Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Die Autoindustrie von morgen

+++ Newsblog IAA +++ Klima-Aktivisten blockieren Haupteingang der IAA

Mehrere hundert Klima-Aktivisten haben am Sonntag den Haupteingang der IAA in Frankfurt blockiert. Die Polizei sprach von einem friedlichen Verlauf der Proteste.
Update: 15.09.2019 - 12:42 Uhr 2 Kommentare
Die wichtigsten Ereignisse des Tages im Überblick:

  • Mehrere hundert Klima-Aktivisten haben am Sonntag den Haupteingang der IAA in Frankfurt blockiert.

  • Die Proteste verliefen nach Angaben der Polizei bislang friedlich.
Redaktionell
Redaktionell
Neueste zuerst
Älteste zuerst
Neuen Beitrag anzeigen
Neue Beiträge anzeigen
Kein Beitrag vorhanden
Anis Mičijević
|
Anis Mičijević
|
Anis Mičijević
|
Anis Mičijević
Bild: AP
Klima-Aktivisten blockieren Haupteingang der IAA

Mehrere hundert Klima-Aktivisten haben am Sonntag den Haupteingang der IAA in Frankfurt blockiert. Sie setzten sich auf die Stufen vor das Messegebäude und hielten Plakate mit Forderungen wie „Autokonzerne entmachten“ oder „Die Straße ist besetzt - Verkehrswende jetzt“ in die Höhe. Die Polizei sprach von einem friedlichen Verlauf der Proteste. Die IAA rief ihre Besucher über Twitter auf, andere Eingänge zu nutzen.

Auch vor einem dieser Eingänge protestierten die Demonstranten des Bündnisses „Sand im Getriebe“. Ziel sei es, „den Ablauf der IAA mit friedlichen Blockaden zu stören“, teilte das Bündnis mit. „Wir setzen damit ein deutliches Zeichen gegen das zerstörerische Verkehrssystem, für das die weltgrößte Automesse nach wie vor steht.“ Die Aktion solle zeigen, dass leere Versprechungen das Bündnis nicht mehr hinhalten könnten.

Die Demonstranten setzen sich für autofreie Städte, kostenlosen öffentlichen Nahverkehr und einen Ausbau von Fahrradwegen ein. „Ein echter Wandel hin zu klimafreundlichem Verkehr ist nur gegen die Profitinteressen der Autolobby möglich“, erklärten sie.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erklärte, der Zugang zur IAA finde statt. Die Besucher würden zu freien Eingängen umgeleitet. Man habe frühzeitig über Straßensperrungen wegen der Demonstrationen informiert, darauf hätten sich die Besucher eingestellt. 
Die IAA 2019 hatte am Samstag ihre Tore für die breite Öffentlichkeit geöffnet, sie dauert noch bis 22. September.

|
Fulya Cayir
Automanager diskutieren mit Politik und Bürgern

Am Rande der Automesse IAA in Frankfurt lädt der Branchenverband VDA zu einem „Bürgerdialog“ über die Mobilität der Zukunft. 
200 Gäste können unter anderem mit Daimler-Chef Ola Källenius, Porsche-Chef Oliver Blume und Bosch-Chef Volkmar Denner über Probleme und Perspektiven des Verkehrs von morgen und den Auto-Standort Deutschland diskutieren.
Ebenfalls auf dem Podium vertreten sind der Grünen-Politiker Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, und Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg.

|
Anis Mičijević

Autoindustrie und Politik müssen gemeinsam die Zukunft der wichtigsten Branche des Landes sichern, fordert Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe. Aus seiner Sicht sollte die Diskussion um das Auto dringend versachlicht werden. Lesen Sie hier seinen Leitartikel:

|
Roman Tyborski
VDA-Präsident Bernhard Mattes legt Amt nieder

Der Präsident des Verbands der Automobilindustrie, Bernhard Mattes, legt zum Jahresende sein Amt nieder. Mattes werde sich neuen Aufgaben zuwenden, teilte der VDA am Donnerstag mit. Zu den Gründen wurde zunächst nichts bekannt. 

