Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Die Autoindustrie von morgen

E-Automarke Faraday Future Chinas Tesla-Jäger geht das Geld aus

Die chinesische Automarke Faraday hat mit einem Elektro-SUV der Superlative Aufmerksamkeit erregt. Doch nun muss Firmenchef Jia Yueting neues Geld auftreiben – und den Abgang von zwei deutschen Top-Managern verkraften.
Kommentieren
Der Faraday-Chef bei der Präsentation seines Prototypen FF91: Dem chinesischen Tesla-Jäger droht das Geld auszugehen. Quelle: AFP
Jia Yueting

Der Faraday-Chef bei der Präsentation seines Prototypen FF91: Dem chinesischen Tesla-Jäger droht das Geld auszugehen.

(Foto: AFP)

DüsseldorfDer chinesische Tech-Milliardär Jia Yueting war im Westen bislang weitgehend unbekannt. Das sollte sich Anfang des Jahres ändern: Auf der Computermesse CES in Las Vegas rief der Chef des Elektroauto-Marke Faraday Future in gebrochenem Englisch eine „neue Ära der Mobilität“ aus. Auf großer Bühne enthüllte er ein Auto der Superlative: den Faraday FF91.

Der Elektro-SUV soll aus von null auf 100 in 2,39 Sekunden beschleunigen, 1065 PS leisten und bei Tempo 100 eine Reichweite von 700 Kilometern haben. Kurz: Der Wagen schlägt Teslas Spitzenmodelle in allen Bereichen um Längen. „Der FF91 vereint das Beste aus Sportwagen, SUV und Van“, sagte Jia damals.

Doch statt an der Serienversion des FF91 arbeiten zu können, muss sich Faraday mit Geldproblemen herumschlagen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Demnach hat Jia, der sich einst damit brüstete, Tesla überflügeln zu können, Schwierigkeiten bei Investoren 500 Millionen Dollar einzusammeln. Scheitert die Finanzierungsrunde, wird eine zu zwölf Prozent verzinste Wandelanleihe mit einem Volumen von 400 Millionen Dollar sofort fällig.

So weit kommen Elektroautos mit einer Akkuladung
Elektroautos
1 von 11

In Deutschland gibt es immer mehr Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. In knapp 1000 Städten und Gemeinden finden sich mittlerweile öffentlich zugängliche Ladepunkte. Es sollen noch mehr werden. Bei den Reichweiten, die die aktuellen Modelle mit einer Akkuladung packen, ist das auch notwendig. Mit welchen Elektroautos Sie am weitesten kommen.

Anmerkung: Damit die Werte vergleichbar sind, werden hier die Reichweiten mit Normverbrauch angegeben. Die reale Reichweite liegt in der Regel darunter.

(Foto: dpa)
Platz 10: Nissan Leaf (2016)
2 von 11

Kam die erste Version des Nissan Leaf im Jahr 2010 gerade einmal 160 Kilometer weit, sind es bei einem Leaf des Jahrgangs 2016 immerhin 250 Kilometer. Bis zum Ende seiner Bauzeit hat Nissan das Akkupaket immer wieder an die neuen Entwicklungen angepasst. Zuletzt lag die Kapazität bei 30 Kilowattstunden (kWh). Der Nachfolger, der Anfang 2018 auf den Markt kommt, reiht sich deutlich weiter vorne ein.

(Foto: Reuters)
Platz 9: Hyundai Ioniq Electric
3 von 11

Mit dem Ioniq setzt Hyundai auf das Konzept eines leichten Elektroautos mit kleiner Batterie: Das Akkupaket ist mit 28 kWh das kleinste in den Top Ten. Das reicht bei 120 PS für eine Normreichweite von 280 Kilometern. Die Konkurrenz auf Platz 8 bietet kaum mehr Reichweite, braucht aber dazu einen größeren Akku.

(Foto: Pressefoto)
Platz 8: VW e-Golf
4 von 11

Mit seinem neuen Akku (35,8 kWh) schafft es auch die aktuellste Ausgabe des e-Golf auf 300 Kilometer nach NEFZ. Der Elektro-Golf ist damit im alltagstauglichen Bereich angekommen – und die Wahl für jene Autofahrer, die auf gewohnten Komfort und Ausstattung eines Golf nicht verzichten oder die futuristischen Karosserien eines BMW i3 nicht haben wollen.

(Foto: Pressefoto)
Platz 7: BMW i3
5 von 11

Als der i3 auf den Markt kam, bot er eine Reichweite von 190 Kilometern. Eine Modellpflege und neue Akku-Generation später ist die Kapazität des Stromspeichers auf 33,2 kWh gestiegen – und die Reichweite auf 300 Kilometer. Inzwischen gibt es auch einen sportlicheren i3s. Der bietet aber bei derselben Akku-Größe etwas mehr Leistung – und damit weniger Reichweite.

(Foto: Pressefoto)
Platz 6: Tesla Model 3
6 von 11

Die ersten Fahrzeuge sind ausgeliefert, doch es hakt bei der Produktion des Model 3. Aber darauf kommt es in diesem Ranking nicht an, hier zählt nur die Reichweite. Bei der Standardvariante sind es 220 Meilen, also rund 345 Kilometer. Interessant: Während beim Model S und Model X sich die Modellbezeichnungen auf die Größe des Akkus beziehen (Model S 70 hat 70 kWh), wird diese Benennung beim Model 3 abgeschafft und durch eine „verständlichere“ Unterscheidung ersetzen. Sprich: Neben dem Model 3 mit ungefähr 50 kWh wird es noch ein Model 3 „Long Range“ geben, dessen 75-kWh-Akku für 500 Kilometer reichen soll.

(Foto: Reuters)
Platz 5: Nissan Leaf (2018)
7 von 11

Während die meisten Autobauer noch an ihren Elektro-Offensiven basteln, bringt Nissan bereits die zweite Generation des Leaf auf den Markt. In Europa startet der Wagen Anfang 2018. In seine Entwicklung sind die Erfahrungen aus sieben Jahren Bauzeit und mehreren Millionen elektrisch gefahrenen Kilometern eingeflossen. Ein Feedback der Kunden: Wir wollen nicht unendlich viel Reichweite, sondern lieber ein günstigeres Auto. Deshalb hat Nissan den Akku nur moderat von 30 auf 40 Kilowattstunden vergrößert. Das ermöglicht dem auf 150 PS erstarkten Leaf eine theoretische Reichweite von 378 Kilometern. Später kommt noch der Leaf E-Plus mit größerer Batterie und 220 PS – und vor allem 500 Kilometern Reichweite. Dann lockt sogar Platz 4.

(Foto: Pressefoto)

Hinzu kommt: Faraday schiebt einen Berg unbezahlter Rechnungen mit einem Volumen von weiteren 100 Millionen Dollar vor sich her. Yuetings Konzern wollte sich auf Bloomberg-Anfrage nicht zu den Finanzproblemen äußern. Doch es scheint: Die Zukunft von Faraday Future ist ernsthaft gefährdet.

Jia hat sein Vermögen mit einer Video-Streaming-Plattform gemacht, einem chinesischem Netflix-Klon. Sein „LeEco“-Imperium umfasst außerdem einen Elektronik-Konzern, der Smartphones und Fernseher produziert. Doch die Führung seiner Video-Streaming-Plattform hat Jia inzwischen aufgegeben, um sich ganz auf sein neuestes Projekt konzentrieren zu können: Faraday Future.

BMW-Manager türmen
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

0 Kommentare zu "E-Automarke Faraday Future: Chinas Tesla-Jäger geht das Geld aus"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote