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Die Autoindustrie von morgen

Autopilot macht Tesla Probleme Elon Musks heiße Luft

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Die Konkurrenz schläft nicht

Während Tesla versucht, die Versprechen seines Gründers irgendwie einzuhalten, schalten die etablierten Autohersteller auf Angriff: VW-Markenvorstand Herbert Diess sagte kürzlich der „Automobilwoche“: „Wir fokussieren uns im zukünftigen Wettbewerb sehr stark auf Tesla.“

Ob VW, Daimler, Volvo, General Motors oder Nissan-Renault: Sie alle bringen 2018 Autos auf den Markt, die den Tesla-Modellen bei Reichweite und Fahrassistenzsystemen in nichts nachstehen. „Tesla hatte einen frühen Start“, sagt Bloomberg-Analyst Salim Morsy. „Aber derzeit wird viel Geld in die Entwicklung autonomer Elektroautos gepumpt.“ Die neuen Modelle von VW, Volvo oder Daimler dürften Tesla hart treffen, erwartet Morsy.

Als wäre all das noch nicht genug, leistete sich Tesla noch eine öffentliche Schlammschlacht mit dem Technologie-Partner Mobileye. Der israelische Spezialist für Fahrassistenzsysteme, der mittlerweile zu Intel gehört, lieferte die Technik für Teslas ersten Autopiloten. Doch nach einem Crash, bei dem ein Tesla-Fahrer starb, begannen die gegenseitigen Schuldzuweisungen. Musk warf dem Autozulieferer vor, die Bemühungen Teslas zu blockieren, selbst einen Autopiloten zu entwickeln. Mobileye beendete daraufhin die Zusammenarbeit mit dem streitbaren Manager – und kritisierte, der habe Informationen zu Sicherheitsrisiken beim Fahren mit Autopilot ohne Hände am Lenkrad ignoriert.

Vom abrupten Ende der Partnerschaft mit Mobileye hat sich Tesla bis heute nicht erholt: Der selbst entwickelte Autopilot 2 gilt vielen als schlechter und unsicherer als die erste Version. „Es gab einen kleinen Einbruch wegen des schnellen Übergangs, weg von Mobileye“, räumte Musk im Juni vor Aktionären ein. „Wir mussten innerhalb von sechs Monaten die gesamte Technik nachbauen, die Mobileye geliefert hat.“

So feiern Tesla-Jünger die ersten Model 3-Fahrzeuge
Tesla-Chef Musk lässt sich bei der Übergabe des ersten Model 3 von Mitarbeitern feiern
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Elon Musk weiß, wie man einen Rockstar-Auftritt hinlegt. Zu lauter Musik rast der Tesla-Chef mit einem roten Exemplar seines ersten günstigeren Wagens Model 3, springt raus und lässt sich im Scheinwerferlicht von seinen Mitarbeitern feiern.

Der Anlass ist ein Meilenstein für Tesla: Die ersten 30 Model 3 werden nach einem Monat Serienproduktion an ihre Besitzer übergeben - allesamt Tesla-Beschäftigte. Die ersten 30 von mehr als einer halben Million Vorbestellungen, die Tesla erst einmal lange abarbeiten muss...

(Foto: dpa)
Vorstellung des Tesla Model 3
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Die Zeremonie am Tesla-Werk im kalifornischen Fremont läutet ein neues Kapitel in einem der spannendsten Duelle ein, die heute die Wirtschaft zu bieten hat: Tesla gegen den Rest der Autoindustrie. Eine Firma aus dem Silicon Valley, die früh komplett auf Elektromobilität setzte und von Autobossen zunächst als Exot mit mickrigen Produktionszahlen im für die weitaus meisten Menschen unerschwinglichen Luxussegment abgetan wurde. Doch inzwischen weht in der Branche ein anderer Wind...

(Foto: dpa)
Erste Wagen des günstigeren Tesla Model 3 auf dem Fabrikgelände in Fremont, bereit zur Übergabe an ihre Besitzer
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Inzwischen sagen viele Experten, dass dem Elektroantrieb die Zukunft gehöre, auch wenn es eine lange Übergangszeit geben werde. Für Tesla wird es also künftig nicht mehr darum gehen, mit einigen zehntausend Wagen im Jahr zahlungskräftige Enthusiasten zu begeistern, sondern gegen die geballten Kraft der Autoindustrie mit einer Vielzahl von Modellen, Designvarianten und der traditionellen Markenbindung von Kunden anzutreten...

