaner mit dem Stinger in ein Automodell. Im Oktober konnte Kia kräftig zulegen. Der Absatz in der EU wuchs um 10 Prozent auf 38.000 Fahrzeuge. Im Gesamtjahr beträgt das Plus bislang 8,5 Prozent.

Platz 9 - Skoda
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In Wolfsburg dürfte der Neid auf die tschechische Schwester zunehmen. Anders als die Kernmarke legt Skoda auch im Oktober um 11,2 Prozent auf 55.000 verkaufte Fahrzeuge zu. Das Jahresplus beträgt ordentliche 7,1 Prozent.

Platz 8 - Renault
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Die Franzosen haben im Oktober einen außergewöhnlich erfolgreichen Verkaufsmonat in der EU hingelegt. Mit einem Plus von 16,8 Prozent auf 88.900 verkaufte Fahrzeuge gewinnen sie Marktanteile.

Platz 7 - Peugeot
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Die SUV-Strategie von PSA-Chef Carlos Tavares trägt Früchte. Die neue Opel-Schwester gehört mit einem Plus von 17,7 Prozent und 76.700 verkauften Fahrzeugen zu den großen Gewinnern im europäischen Automarkt.

Platz 6 - Alfa Romeo
5 von 10

Time to say goodbye, wie Andrea Boccelli singt? Von wegen. Trotz jahrelanger Verkaufsgerüchte hat sich die italienische Premiummarke des FCA-Konzerns immer wieder berappelt. Mit 6.200 Fahrzeugen ist der Absatz im Oktober um 18,7 Prozent gestiegen, im Gesamtjahr sogar um 31,9 Prozent. Schuld ist der SUV Stelvio.

Platz 5 - Jeep
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Die Lebensversicherung des FCA-Konzerns schwächelte zuletzt. Im Oktober kann die amerikanische Marke wieder deutlich um 19,8 Prozent auf rund 9400 verkaufte Fahrzeuge zulegen. Seit Jahresbeginn ist der Absatz allerdings nur leicht im Plus.

Platz 4 - Dacia
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Erfolgsmodelle wie der Duster polieren die Absatzbilanz des Renault-Konzerns auf. Die rumänische Billigtochter legt im Oktober um 20 Prozent auf 34.600 Fahrzeuge zu, seit Jahresbeginn um 11,2 Prozent.

Gleichzeitig wurden mehr Fahrzeuge mit alternativen Antrieben verkauft. Der Anteil von Elektroautos und Hybridwagen an den gesamten Neuzulassungen ist jedoch nach wie vor gering. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß aller Neuwagen erhöhte sich leicht auf 127,6 Gramm pro Kilometer. Das liegt unter anderem daran, dass mehr Benziner zugelassen werden, die mehr klimaschädliches Kohlendioxid ausstoßen als Dieselfahrzeuge. Selbstzünder setzen mehr giftiges Stickoxid frei.

Insgesamt kamen im vergangenen Monat gut 272.800 Neuwagen auf die Straßen, 3,9 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Seit Jahresbeginn kletterten die Neuzulassungen um 2,3 Prozent auf knapp 2,9 Millionen Fahrzeuge.

  • rtr
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1 Kommentar zu "Auto-Absatz in Deutschland: Diesel-Zulassungen im freien Fall"

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  • Wer das Kesseltreiben gegen den Diesel verfolgt, kann sich über die Entwicklung beim Absatz nicht wirklich wundern. Eine Beteiligung der Grünen an der kommenden Regierung verschlechtert die Perspektiven für den Diesel weiter. Spätestens wenn dann noch Fahrverbote kommen sollten, wird sich der Ärger der Dieselfahrer wieder Bahn brechen. Es ist zu hoffen, dass die Politik bis dahin die richtigen Antworten gefunden haben wird!

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