Der frühere Ford-Manager ist erst seit März 2018 VDA-Präsident. Der Verband gilt als einer der einflussreichsten Lobbyverbände in Deutschland. Der Schritt kommt mitten zur Internationalen Automesse IAA in Frankfurt.

 Bernhard Mattes 
 Bernhard Mattes    Bild: dpa
|
Roman Tyborski
Das sagt Frankfurts Oberbürgermeister Feldmann zur Absage seiner IAA-Rede:

Wie erklären Sie sich, dass ihre vorgesehene Rede bei der IAA so kurzfristig abgesagt wurde?
Der offizielle Grund ist ein veränderter Programmablauf der Eröffnungsfeier. Ich vermute, dass es so einfach nicht ist. Immerhin ist es ein Novum, dass das Stadtoberhaupt und Aufsichtsratsvorsitzende der Messe nicht zur Eröffnung der IAA redet.

Mit welcher Verkehrspolitik wollen Sie in Frankfurt die Verkehrswende schaffen?
Mit der Fortsetzung meiner bisherigen Leitideen, die alle auf eine sozial-ökologische Verkehrswende zielen. Senkung der Fahrpreise, Ausweitung des Angebots, zum Beispiel Nachtverkehr und die Ausweitung der Kapazität. Ich unterstütze ausdrücklich unseren Verkehrsdezernenten, sein Spitzname „Mister Schiene“ kommt nicht von ungefähr. Wir wollen sieben Schnellbuslinien aus dem Umland, die die Pendler direkt zu den Stationen der Bahnen bringen. Wir wollen einen Schienenring um die Stadt und bestehende Lücken des U-Bahnnetzes schließen. Dazu kommt das Jahrhundertprojekt eines Tunnels unter unserem Hauptbahnhof, dadurch würden Fern- und Nahverkehr getrennt, die Pünktlichkeit steigt und die Kapazität wird größer. Hier ziehen wir mit dem grünen Verkehrsminister an einem Strang, das ist gut so.       

Werden die Städte und Kommunen bei der Verkehrswende ausreichend von der Bundesregierung unterstützt?
Mich freuen Vorschläge die Fahrpreise für alle Schüler und Senioren zu senken. Das kostet zu Beginn Geld, zum Beispiel den RMV, dessen Aufsichtsratsvorsitzender ich bin. Ich sprach über Pünktlichkeit und Kapazität. Wir müssen immer alles im Auge haben, also bezahlbare Tickets und Busse und Bahnen in denen Menschen gerne fahren und die pünktlich sind. Darum wäre es ein Riesenschritt, wenn der Bund sagen würde: Wir finanzieren sogar das Ein-Euro-Ticket für alle. Für Schüler und Senioren habe ich es gemeinsam mit anderen durchgesetzt, bei den Schülern ist es sogar ein finanzieller Erfolg. 

|
Lars Ophüls

"Ok. Ich hatte nicht vor, einen zu kaufen."

Angela Merkel



Das sagte die Kanzlerin am Porsche-Stand auf der IAA in Frankfurt am Donnerstag. Dort erklärte ihr Porsche-Chef Oliver Blume, dass Produktion und Bestellungen des Vorzeige-Elektromodells Taycan sich auf jeweils 30.000 Stück beliefen. "Also ein Jahr Wartezeit", folgerte Merkel. Als Blume antwortete: "Wir machen's exklusiv", lehnte sie dankend ab.
Bild: Thomas Frey, dpa
|
Lars Ophüls
Auch der Besuch der Bundeskanzlerin am BMW-Stand wird von den Protesten der Greenpeace-Aktivisten begleitet.
Bild: Daniel Ronald, AFP
|
Marius Wolf
Merkel fordert Schulterschluss von Staat und Autoindustrie

Autoindustrie und Politik müssen nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel künftig enger zusammenarbeiten. Die Branche stecke in der größten Umbruchphase seit Entwicklung des Autos, sagte Merkel am Donnerstag bei der Eröffnung der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt und verwies auf Neuerungen wie autonomes Fahren oder neue Technologien wie Elektroantriebe. "Das erfordert eine sehr enge Kooperation von staatlichen Stellen und Industrie", sagte Merkel. Der Staat müsse die nötigen Rahmenbedingungen schaffen.