(Foto: dpa)
Das Model 3 ist der Wagen, der Tesla in einen breiteren Markt bringen soll
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Und angesichts der Vorreiterrolle der Kalifornier dürfte auch der Fortschritt der Elektromobilität am Erfolg dieses Fahrzeugs gemessen werden. Milliarden steckte Musk in den Ausbau der Produktionsanlagen und der Batteriefertigung. Eine riesige Wette.

Wenn sie aufgeht, wird Tesla in Fremont jährlich eine halbe Million Model-3-Wagen und rund 100.000 der größeren und teureren bisherigen Fahrzeuge Model S und Model X bauen. In Arbeit ist auch ein Lastwagen, der noch dieses Jahr präsentiert werden soll. Anleger glauben an Musk: Tesla ist trotz überschaubarer Stückzahlen der wertvollste US-Autohersteller an der Börse...

(Foto: dpa)
Vorstellung des Tesla Model 3
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„Es war nie unser Ziel, teure Wagen zu bauen“, betont Musk. Das habe sich nur so ergeben, weil die Elektrowagen zunächst nicht günstiger zu produzieren gewesen seien. Und jetzt finanzierten die Käufer von Model S und Model X das günstigere neue Modell mit.

Die 35.000 Dollar als Grundpreis des Model 3 sind aber wie so oft in der Branche erst der Anfang. Bucht man alle Extras wie Fahrassistenz-Funktionen, eine bessere Innenausstattung und eine andere Farbe als Schwarz, kommen fast 60.000 Dollar zusammen...

(Foto: dpa)
Wer jetzt bestellt, muss bis Ende 2018 warten, sagt Musk. Nach Deutschland dürfte es kaum ein Model 3 vor dem kommenden Jahr schaffen.
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Das ist kein Schnäppchen mehr, entscheidend ist im Moment aber dennoch vor allem die Frage, ob Tesla den massiven Produktionssprung von rund 84 000 Fahrzeugen 2016 auf 500 000 im kommenden Jahr sauber hinbekommt.

„Die Nachfrage ist hier nicht das Problem“, merkt Musk trocken mit Blick auf die halbe Million Vorbestellungen für das Model 3 an. Im ersten Produktionsmonat Juli wurden 50 Fahrzeuge gebaut, 20 von ihnen behält Tesla für Tests ein. Im September sollen 1500 Wagen produziert werden, auch mit 20 000 Fahrzeugen im Monat zum Dezember wird es lange dauern, die Warteliste abzuarbeiten...

(Foto: Reuters)
Blick in den aufgeräumt-sachlichen Innenraum des Model 3
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Um den Produktionsschub zu meistern, ließ Musk die Konstruktion des Model 3 drastisch vereinfachen - auch nachdem es bei vorherigen Wagen Probleme mit ausgeklügelten Design-Ideen wie den Flügeltüren des Model X gab. Selbst die Entwicklung der Rücksitze hatte damals die Produktion des SUV um Monate aufgehalten.

(Foto: Reuters)

Die Entwicklungsprobleme hielten Tesla jedoch nicht davon ab, die Updates zum verbesserten Autopiloten schon vorab zu verkaufen und mit einem aufwendig produzierten Video zu vermarkten: „Mein Gefühl ist, dass das Video ein großer Betrug ist“, sagt Tom Milone, ein Tesla-Kunde der nun gegen den Autobauer klagt. „Sie verkaufen nach wie vor eine Update, von dem sie nach wie vor nicht wissen, wann es kommt.“ Welche Probleme Tesla mit seinem Autopiloten hat, wird in der Klageschrift deutlich: „Viele Besitzer berichten, dass der Autopilot unbenutzbar und gefährlich ist“, heißt es darin. Das 8000 Dollar teure Selbstfahr-Update sei „Vaporware“ – zu Deutsch: Software aus heißer Luft.

Während bei Tesla weiter die Scherben der zu Bruch gegangenen Mobileye-Partnerschaft zusammengekehrt werden, macht die Konkurrenz Tempo beim autonomen Fahren: So bringt General Motors 2018 einen Cadillac auf den Markt, bei dem der Fahrer auf der Autobahn die Hände vom Lenkrad nehmen kann. GM könne deutlich früher als die Konkurrenz vollständig selbstfahrende Autos ausliefern, glauben Analysten. Und auch die Wall Street ist begeistert: Die Aktien von GM haben in den vergangenen Wochen um 25 Prozent zugelegt.

