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Die Autoindustrie von morgen

Autobauer Opel will 2019 mit dem „Volks-Elektroauto“ angreifen

Mit dem E-Corsa und weiteren Stromern startet Opel seine Elektrooffensive. Der Konzern will die CO2-Ziele einhalten – andere Baustellen bleiben.
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Opel will 2019 mit dem „Volks-Elektroauto“ angreifen Quelle: Opel
Opel-Chef Michael Lohscheller mit Konzeptauto

Das 120-jährige Jubiläum soll den Beginn einer neuen Ära markieren.

(Foto: Opel)

Mainz Just in dem Moment, als Michael Lohscheller seine Kernbotschaft loswerden will, heulen die Sirenen in der Mainzer Lokhalle auf. Doch der baumlange Opel-Chef lässt sich von dem Lärm nicht aus dem Konzept bringen. Lohscheller bleibt seelenruhig stehen, wartet bis der Fehlalarm vorüber ist und setzt seine Rede fort.

„Opel ist auf einem guten Weg“, sagt der Manager. Der Sanierungsplan „Pace“ sei das erste Konzept, das „wirklich funktioniert“.

Nach zwei Jahrzehnten mit immerwährenden Verlusten will der traditionsreiche Fahrzeughersteller 2018 erstmals wieder einen Gewinn erzielen, um im kommenden Jahr angreifen zu können. 2019 feiern die Rüsselsheimer 120 Jahre Automobilbau.

Das Jubiläum soll den Beginn einer neuen Ära markieren. „Opel wird elektrisch“, frohlockt Lohscheller und verspricht: „Jetzt liefern wir.“ Die wichtigste Produktneuheit kommt ein paar Monate früher als ursprünglich geplant.

Bereits bis zum Sommer des kommenden Jahres sollen Kunden den neuen Corsa als rein elektrisch angetriebene Variante bestellen können. „Das wird ein echtes Volks-Elektroauto“, zeigt sich Lohscheller zuversichtlich. Der Corsa ist das volumenstärkste Modell der Marke mit dem Blitz. Opel versucht, mit seiner Stromoffensive mit Volkswagen gleichzuziehen.

Der Wolfsburger Autoriese plant für Anfang 2020 den Marktstart für den „I.D.“, das erste erschwingliche Massenmodell des Konzerns mit reinem Stromantrieb und großer Reichweite. Die sogenannte „Pre-Booking-Phase“ läuft bei VW aber schon im Frühjahr 2019 an und damit einige Monate vor Opel.

Neben dem elektrischen Corsa will Opel mit dem Grandland X als Plug-in-Hybrid, dem Nachfolger des sportlichen Geländewagens Mokka X und der neuen Version des Transporters Vivaro ab 2020 insgesamt vier elektrifizierte Modellreihen auf PSA-Plattformen im Programm haben. Die Folge: „Wir werden die CO2-Hürden schaffen“, verspricht Lohscheller.

Absatz ist weiter rückläufig

Ab dem kommenden Jahrzehnt dürfen Autohersteller in der EU im Schnitt in ihrer Flotte nur noch maximal 95 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer ausstoßen. Andernfalls drohen empfindliche Strafzahlungen.

Bis 2024 will Opel sein gesamtes Portfolio elektrifiziert haben. Das Unternehmen ist seit mehr als einem Jahr eine Tochtergesellschaft des französischen Autoherstellers PSA (Peugeot, Citroën) und versucht so den Niedergang der hessischen Marke abzuwenden.

In den vergangenen Monaten konnte Opel den Marktanteilsschwund der vergangenen Jahre zwar tatsächlich stoppen. Dennoch war der Absatz in Europa weiter rückläufig.

Im Oktober verkaufte Opel europaweit nur noch rund 62.000 Fahrzeuge. Das ist ein Minus von 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Am deutschen Heimatmarkt ging es im November zudem weiter bergab. Der Absatzrückgang betrug mehr als vier Prozent.

Weil das Entwicklungszentrum des Konzerns unter Überkapazitäten leidet, will Opel zudem knapp 2.000 Beschäftigte an den französischen Entwicklungsdienstleister Segula auslagern. Die Gewerkschaft ist entsetzt. Die Baustellen, die Konzernchef Michael Lohscheller abarbeiten muss, bleiben also trotz Elektro-Offensive mannigfaltig.

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4 Kommentare zu "Autobauer: Opel will 2019 mit dem „Volks-Elektroauto“ angreifen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Schön so ein E-Corsa! Bravo OPEL!

  • Frau Bartels,

    nicht schon wieder diesen Blödsinn "Neutrino-Energy". Wahrscheinlich leben sie auch von Licht-Nahrung.

  • ich gebe Frau Bartels zwar Recht aber trotzdem sehe ich auch den Fortschritt, dass sich endlich was im Automarkt in Richtung Ökologie bewegt...aber wir könnten in der Ökobilanz schon wesentlich weiter sein...keine Frage

  • „Opel wird elektrisch“, frohlockt Lohscheller und verspricht: „Jetzt liefern wir.“ Einerseits frohlockende Botschaft, andererseits fatal. Solange die letzten Öl-, Kohle- und Gasreserven ebenso teuer wie umweltschädlich verfeuert worden sind, wollen Lobbyisten aus Politik und Wirtschaft weiterhin den milliardenschweren Gewinn, der sich die nächsten Jahre noch aus der Verstromung der Bodenschätze ergibt, reinholen. Solange E-Autos an Ladestationen dreckigen Strom tanken, dessen Herstellung letztlich auch Tonnen CO2 in die Atmosphere bläst, haben wir eine Fake-Green-Mobility. Es stehen aus neuester Forschung Alternativen bereit - Neutrino-Energy wäre die Lösung vieler Komplikationen und vor allem Emissionsfreie Energy als UNENDLICHE RESSOURCE für die mobile, dezentrale Haushaltsenergie und für die Elektromobilität. Dazu liegen spannende internationale Forschungsergebnisse und Patente der Berliner Neutrino Energy Group bereit. Hier sollte die Bundesregierung informiert sein, um den Auto Bauern, neue Möglichkeiten zu präsentieren, damit die Entwicklungen schneller in eine saubere Elektromobilität gehen. Mit einem ersten Kleinfahrzeug PI, das mit unendlicher Reichweite fahren kann, quasi aus der Luft Tanken würde, angetrieben von Tag und Nacht milliardenfach strömenden Neutrinos, welche emissionsfreie Energie abgeben, kann ein Meilenstein gesetzt werden. http://motorzeitung.de/news.php?newsid=455551
    http://solardat.uoregon.edu/prnewswire.html?rkey=20181119NY78486&filter=2355

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