Die Regeln für autonomes Fahren müssten auf Bundes- und nicht Länderebene beschlossen werden, sagte die Kanzlerin. Als Beispiel nötiger Abstimmungen nannte sie den Aufbau einer bundesweiten Ladeinfrastruktur für E-Autos, für das etwa das Wohneigentumsgesetz für Mehrfamilienhäuser geändert werden müsse. Nötig sei auch ein Standard für autonomes Fahren oder den Umgang mit Daten der Autofahrer.

Die Kanzlerin verweis darauf, dass der Verkehrsbereich bis 2030 seine CO2-Emissionen um 40 Prozent senken muss. "Das ist eine Herkulesaufgabe für Sie und für uns."
|
Marius Wolf
Greenpeace-Aktivisten steigen bei Merkel-Rundgang auf Autodächer

Während Volkswagen-Chef Herbert Diess Bundeskanzlerin Angela Merkel den VW-Stand zeigt, steigen mehrere junge Leute auf die Dächer von ausgestellten VWs und entfalten gelbe Transparente der Umweltorganisation Greenpeace. Darauf zu sehen ist ein stilisiertes brennenden Autos und der Slogan "Klimakiller". Trillerpfeifen sind zu hören.

 Eine junge Frau ruft: "Frau Merkel, glauben Sie nicht den Lügen der Autoindustrie!" und "Bitte schaffen Sie Diesel und Benzin ab, wenn Sie das Klimapaket machen." Die Bundeskanzlerin zeigt sich unbeeindruckt und geht mit dem Tross weiter zum Stand der Volkswagen-Tochter Audi.
|
Marius Wolf
Zum Ende ihrer Rede erklärt Merkel, dass man über Bepreisung "recht einfach" CO2 einsparen könne und müsse.

Wenn der Klimaschutz eine Menschheitsaufgabe ist – was ich glaube – dann müssen wir diesen Preis auch zahlen, weil wir sonst ganz andere Preise zahlen.

Angela Merkel

|
Marius Wolf
Das Zusammenbringen von Datenschutz und technischer Weiterentwicklung bezeichnet Angela Merkel als eine "weitere schwierige Aufgabe" – die DSGVO könne da nur der Anfang sein. 
|
Marius Wolf
Merkel betont die Wichtigkeit der digitalen Infrastruktur. Bei der Versteigerung der 5G-Frequenzen habe man darauf geachtet, die Versorgungsauflagen so zu gestalten, "dass sie der Automobilindustrie helfen".
Spätestens Ende 2022 sollen die Autobahnen mit 5G-Standard versorgt sein, Ende 2024 auch die Bundesstraßen.
|
Marius Wolf
Merkel bezeichnet die Elektromobilität heute als Entwurf für die Zukunft.

Wirklich klimafreundlich sind die Autos erst dann, wenn der Strom aus erneuerbaren Energie entsteht.

Angela Merkel

|
Marius Wolf

Die hohe Mobilität hat ihren Preis, wenn nicht klimafreundlichere, effizientere Fahrzeuge hergestellt werden.

Angela Merkel

|
Startseite

2 Kommentare zu "+++ Newsblog IAA +++: Klima-Aktivisten blockieren Haupteingang der IAA"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Das eine Organisation wie Greenpace sowas nötig hat!

  • .....auf Autodächer steigen ist eine Sachbeschädigung...hoffentlich werden sie dafür zur Rechenschaft
    gezogen und müssen den Schaden bezahlen...das sind alles Wohlstandskinder ,die anscheinend
    vergessen haben wem sie dieses Glück mit zu verdanken haben....armes Deutschland!

Serviceangebote