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Die Autoindustrie von morgen

Dieselskandal VW-Rechtsvorständin Werner warnt vor dem „schwierigsten Jahr aller Zeiten“

Hiltrud Werner sieht im Dieselskandal neues Ungemach auf den Konzern zukommen. Dabei sei die Höhe der drohenden Geldbußen nicht das größte Problem.
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Die VW-Rechtsvorständin hat aktuell drei Prioritäten: Diesel, Diesel und Diesel. Quelle: dpa
Hiltrud Werner

Die VW-Rechtsvorständin hat aktuell drei Prioritäten: Diesel, Diesel und Diesel.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Binnen fünf Jahren will Vorstandschef Herbert Diess Volkswagen zu einem Digital- und Elektrokonzern umbauen. Doch mindestens noch im kommenden Jahr wird beim Autobauer der Dieselskandal das bestimmende Thema sein, prognostiziert VW-Rechtsvorständin Hiltrud Werner. 2019 werde das „schwierigste Jahr aller Zeiten“, sagte sie in einem Interview mit der „Financial Times“.

Das Problem sei weniger die Höhe der drohenden Geldbußen sondern vielmehr die Komplexität der Aufarbeitung. VW habe noch immer Rechtsstreitigkeiten in 50 Ländern auf der ganzen Welt. Das Unternehmen werde deshalb auch nicht innerhalb einer Woche aus den schlechten Nachrichten herauskommen. Jeder Prozess vor Gericht könne weitere negative Berichterstattung hervorrufen.

VW hatte im September 2015 Manipulationen an Dieselmotoren einräumen müssen. US-Umweltbehörden hatten festgestellt, dass nur bei Tests auf dem Prüfstand die Abgasreinigung voll aktiviert war, während der Ausstoß auf der Straße viel höher lag. Die Aufarbeitung dieses Skandals hat das Unternehmen bereits 28 Milliarden Euro gekostet.

Den Großteil der Summe entfällt auf zivil- und strafrechtliche Vergleiche in den USA, wo sich Volkswagen mit einer Sammelklage von mehr als einer halben Million Autobesitzern konfrontiert sah. Allerdings sind damit bei weitem nicht alle Rechtsrisiken beseitigt. So arbeiten Anwälte in Großbritannien an einer weiteren Sammelklage, der sich geschädigte Dieselfahrer von Australien bis Brasilien anschließen sollen.

In Deutschland läuft zudem vor dem Oberlandesgericht Braunschweig das Musterverfahren der VW- und Porsche-Aktionäre. Tausende private und institutionelle Investoren fühlen sich vom Wolfsburger Autobauer getäuscht, weil dieser erst am 22. September 2015 in einer Ad-hoc-Mitteilung über die Folgen der Dieselaffäre informierte.

Bereits am 18. September hatte die US-Umweltbehörde EPA den Skandal in der sogenannten „Notice of Violation“ publik gemacht, an den darauffolgenden Tagen stürzte der Kurs der VW-Aktie um rund 40 Prozent ab.

Werner sagte der „Financial Times“, dass sie dieser Tage deshalb drei Prioritäten habe: Diesel, Diesel und Diesel.

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2 Kommentare zu "Dieselskandal: VW-Rechtsvorständin Werner warnt vor dem „schwierigsten Jahr aller Zeiten“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wen möchte Frau Werner warnen ? Den VW Vorstand, der wahrscheinlich in 2019 weniger Tantiemen bekommen wird ? Die VW Mitarbeiter, von denen einige mangels automobiler Nachfrage ihren Arbeitsplatz verlieren könnten ? Den Finanzminister, der ggf. weniger Steuern von VW vereinnahmen wird ? Sich selbst, da Frau Werner und Ihr Team in 2019 wahrscheinlich jede Menge Überstunden leisten müssen ? VW ist weiterhin Täter und nicht Opfer. Da werden einige Zugeständnisse gemacht werden müssen. Die Frage ist: Wer wird letztendlich am meisten verlieren ?

  • Danke für die Brandneue Info, oder habe ich etwas überlesen

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