Aussagen wie jene von VW-Manager Diess bestätigen: Tesla ist nach wie vor ein Pionier in der Mobilität von morgen. Doch damit Tesla diese Position halten kann, muss CEO Musk endlich damit beginnen, die selbstgesteckten Ziele zu erfüllen.

  • jbl
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Mehr zu: Autopilot macht Tesla Probleme - Elon Musks heiße Luft

11 Kommentare zu "Autopilot macht Tesla Probleme: Elon Musks heiße Luft"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @ Herr John Smith " Euer dummes und voller Hass Geschwatz werde ich erst gar nicht kommentieren .."
    Haben sie aber mit diesem Satz getan. Unnütz, stillos und volllommen inhaltslos beschimpfen sie die Meschen.
    Ich glaube, dass HB Leser reif genug sind, Kommentare für sich einzuschätzen.
    Im übrigen ist ein paar Kilometer von mir entfernt vor ca. 2 Wochen ein Tesla bei schönem Wetter auf einer Schnellstrasse in eine Baustellenabsperrung gefahren und lichterloh abgebrannt.
    Warum tut ein so "intelligentes" Auto das?

  • Endlich merken auch die Medien, dass Musks größte Fähigkeit in der Produktion heißer Luft liegt. Warum hat sich nie jemand darüber gewundert, dass alle seine Ankündigungen nicht eingehalten wurden? Andere Manager hätten da längst ihren Hut nehmen müssen, aber in den USA läuft die Show eben etwas länger. Nur spätestens bei der ernsthaften Ankündigung Musks, eine Kolonie auf dem Mars bauen zu wollen, hätte man darüber nachdenken sollen, ob der Mann überhaupt noch ernst zu nehmen ist oder doch besser ein Psychater aufsuchen sollte.

  • [email protected] Herr John Smith;

    ja es stimmt, ich kenne mich sehr, sehr gut damit aus, was Tesla und die E-Mobilität betrifft. ich bin doch kein Dummschwätzer, die rumsabbelt, ohne eine spur von wissen zu haben.

    Jeder der E-Karren könnte die kleinste Butze selbst zusammen löten, denn Autos zusammen zu bauen ist keine Kunst. Das know-how liegt schon seid ewigen Zeiten bei den Zuliefern und da kauft BMW genau so ein, wie Tesla.

    Das know How der Autofirmen beschränkt sich heute auf das Verkaufen.

    Aber oky, alles zum o.g. Thema berührt offensichtlich NICHT ihre Kernkompetenz, warum also hier auf feuchte träume von Laien eingehen.

  • Hallo Toni, Ulf, Helmut usw. Ihr seid entweder bezahlte Trolls oder arbeitet bei einem der deutschen Hersteller. Euer dummes und voller Hass Geschwatz werde ich erst gar nicht kommentieren, Es freut mich sogar einigermassen weil es zeigt was fur schreckliche Angst die Deutschen vor Elon Musk haben. In den Deutschen Medien im allgemeinen ist es sehr spurbar. Wenn die Angst so gross ist, lasst sich darauf schliessen, dass Elon sehr nah dran ist die Deutschen Nobelmarken vom Zukunftsmarkt zu verdrangen. Und weil diese nach wie vor auf alte schmutzige Technologien setzen,dann ... Glaser hoch, meine Herren. Auf Elon

  • Herr Ulf Lang31.10.2017, 18:03 Uhr
    Ich fahre selbst einen Tesla X 100D seit 6 Monaten und 12.000 km. Der Artikel beschreibt alles korrekt und auf den Punkt genau. Elon Musk ist ein Schwätzer, der nur noch von einigen seiner Verkäufern übertroffen wird.
    -<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    ich komme selbst aus einer Autofirma und man weiß sehr wohl um die Kompetenz von Tesla-Fahrzeugen. Aber das alles war doch nur ne Ablenkung.

    Der Typ sollte ja auch den Gehirn-chip entwickeln und dafür sorgen, dass Mensch und Computer eine Matrix-Einheit bilden.

    Dieser Gehirn-Chip und Fachebook-III würden dann die Matrix bilden, wo man Menschen anschließt. Mit VR-Brille und VR-Anzug, einem Tropf und einem Urin-Abfluss könnte die Matrix dann 7 mrd Menschen aufnehmen (entsorgen). Es sollten nur die 500 Millionen über bleiben (wie auf den Obelisken in den USA beschrieben).


    Leider hat Musk das wohl nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren können.

  • Ich fahre selbst einen Tesla X 100D seit 6 Monaten und 12.000 km. Der Artikel beschreibt alles korrekt und auf den Punkt genau. Elon Musk ist ein Schwätzer, der nur noch von einigen seiner Verkäufern übertroffen wird. Insgesamt findet man im Teslastore ein elitäres Denken ähnlich wie im Applestore. Die gesamte Software im Tesla X ist unterirdisch, meine ITler meinten dazu nur, so etwas würden sie nicht als Beta-Version bezeichnen - eher als pre-Alpha-Version. Der sogenannte Autopilot funktioniert wenn überhaupt nur auf geraden Autobahnen - bis die nächste Baustelle kommt. Dann heißt es, ganz schnell das Steuer zu übernehmen. Ansonsten geht es ab in die Baustelle... Alles in allem taugt der Autopilot nur für Fahrer, die eh an Suizid denken.
    Aber selbst die anderen Funktionen, wie Navi oder Soundanlage werden von meinem 12 Jahre alten AUDI übertroffen. Das Navi ist eine Sonderversion von Google, aber das Google-Navi auf meinem iPhone funktioniert wesentlich besser.
    Das Soundsystem kann nur bei gewähltem Radio Verkehrsdurchsagen wiedergeben - und nur von diesem Sender. Einblendungen in andere Soundquellen gibt es nicht. Ja, selbst der Scheibenwischer hat keinen Regensensor - im alten AUDI selbstverständlich (das sollte über die Kamera gesteuert werden, die kann es aber bis heute nicht).
    Das einzig Gute ist der Elektroantrieb - Power ohne Ende .... die man aber besser nicht abruft, denn sonst erreicht man kaum den nächsten Supercharger. Die angegebenen Reichweiten der Batterie (100KWh) stimmen ungefähr so exakt, wie die Abgaswerte des VW-Konzerns - nur geht es eben in die andere Richtung ...
    Ich würde gerne mal das Fahrzeug AUTO-MOTOR-SPORT oder anderen Fachleuten zum testen geben, damit potentielle Käufer gewarnt werden.

  • Herr Holger Narrog31.10.2017, 15:42 Uhr
    Musk hat versprochen was Journalisten und andere leichtgläubige Mitmenschen gerne hören.
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    Das E-auto, Raumfahrt,... waren doch alles nur Vorwände, damit Musk im Hintergrund seinen Gehirn-Chip entwickeln konnte.

  • Ich habe mich schon vor ca. 1,5 Jahren gefragt, warum Daimler da mit seinem (kleinen) Aktienanteil ausgestiegen ist! Man hätte denken sollen, dass man doch bei einem solchen 'Pionier' hätte dabei bleiben sollen - ich vermute, das Daimler-Management hatte Musk schon damals durchschaut. M. möchte offensichtlich bei allem der 'Größte' sein - warum fällt mir dazu sein Landsmann im Weißen Haus ein ?

  • Musk hat versprochen was Journalisten und andere leichtgläubige Mitmenschen gerne hören. Er hat Raumfahrt, "Erneuerbare Energien" und "E-Autos" für Jedermann versprochen. Das hat die ökoreligiösen Herzen der Journalisten höher schlagen lassen.

    In der Realität hat er eine dauerhaft hochdefizitäre E-Autofirma, eine hochdefizitäre Solarfabrik, eine Batteriefabrik die nicht das hält was verprochen wurde...aufgebaut. Aufgrund der positiven Medienaufmerksamkeit und den erzeugten Visionen konnte er sich über regelmässige Kapitalerhöhungen finanzieren.

    Mal sehen wie lange noch....

  • Heisenberg gegen Einstein
    Gewissen gegen ..............

    Immer wieder ist es der selbe Kampf. Musk wurde bisher in den Eliten gefördert, weil er den Gehirn-Chip entwickeln wollte. Heisenberg wurde auch gefördert, weil er die Atombombe bauen konnte. Aber beide hatten Gewissen und haben ihre Tätigkeiten an menschen-verachtende Techniken eingestellt. Heisenberg kam deshalb fast ins KZ und Musk wird gerade von den Fäkal-Medien zerlegt.

    Auf den anderen Seite gibt es Menschen ohne Gewissen und Achtung vor den Menschen. Einstein hat dafür gesorgt, dass die Atombombe gebaut wurde und Zuckerberg wird sein Facebook weiter entwickeln lassen, bis die MATRIX zum Einsatz kommt.

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